Norwich John Julius: Band II 385,448
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Alexios Komnenos hatte, gleich nachdem man ihm Guiscards Landung auf byzantinischem Territorium gemeldet hatte, ein dringendes Hilfegesuch an den Dogen Domenico Selvo gerichtet. Dessen hätte es indes vermutlich gar nicht bedurft, ging doch für Venedig durch die normannische Beherrschung der Straße von Otranto keine geringere Gefahr aus als für Byzanz. Selvo hatte jedenfalls nicht gezögert. Unter seinem persönlichen Kommando stach der Flottenverband sogleich in See, und bei Einbruch der Dunkelheit fiel er über die normannischen Schiffe her. Deren Besatzung leistete hartnäckig Widerstand, war aber einfach zu unerfahren im Seekrieg. Die venezianische Flotte griff auf die alte byzantinische List zurück, die Belisar schon mehr als 500 Jahre zuvor angewendet hatte, nämlich bemannte Beiboote auf die Rahnocken zu hieven und von dort auf die feindlichen Kräfte darunter herabzuschießen. Außerdem scheinen sie das Geheimnis des Griechischen Feuers gekannt zu haben, denn der normannische Chronist Gottfried Malaterra berichtet, sie hätten durch Rohre unter der Wasseroberfläche das sogenannte Griechische Feuer geblasen, welches im Wasser nicht erlösche, und auf diese Weise hinterlistig eines der normannischen Schiffe unter Wasser angezündet, so dass es ausbrannte. Solchen Taktiken und Waffen hatten die Normannen nichts entgegenzusetzen. Ihre Formation löste sich auf, die venezianischen Schiffe dagegen konnten sich den Weg in den sicheren Hafen Durazzo freikämpfen. Doch dadurch ließ sich Herzog Robert Guiscard noch lange nicht entmutigen. Das Landheer (klugerweise vor der Schlacht an Land gesetzt) war noch völlig intakt und richtete sich nun auf die Belagerung der Stadt ein. Alexios hatte seinen Verbündeten Georgios Palaiologos mit dem Auftrag in die Garnison von Durazzo entsandt, dem Feind unter allen Umständen so lange standzuhalten, bis er genügend Truppen gegen die Eindringlinge zusammengezogen habe. Da die Garnisonssoldaten wußten, dass bald Hilfe eintreffen würde, schlugen sie sich tapfer. Die Belagerung zog sich den ganzen Sommer über hin. Immer wieder gab es Ausfälle. Dabei kämpfte Palaiologos einmal einen ganzen Tag lang in der Bruthitze mit einer normannischen Pfeilspitze im Schädel. Am 15. Oktober traf Kaiser Alexios' Heer mit ihm an der Spitze ein. Drei Tage später erfolgte der Angriff. Die Normannen hatten bis dahin etwas nördlich von Durazzo Stellung bezogen und das Heer zur Schlacht formiert. Robert befehligte das Zentrum, sein Sohn Bohemund den linken Flügel landeinwärts und die lombardische Prinzessin Sichelgaita von Salerno, seine Frau, den rechten Flügel.
Wie immer wenn der Kaiser persönlich in den Kampf eingriff, scharte sich seine warägische Garde vollzählig um ihn. Zu dieser Zeit bestand sie zum großen Teil aus Angelsachsen, die nach der Schlacht bei Hastings England voller Abscheu den Rücken gekehrt hatten und in byzantinische Dienste getreten waren. Da viele von ihnen seit 15 Jahren darauf warteten, an den verhaßten Normannen Rache zu neh men, stürzten sie sich wutentbrannt in die Schlacht. Mit beiden Händen schwangen sie ihre riesigen Streitäxte über dem Kopf, ließen sie auf Pferd und Reiter gleichermaßen niedersausen und verbreiteten großen Schrecken unter den apulischen Rittern, von denen nur wenige jemals einer Front von Fußsoldaten begegnet waren, die nicht sofort beim Anstürmen der Kavallerie auseinandergebrochen wäre. Auch die Pferde gerieten in Panik. Schon nach kurzer Zeit herrschte auf dem ganzen rechten normannischen Flügel ein solches Durcheinander, dass viele ins offene Meer galoppierten, um der sicheren Abschlachtung zu entgehen. Da schlug gemäß zeitgenössischen Berichten Sichelgaitas größte Stunde. Anna Komnena schildert das Ereignis besonders anschaulich:
Als Roberts Frau Sichelgaita (die an seiner Seite ritt, eine zweite Pallas, wenn nicht gar Athene) die Soldaten weglaufen sah, blickte sie ihnen wild nach und rief mit dröhnender Stimme in ihrer Landessprache, was bei Homer etwa so lauten würde: "Wie weit wollt ihr noch fliehen? Haltet ein und erweist euch als Männer." Und als sie sah, dass sie weiter flohen, ergriff sie einen langen Speer und jagte den Flüchtlingen in gestrecktem Galopp nach. Bei ihrem Anblick rafften sie sich wieder auf und kehrten in die Schlacht zurück. Mittlerweile war auch Bohemunds linker Flügel zur Rettung eingeschwenkt, und zwar mit einer Abteilung Bogenschützen, gegen welche die Waräger machtlos waren, denn sie konnten mit ihren Äxten gar nicht an sie herangelangen. Und da sie der Hauptmasse des griechischen Heeres zu weit vorausgeeilt waren, fanden sie den Rückzug versperrt. So blieb ihnen keine andere Wahl mehr, als dort zu kämpfen, wo sie sich gerade befanden. Schließlich wichen die wenigen noch Lebenden und suchten Zuflucht in der nahe gelegenen Kapelle des Erzengels Michael. Diese setzten die Normannen sogleich in Brand - nun weit entfernt vom Monte Gargano -, und die Warägergarde kam fast vollzählig in den Flammen um.
Im Zentrum kämpfte Kaiser Alexios immer noch tapfer. Aber der beste Teil des byzantinischen Heeres war bei Mantzikert vernichtet worden, und der bunt zusammengewürfelte Haufen fremder Söldner, auf den er sich nun verlassen mußte, besaß weder die Disziplin noch die Ergebenheit, um gegen die normannischen Truppen aus Apulien die Oberhand zu gewinnen. Ein Entlastungsausfall von Durazzo aus, unter der Leitung von Georgios Palaiologos, hatte die Situation nicht entschärft. Als Alexios schließlich merkte, dass ihn sein Vasall, König Konstantin Bodin von Zeta, und auch ein ganzes Regiment von 7.000 Türken, das der seldschukische Sultan Suleiman entsandt und auf welches er große Hoffnung gesetzt hatte, im Stich ließen, schwand seine letzte Hoffnung auf den Sieg. Von seinen Leuten abgeschnitten, betrübt über die in der Schlacht gefallenen Nikephoros Palaiologos (Georgios' Vater) und Konstantios (Bruder Michaels VII.), geschwächt von Erschöpfung und Blutverlust und geplagt von starken Schmerzen, die von einer Stirnwunde herrührten, ritt er langsam ohne Begleitung über das Gebirge nach Ochrid zurück, um dort neue Kräfte zu sammeln und die Überreste seiner versprengten Streitmacht zu reorganisieren.
Durazzo vermochte sich noch vier Monate lang zu halten. Erst im Februar 1082 konnten die Normannen die Stadttore einrennen, und auch dies nur, weil ein venezianischer Einwohner zum Verräter geworden war (Malaterra zufolge soll er zur Belohnung die Hand einer Nichte Roberts gefordert haben). Nach dem Fall Durazzos ging die Eroberung schneller vonstatten. Die ansässige Bevölkerung leistete lange angesichts der Niederlage des Kaisers den vorrückenden Eindringlingen keinen Widerstand, und binnen weniger Wochen befand sich ganz Illyrien in normannischer Hand. Anschließend marschierte das normannische Heer in östlicher Richtung weiter nach Kastoria, und diese Garnison kapitulierte gleichfalls sofort, obwohl sie aus über 300 Mitgliedern der Warägergarde bestand. Die Entdeckung dieses Umstands beflügelte die Normannen noch mehr. Wenn nicht einmal die Elitetruppen des Reiches den weiteren Vormarsch aufhalten konnten, dann war Konstantinopel bereits so gut wie eingenommen.
Doch, ach, zu Roberts Unglück geschah nichts dergleichen. Im April, noch während er sich in Kastoria aufhielt, trafen Boten aus Italien mit der Nachricht ein, Apulien und Kalabrien hätten sich mit Waffengewalt erhoben, und ein großer Teil Kampaniens ebenfalls. Außerdem hatten sie ein Schreiben Papst Gregors VII. im Gepäck. Sein Erzfeind HEINRICH IV., deutscher König, stand vor den Toren Roms und forderte seine Krönung zum Kaiser des Westens. Die Anwesenheit Guiscards in der Heimat war also dringend erforderlich. Er übertrug seinem Sohn Bohemund den Oberbefehl und gelobte bei der Seele seines Vaters Tankred, sich den Bart nicht zu scheren, bevor er wieder in Griechenland sei; dann eilte er zur Küste zurück und setzte über die Adria.
Alexios hatte indes nicht allein Venedig um Hilfe gegen Robert Guiscard ersucht. Da ihm schon bei der Thronbesteigung die gegen ihn gerichteten Kriegsvorbereitungen nicht entgangen waren, hatte er unverzüglich nach potentiellen Verbündeten Ausschau gehalten. Ein Neffe Roberts eignete sich dazu ganz besonders: Abelard, der Sohn seines ältesten Bruders Hunfried, der, von seinem Onkel enterbt, in Konstantinopel Zuflucht gesucht hatte. Er war leicht dafür zu gewinnen, heimlich nach Italien zurückzukehren und mit Unterstützung seines Bruders Hermann und einem Batzen byzantinischen Goldes einen Aufstand dort anzuzetteln. In der Zwischenzeit schickte Kaiser Alexios einen Gesandten zu HEINRICH IV., um diesem die Gefahren einer ungehinderten Machtausbreitung Robert Guiscards vom Herzogtum Apulien aufzuzeigen. Der daraufhin erfolgte Gedankenaustausch führte zu einer Übereinkunft: Als Gegenleistung für einen feierlich beschworenen Beistandspakt schickte Alexios HEINRICH 360.000 Goldstücke, das Gehalt von 20 hohen Höflingen, ein goldenes und perlenbesetztes Brustkreuz, einen Kristallbecher, einen Pokal aus Achat und ein Reliquiar mit Einlegearbeiten in Gold, das Reliquien mehrerer, mit Hilfe von Namensschildchen identifizierbarer Heiliger enthielt. Der Vertrag kam Alexios zwar sehr teuer zu stehen, als er aber im Frühjahr 1082 von Roberts plötzlicher Abreise erfuhr, dürfte er sich gesagt haben, dass sich seine jüngsten diplomatischen Schritte nun auszahlten. Er hatte den Winter in Thessalonike verbracht, um Truppen für den Feldzug im folgenden Sommer auszuheben. Bohemund und sein Heer dehnten ihre Macht stetig über die ganzen westlichen Reichsprovinzen aus, und Robert würde über kurz oder lang zurück sein und dann gegen Konstantinopel marschieren. Wenn man dem normannischen Heer Widerstand leisten wollte, bedurfte es daher starker, gut ausgebildeter Verteidigungstreitkräfte. Aber Söldner kosten Geld - wie schon ihr Name sagt -, die Schatzkammer des Reichs stand leer, und von der bereits schwer von Steuern gedrückten byzantinischen Bevölkerung noch mehr zu verlangen, wäre einer Aufforderung zum Aufstand gleichgekommen. Alexios wandte sich an seine Mutter Anna Dalassena, an seinen Bruder und seine Frau, und sie stellten allesamt soviel zur Verfügung, wie sie konnten, indem sie ihre Ausgaben auf das Notwendigste beschränkten. Dennoch reichte dies alles für sein Vorhaben bei weitem nicht aus. Schließlich berief sein Bruder Isaak Sebastokrator in der Hagia Sophia eine Synode ein und erklärte nach altem kanonischem Recht, nach weichem Kirchengold und -silber eingeschmolzen und zur Auslösung byzantinischer Kriegsgefangener verwendet werden durfte, den gesamten Kirchenschatz für konfisziert. In der ganze byzantinischen Geschichte kennt man nur einen einzigen vergleichbaren Vorfall: Nach dem Einmarsch des persischen Königs Chosrau II. im Jahre 618 hatte Patriarch Sergios aus eigenem Antrieb den Reichtum aller Kirchen und Klöster dem Staat zur Verfügung gestellt; Kaiser Herakleios hatte dieses Angebot dankbar angenommen. Nun ging die Initiative von staatlicher Seite aus, und diesmal ließ die Geistlichkeit den alten Gemeinschaftsgeist vermissen und verhehlte ihren Mißmut nicht. Es blieb ihr indes nichts anderes übrig, als sich zu fügen. Auf diese Weise war Alexios imstande, sein Heer neu aufzubauen. Doch auch dieses Heer vermochte Bohemunds Vormarsch im ersten Jahr nicht aufzuhalten. Nach zwei weiteren wichtigen Siegen bei Janina und Arta drängte er die byzantinischen Truppen nach und nach zurück, bis ganz Makedonien und der überwiegende Teil Thessaliens in normannische Gewalt gebracht war. Erst im Frühjahr 1083 vermochten die kaiserlichen Truppen bei Larissa den Gang der Ereignisse umzukehren. Der Plan war simpel. Als Alexios sah, dass es zur Schlacht kommen würde, vertraute er die Hauptmasse des Heeres mit allen kaiserlichen Standarten seinem Schwager Georgios Melissenos und einem anderen fähigen Feldherrn, namens Basilios Kurtikios, an. Sie hatten Befehl, dem Feind zunächst entgegenzumarschieren, und wenn sich dann die beiden Schlachtreihen gegenüberstanden, plötzlich wie in wilder Flucht davonzulaufen. In der Zwischenzeit schlichen er und ein Trupp sorgfältig ausgewählter Elitesoldaten sich im Schutz der Nacht zu einem Hinterhalt im Rücken des normannischen Lagers. Als Bohemund bei Tagesanbruch das Heer mit den Standarten erblickte, blies er sogleich zum Angriff. Melissenos und Kurtikios führten ihren Befehl getreulich aus, und schon nach kurzer Zeit stürmte das byzantinische Heer in die vorgegebene Richtung davon, und die normannischen Verbände folgten ihm blindlings. Unterdessen überrannten Alexios und seine Leute das feindliche Lager, metzeltem die dort Zurückgebliebenen nieder und machten große Beute. Danach waren Bohemund und seine Leute gezwungen, die Belagerung von Larissa aufzugeben und sich nach Kastoria zurückzuziehen. Von diesem Augenblick an war er verloren. Entmutigt, heimwehkrank und angesichts des längst überfälligen Solds und der fürstlichen Belohnungen, die Alexios allen Deserteuren auszurichten versprach, zusätzlich demoralisiert, bröckelte das normannische Heer auseinander. Bohemund mußte nach Italien zurückkehren, um mehr Geldmittel aufzubringen; seine Heerführer kapitulierten, sobald er ihnen den Rücken gekehrt hatte. Als nächstes eroberte eine venezianische Flotte Durazzo und Korfu zurück. Gegen Endes des Jahres 1083 beschränkte sich das von den Normannen gehaltene Territorium auf dem Balkan wieder auf ein oder zwei Inseln vor der Küste und einen schmalen Küstenstreifen.
Einige Wochen nach der Eroberung Roms machte Robert Guiscard sich auf den Weg zurück nach Griechenland. Anna Komnena hatte Grund für ihre Feststellung, dass er äußerst hartnäckig war. Trotz seiner 68 Jahre ließ er sich vom Umstand, dass er seinen Feldzug noch einmal ganz von vorn anfangen mußte, offenbar nicht im geringsten entmutigen. Schon im Herbst 1084 war er wieder da, zusammen mit seinen Söhnen Bohemund, Roger und Guy und einer neuen Flotte von 150 Schiffen. Bei seinem Aufbruch hätten die Zeichen kaum ungünstiger stehen können. Stürmisches Wetter hielt die Schiffe zwei Monate in Butrinto fest. Und als sie schließlich nach Korfu übersetzen konnten, wurden sie von einer venezianischen Flotte aufgebracht und auf offener See zweimal innerhalb dreier Tage tüchtig geschlagen. Die Verluste wogen so schwer, dass die venezianischen Pinassen mit der Siegesmeldung in die Lagune zurückkehrten. Aber sie hatten Guiscard unterschätzt. Zwar befanden sich nur noch ganz wenige normannische Schiffe in so gutem Zustand, dass eine dritte Schlacht gewagt werden konnte. Als Robert die Pinassen aber am Horizont verschwinden sah und die Gelegenheit witterte, den Feind zu überrumpeln, sammelte er geschwind alle noch seetauglichen und warf sie in einem letzten Ansturm nach vorn. Seine Rechnung ging vollkommen auf, denn die Venezianer waren völlig unvorbereitet. Zudem lagen ihre großen Galeeren, die ihren Ballast bereits abgeworfen hatten, so hoch im Wasser, dass viele kenterten, als in der Hitze der Schlacht die gesamte Besatzung an Soldaten und Matrosen auf eine Seite des Decks eilte. (Zumindest behauptet dies Anna Komnena, obwohl ihre Geschichte mit dem, was man von dem Können der venezianischen Seefahrer weiß, fast nicht in Einklang zu bringen ist.) Nach Annas Bericht kamen 13.000 Venezianer um, und 2.500 gerieten in Gefangenschaft; bei deren anschließender Verstümmelung durch die Sieger verweilt sie mit jener morbiden Lust, die zu ihren unsympathischen Charakterzügen gehört. Nach dem Fall Korfus begab sich ein rundum zufriedenes und hoffnungsvolleres Heer in seine Winterquartiere auf dem Festland. Doch im Verlauf des Winters tauchte eine neue Feindmacht auf, und sie wirkte sich auf Guiscards Leute tödlicher aus als das venezianische und das byzantinische Heer zusammen. Es brach eine heftige Seuche aus (vermutlich Typhus), die kein Erbarmen kannte. Bis zum Frühjahr waren 500 normannische Ritter tot und ein großer Teil des Heeres kampfunfähig. Doch selbst da blieb Robert zuversichtlich und guter Dinge. Von seiner engeren Familie war nur Bohemund erkrankt und zur Genesung nach Bari geschickt worden. Als Robert sich im Frühsommer entschloß, mit seinen Leuten wieder aufzubrechen, schickte er Roger Borsa zur Eroberung Kephallonias voraus. Ein paar Wochen später folgte er ihm nach. Doch auf der Fahrt Richtung Süden spürte er, wie die bedrohliche Krankheit ihre Hand nach ihm ausstreckte. Als sein Schiff am Kap Ather an der Nordspitze Kephalionias eintraf, war er sterbenskrank. Man ging bei der ersten Gelegenheit in einer kleinen, geschützten Bucht vor Anker, die heute noch zum Andenken an ihn Phiscardo heißt, und dort starb er am 17. Juni 1085 im Beisein seiner treuen und tüchtigen Gefährtin Sichelgaita.