Johann
I.
Graf von Isenburg-Braunsberg (um 1279-1327)
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um 1270 † 10.4.1327
Einziger Sohn des Grafen Bruno III. von
Isenburg-Braunsberg († um 1279)
aus seiner 2. Ehe mit der Isalda
(Isabella) von Heinsberg-Sponsheim (†
um 1287), Tochter von Graf Heinrich I.
(† 1259) und der Agnes von Kleve-Heinsberg (†
1267)
Neffe von Graf Dietrich I. von Heinsberg († 26. Juli 1303), Herrn Johann I. zu Löwenberg († nach 1306), Gräfin Alheidis von Kleve († um 1303), Propst Heinrich in Köln († 1315 oder 1316), Nonne Agnes von Heinsberg, Herrin Mechthild zu Eppstein († um 1280)
Groß-Neffe von Graf Johann I. von Sponheim († 1266), Graf Heinrich I. von Heinsberg († 1259), Graf Simon I. von Sponheim-Kreuznach († 8. April
1264), Propst Gottfried
von St. Georg in Köln und St. Cassius in Bonn, Domherrn Walram zu Köln, Propst Heinrich zu Köln († um
1267), Gräfin Mechthild
von Heusden († vor 1254), Graf Dietrich II. von Kleve-Heinsberg († 15.10. 1268 ermordet),
Erzbischof Engelbert II. von Köln († 20.10.1274)
Enkel von Grafen Bruno
II. von
Isenburg-Wied († vor 1256) und der
Johanna
Ur-Enkel von Graf Bruno I. von Isenburg († vor 1210)
Brunos Witwe Isalde (1269-1327) konnte
1278 die Kirche zu Niederbieber ganz an sich bringen. Damals ist es den
Braunsbergern wohl auch
gelungen die salentinische
Linie des Hauses
ISENBURG aus der Heddesdorfer Grundherrschaft zu
verdrängen.
Isaldes Sohn, Johann Herr von Braunsberg (1289-1327) (Todestag
wahrscheinlich am 10.4.1327. Vermählt mit Agnes, Tochter Salentins
von Isenburg (1294-1296), musste 1294 seine Rechte am Bendorfer
Oberhof aufgeben und verpfändete noch 1324 die Hälfte von
Dierdorf an Ludwig Walpode von
der Neuerburg. Dagegen war die Erwerbung
Rommersdorfer Eigenleute, die ihm 1301 gelang, unbedeutend. Seinem
Sohne Brun (1305-1325)
überließ er 1308 seinen Teil der Burg
Altwied mit Burgmannen und allem Zubehör, den Brun mit 20 Mark
Jahrrente an den Freien der Grafschaft Wied seiner Gemahlin Heilwig von
Katzenelnbogen (1305-1346) (Tochter Graf Wilhelms von
Katzenelnbogen) als Morgengabe verschrieb. Heilwig, die Güter
zu Senheim, Wissenbach und Eiershausen eingebracht hatte, wurde 1308
auf Rückeroth und Roth bewittumt. Von seinem Vater erwarb Brun
1319 dessen Haus zu Isenburg zum Wittum Heilwigs für 500 Mark,
dazu 1319 von den von Ascheid die Vogtei Ascheid (den Rest seine
Witwe Heilwig
1346). Sein Eigengut Rückeroth trug er 1321
für 300 Mark Trier zu Lehen auf, von dem sein Vater bereits
Dierdorf und den Wildbann im Spurkenwald zu Lehen trug. Dieser
Lehnsauftrag ist wohl nur durch das Bestreben Erzbischof Baldewins, die
Trierer Lehnshoheit auf jede Weise auszudehnen, zu erklären. Einen
anderen Grund deutet Bruns
Großmutter Isalde
an, die in ihren
letzten Lebensjahren das wiedische
Erbe ihren Enkelinnen zugewandt
wissen wollte („sal ouch vort an de dochtere erven“), da es von
einer Erbtochter stamme und 1326 klagte, dass Brun Isenburg dem Abt von
Fulda nach seiner Mutter Tod ohne seines Vaters Wissen aufgetragen habe
(„dat ym got vergeve, dat he neyt dun inmochte noch insolde mit
rechte“), um seine Schwestern um ihr Erbe zu bringen („dat he
sine sustere inerfte“ „ad defraudandum sorores suas et ad
exheriditandum“).
Diese Klage lässt uns zumindest
eine zielbewusste Politik Bruns,
das Erbe dem Mannesstamm zu erhalten,
erkennen und liefert uns in der Aufstellung der Eigengüter Johanns
von Braunsberg 1326 einen Querschnitt durch den Besitz jenes
Geschlechts. Der weitaus größere Teil dieser Güter
lässt sich als Braunsberger
Besitz schon vorher nachweisen. Selbst
die Güter zu Ober- und Niederbieber „id si gerechte inde hoybe“
und die Hube zu Heddesdorf sind Braunsberger
Erbe. Alter wiedischer
Besitz war sicher nur Isaldes Wittumsitz
Nodhausen und wahrscheinlich
Gefälle, Land und Wingerten zu Segendorf, Rodenbach, Wollendorf,
Gönnersdorf, Hüllenberg und Fahr (Nur summarisch wird die
Grafschaft und Herrschaft Wied mit anderen Gerichtsbezirken und Rechten
als Erbe der Herren von Eppstein und Braunsberg angesprochen).
1. oo AGNES VON ISENBURG, Tochter des Grafen Salentin
† 1314
2. oo MARGARETHE VON WICKRATH
†
Kinder:
1. Ehe
Bruno IV. Graf von Isenburg-Braunsberg
um 1290 †
23.8.1325
Salentin Kanoniker in Köln
† nach 1316
Isalda von Isenburg
†
nach 1335
oo Ludwig Landgraf von Hammerstein
† 1334
Jutta von Isenburg
†
1328
Isengard von Isenburg
† nach 1315
oo Johann III. Burggraf von Rheineck
†
Nesa von Isenburg
†
oo Rorich von Henneberg
†