Johann I.                                      Graf von Helfenstein (1315-1340)
------------                                     Graf zu Güssenberg und Kaltenburg
um 1280/85
1.6.1340  

Jüngerer (2.) Sohn des Grafen Ulrich III. von Helfenstein ( nach 1315) aus seiner 1. Ehe mit der Adelheid von Graisbach, Tochter von Graf Berthold III. ( um 1308) aus dem Hause LECHSGEMÜND und der Elisabeth von Hirschberg
Bruder
von Ludwig von Helfenstein ( 1292/94 erstochen), Herzogin Agnes von Teck-Hayningen ( nach 7.8.1334), Graf Ulrich IV. von Helfenstein ( Ende 1326), Stief-Bruder von Schenkin Anna von Weinsberg ( nach 15.10.1361)
Neffe von Gräfin
Agnes von Montfort, Gräfin Willibirg von Plain-Hardegg (27.8.1314), Graf Eberhard von Helfenstein ( nach 1303), Graf  Berthold III. von Graisbach (8.10.1324), Bischof Gebhard von Eichstätt (14.9. 1327), Domherrn Heinrich zu Salzburg (17.4. 1324), Gräfin Elisabeth von Marstetten-Neuffen ( 1306)
Groß-Neffe von Graf Hartmann V. von Dillingen ( 4.7.1286), Friedrich vonn Dillingen ( nach 1227), Ludwig von Dillingen ( 4.7. 1251), Graf Adalbert IV. von Dillingen ( 1257 vor 20.5.), Herrin Agnes von Gundelfingen-Hellenstein ( nach 1258), Gräfin Udilhild von Zollern ( 12.5.nach 1289), Pfalzgräfin N.N. von Tübingen
Enkel von
Graf Ulrich II. von Helfenstein-Sigmaringen ( nach 17.5.1294) und der Willibirg von Dillingen

Schwennicke Detlev: Tafel 57,58
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"

JOHANN I. zu GÜSSENBERG und KALTENBURG
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   1.VI.1340

1300/1332

 vor 1313
  oo ADELHEID VON HOHENLOHE
           
22.IX.1359

Tochter von Konrad und Elisabeth von Oettingen


Bühler Heinz: Seite 404
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"Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben"

Es scheint, die Söhne Ulrichs III., die Grafen Johann und Ulrich IV., hätten aus den Erfahrungen ihres Vaters und Großvaters gelernt; sie betrieben eine wendigere Politik. Hatten sie im Thronstreit zwischen FRIEDRICH DEM SCHÖNEN und LUDWIG DEM BAYERN zunächst auf der Seite des ersteren gestanden, so schwenkten sie wenige Wochen nach LUDWIGS Sieg bei Mühldorf 1322 in dessen lager über und gelobten, ihm gegen jedermann zu dienen. LUDWIG verpfändete ihne im selben Jahr um 9.000 Pfund Heller die Herrschaften Höchstädt und Hageln. Diese Summe war offenbar als Entgelt für ihre Dienste ausgesetzt worden. Graf Johann wirkte infolgedessen 1323 als Landrichter des Landgerichts Höchstädt auf der Landschranne zu Demmungen.
Dem Kloster Anhausen, das ihrer Vogtherrschaft unterstand, schenkte die Grafen 1326 das Dorf Gussenstadt samt Kirchenpatronat, um wieder gutzumachen, was sie und ihre Vorfahren sich an Klostergut angeeignet hatten. Graf Ulrich II. war mit den Klöstern nicht gerade sanft verfahren.
Graf Johann tauschte 1328 von den Grafen von Oettingen die Eigentumsrechte der Feste Güssenberg bei Hermaringen ein; dafür gab er die Eigenschaft der halben Feste (Burg-)Berg, die ihm gehört hatte, und der Burgen Schnaitheim und Aufhausen, die ihm der Chorherr Friedrich von Schnaitheim und Ulrich der Schacher zu Lehen aufgetragen hatten. Güssenberg wurde zwar wieder als Lehen ausgegeben, doch hatte der HELFENSTEINER als Lehensherr damit einen wichtigen Stützpunkt im unteren Brenztal. Um die gleiche Zeit muß die Feste Kaltenburg aus den Händen der Ritter von Kaltenburg an Helfenstein gelangt sein; im Jahre 1349 saß dort ein helfensteinischer Vogt.
Im Jahre 1331 übergab ein gewisser Wörtwin den Kirchensatz mit der Vogtei zu Flenheim dem Grafen Johann und gelobte, jährlich vier Malter Hafer zu Vogtrecht zu entrichten.
Graf Johann starb im Jahre 1332. Nun übernahmen die beiden Vettern Ulrich der Ältere, Sohn Johanns, unnd Ulrich der Jüngere, Sohn Ulrichs IV. (
1326) die Verwaltung der Hausbesitzungen.

 
 

 1313
  oo Adelheid von Hohenlohe, Tochter von Konrad
      um 1295/1300
22.9.1359
 
 
 
 

Kinder:

  Anna von Helfenstein
      
1350
 
  Katharina von Helfenstein
      

 
  oo Ulrich IV. Graf von Württemberg
       um 1320
24.7.1366
 
  Elisabeth von Helfenstein
     
1350
 
  Ulrich V. der Ältere Graf von Helfenstein
  um 1315
7.4.1372
 
 
 



Literatur:
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Bühler Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 242,259,268,404, 432/433,503,564,641,747,840,928,930,933,1185,1199 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 57 -