Bruno IV.                                    Graf von Isenburg-Braunsberg
-------------
um 1290
23.8.1325

Ältester Sohn des Grafen Johann I. von Isenburg-Braunsberg (
10.4.1327) aus seiner 1. Ehe mit der Agnes von Isenburg ( 1314), Tochter von Graf Salentin I. ( 10.4.1327) und der Agnes von Westerburg
Bruder von Kanoniker Salentin in Köln ( nach 1316), Landgräfin Isalda von Hammerstein ( nach 1335), Jutta von Isenburg ( 1328), Burggräfin Isenagrd von Rheineck ( nach 1315) und Nesa von Isenburg  
Groß-Neffe von Herrn Heinrich I. von Westerburg (
5.6.1288), Erzbischof Siegfried von Köln ( 7.4.1297), Archidiakon Philipp von Köln ( vor 25.2.1325), Weih-Bischof Reinhard von Kölng ( um 1313), Gerhard von Westerburg ( nach 1292), Gräfin Sophie von Isenburg-Braunsberg ( vor 26.3.1266), Truchsessin Mechthild von Alzey, Nonne Jutta in Seligenstedt ( nach 1276), Gräfin Adelheid von Solms-Braunfels, Äbtissin Elisabeth in Köln ( 1298), Herrin N.N. von Greifenstein, Äbtissin Sygewidis von Dietkirchen bei Bonn ( nach 1292), Graf Dietrich I. von Heinsberg ( 26. Juli 1303), Herrn Johann I. zu Löwenberg ( nach 1306), Gräfin Alheidis von Kleve ( um 1303), Propst Heinrich in Köln ( 1315 oder 1316), Nonne Agnes von Heinsberg
Enkel von Graf Bruno III. von Isenburg-Braunsberg ( um 1279) aus seiner 2. Ehe mit der Isalda (Isabella) von Heinsberg-Sponsheim ( um 1287)



Brunos Witwe Isalde (1269-1327) konnte 1278 die Kirche zu Niederbieber ganz an sich bringen. Damals ist es den Braunsbergern wohl auch gelungen die salentinische Linie des Hauses ISENBURG aus der Heddesdorfer Grundherrschaft zu verdrängen. Isaldes Sohn, Johann Herr von Braunsberg (1289-1327) (Todestag wahrscheinlich am 10.4.1327. Vermählt mit Agnes, Tochter Salentins von Isenburg (1294-1296), musste 1294 seine Rechte am Bendorfer Oberhof aufgeben und verpfändete noch 1324 die Hälfte von Dierdorf an Ludwig Walpode von der Neuerburg. Dagegen war die Erwerbung Rommersdorfer Eigenleute, die ihm 1301 gelang, unbedeutend. Seinem Sohne Brun (1305-1325) überließ er 1308 seinen Teil der Burg Altwied mit Burgmannen und allem Zubehör, den Brun mit 20 Mark Jahrrente an den Freien der Grafschaft Wied seiner Gemahlin Heilwig von Katzenelnbogen (1305-1346) (Tochter Graf Wilhelms von Katzenelnbogen) als Morgengabe verschrieb. Heilwig, die Güter zu Senheim, Wissenbach und Eiershausen eingebracht hatte, wurde 1308 auf Rückeroth und Roth bewittumt. Von seinem Vater erwarb Brun 1319 dessen Haus zu Isenburg zum Wittum Heilwigs für 500 Mark, dazu 1319 von den von Ascheid die Vogtei Ascheid (den Rest seine Witwe Heilwig 1346). Sein Eigengut Rückeroth trug er 1321 für 300 Mark Trier zu Lehen auf, von dem sein Vater bereits Dierdorf und den Wildbann im Spurkenwald zu Lehen trug. Dieser Lehnsauftrag ist wohl nur durch das Bestreben Erzbischof Baldewins, die Trierer Lehnshoheit auf jede Weise auszudehnen, zu erklären. Einen anderen Grund deutet Bruns Großmutter Isalde an, die in ihren letzten Lebensjahren das wiedische Erbe ihren Enkelinnen zugewandt wissen wollte („sal ouch vort an de dochtere erven“), da es von einer Erbtochter stamme und 1326 klagte, dass Brun Isenburg dem Abt von Fulda nach seiner Mutter Tod ohne seines Vaters Wissen aufgetragen habe („dat ym got vergeve, dat he neyt dun inmochte noch insolde mit rechte“), um seine Schwestern um ihr Erbe zu bringen („dat he sine sustere inerfte“ „ad defraudandum sorores suas et ad exheriditandum“).

Diese Klage lässt uns zumindest eine zielbewusste Politik Bruns, das Erbe dem Mannesstamm zu erhalten, erkennen und liefert uns in der Aufstellung der Eigengüter Johanns von Braunsberg 1326 einen Querschnitt durch den Besitz jenes Geschlechts. Der weitaus größere Teil dieser Güter lässt sich als Braunsberger Besitz schon vorher nachweisen. Selbst die Güter zu Ober- und Niederbieber „id si gerechte inde hoybe“ und die Hube zu Heddesdorf sind Braunsberger Erbe. Alter wiedischer Besitz war sicher nur Isaldes Wittumsitz Nodhausen und wahrscheinlich Gefälle, Land und Wingerten zu Segendorf, Rodenbach, Wollendorf, Gönnersdorf, Hüllenberg und Fahr (Nur summarisch wird die Grafschaft und Herrschaft Wied mit anderen Gerichtsbezirken und Rechten als Erbe der Herren von Eppstein und Braunsberg angesprochen).




  10.1.1306
  oo HEILWIG VON KATZENELNBOGEN, Tochter des Grafen Wilhelm I.
      um 1290
1333




Kinder:

  Wilhelm I. Graf von Isenburg-Braunsberg
  um 1290
17.7.1383