Friedrich                                          Graf von Eilenburg
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um 960-5.1.1017
            Eilenburg
 

Sohn des Grafen Dietrich I. von Buzici
 

Schwennicke Detlev: Tafel 150
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

FRIEDRICH VON EILENBURG
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        + Eilenburg 6.I.1017

vor 10009 Burggraf von MEISSEN
Herr von EILENBURG

  oo N.N.



Thiele Andreas: Tafel 182
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

FRIEDRICH
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    + 1017

Graf von Eilenburg, Herr des alten Hausgutes im Gau Siusili, Stütze der OTTONEN, besonders gegen Polen; Zeit von Slawenunruhen; 1009/10 Regent der Mark Maißen.



Posse, Otto: Tafel 1 Seite 40
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

9. FRIEDRICH VON EILENBURG
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           +  Eilenburg 5. Januar 1017

Besaß das alte Eigengut der WETTINER: Eilenburg (im Gau Siusili). Nach dem Tod des Grafen Bio von Merseburg (997) übertrug ihm König OTTO III. den Gau Siusili. Nach dem Tode seines Bruders Dedi I. (1009) erhielt er die Grafschaft im nördlichen Hassegau. Kurz vor seinem Tode trat er Eilenburg seinem Neffen Dietrich ab, während die übrigen Eigengüter an die drei Töchter Friedrichs fielen.

10. Oda
11. Hilda
12. Hidda

9. Friedrich.

Beilage I, 1. -
Ann. Saxo (SS. 6, 630): A 983. Qui Dedo natus ex  Teoderico, egregie libertatis viro fratrem hebebat Fridericum, virum valde prudentem.
Thietmar 7, 35 (SS. 3, 852): Imperator a Palithi, ubi celebravit natale Domini, exiens, in Altstidi epiphaniam Domini sollempniter peregit, et in sacra nocte eadem Frithericus comes, fidelis Christo et seniori suo, obiit in civitate sua Ilburg dicta. Hic quia sapiens erat et sibi finem hujus vitae jam  appropinquare cernebat, predictam civitatem fratris suimet filio, nomine Thiedrico, ea racione dedit, ut cum laude sua, quia heres suimet fuit et aliter hoc legitime fieri non potuit, liceret sibi tribus suis filiabus predium omne, quod remasit, tradere. Hujus comitatum et super Siusili pagum potestatem ille Thiedricus imperatoris munere post suscepit.
Vgl. Posse a. O. 2225,231f.



Schwarz Hilmar: Seite 159
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation B

(2) FRIEDRICH, Graf von Eilenburg
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    + 5. Januar 1017
     Eilenburg

Töchter: (4) bis (6)



Friedrich besaß das alte Eigengut der WETTINER Eilenburg im Gau Siusili. Nach dem Tode des Grafen Bio von Merseburg (997) übertrug ihm Kaiser OTTO III. den Gau Siusili. Nach dem Tode seines Bruders Dedi (1009) erhielt er die Grafschaft im nördlichen Hassegau. Friedrich trat wiederholt als Burggraf von Meißen auf. Kurz vor seinem Tode trat er Eilenburg seinem Neffen Dietrich II. ab, während die übrigen Eigengüter an seine drei Töchter fielen.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 231
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Graf Friedrich aber, der Onkkel [patruus] des Grafen Dietrich <II.>, der Bruder Dedis <I.>, übergab, als er sterben sollte, weil er keine männlichen Nachkommen hatte, sondern drei Töchter, seine Burg Eilenburg ebendiesem Dietrich, damit der, weil er sein Erbe war, mit seiner Zustimmung sein ganzes übriges Gut seinen Töchtern übergebe. Er starb aber in ebendieser Burg in der heiligen Nacht der Epiphanie des Herrn <vom 5. und 6. Januar 1017>. Seine Grafschaft <also Eilenburg> sowie die Hoheit über den Gau Siusili [Suselitz] <um Landsberg und Brehna> empfing späterhin der vorgenannte Graf Dietrich <II.> vom Kaiser zum Lehen.

Schölkopf, Ruth:
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"Die sächsischen Grafen 919-1024"

Als Bruder Dedis ist Friedrich mehrfach bezeugt. Der Name mag über eine Frau in die Familie gekommen sein. Ein genauer Nachweis ist nicht möglich, da wir die Gattin seines Vaters nicht kennen. Graf Friedrich stand gleichfalls in einem engen Dienstverhältnis zum Markgrafen Ricdag. Er wurde als sein Amicus et satelles, was eine Blutsverwandtschaft zweifelhaft erscheinen läßt. Markgraf Ricdag übertrug ihm in seiner Eigenschaft als Markgraf von Meißen die Schutzaufsicht über die Burg Meißen. Im Jahre 1009 nach der Absetzung Guncelinsvertraute ihm HEINRICH II. erneut vorübergehend die Aufsicht über die Reichsburg an. Die gleiche Funktion als Burggraf übte er 1015 nach Beendigung des polnischen Feldzuges aus. Friedrich verwaltete nachweisbar eine Grafschaft Quezzi in burgwardo Ilburg, aus dem der Ort Gubici einem königlichen Kämmerer übereignet wurde. Thietmar nannte die civitas Eilenburg als Herrschaftsgebiet und Eigentum Friedrichs. Er hatte keine männlichen Nachkommen, sondern drei Töchter unbekannten Namens. Deshalb schloß er mit seinem Neffen Dietrich, Dedis und der ThietburgasSohn, der heres suimet fuit, einen Erbschaftsvertrag, da er als aliter hoc legitime fieri non potuit. Laut Vertrag fiel diesem die civitas sua Ilburg unter der Bedingung zu, dass alles übrige Gut Friedrichs Töchtern vorbehalten bleieben sollte. Man folgerte auf Grund dieses Erbganges, dass die WETTINER nordschwäbischen Ursprungs seien, da nach nordschwäbischem Recht die Frauen erblos blieben. Dagegen erhebt sich der Einwand, dass Friedrich seinem Neffen die Stadt Eilenburg ea ratio dedit, ut cum laude sua liceret, sibi tribus suis filiabus predium omne, quod remansit tradere. Graf Friedrich starb am 6. Januar 1017.

Ludat, Herbert: Seite 24
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"An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa"

Der mächtige Graf Wilhelm von Weimar und Markgraf Rikdag zählten neben Gisiler von Magdeburg offenbar zu Heinrichs Stützen [156 Das ergibt sich aus Thietmars Darstellung (vgl. M. Uhlirz, Jbb. Ottos III. zum Jahre 984, und Reg. Imp. Ottos III., Nr. 956 m/1, t/1, m/2). Daß Markgraf Rikdag als Inhaber der markgräflichen Gewalt im Bereich von Merseburg, Zeitz und Meißen nicht zu Heinrichs Gegnern gehört haben kann, ergibt sich m. E. deutlich genug daraus, daß Heinrich hier den Schwerpunkt seiner Macht besaß und Friedrich von Eilenburg, Vasall und zugleich naher Verwandter Rikdags, an der Auslieferung Meißens an Boleslav II. von Böhmen unmittelbar beteiligt gewesen ist (vgl Thietmar IV, 5). Dabei ist zu erinnern, daß dieser Friedrich sich zusammen mit seinem Bruder Dedi (Ziazo) einige Monate zuvor noch in Hohenassel im Kreis der Gegner Heinrichs befunden hatte. Auch diese Tatsache können m. E. als Indiz dafür gewertet werden, daß die Spannungen zwischen dem PIASTEN- und PREMYSLIDEN-Haus sich damals bereits abzeichneten und Boleslaw Chrobry um diese Zeit die Ehe mit der Tochter Rikdags aufgelöst hatte (vgl. die folgenden Ausführungen.)], Dietrich von der Nordmark stand vielleicht nur ganz kurze Zeit auf seiner Seite; Ekkehard aber war von Anfang an untter seinen Gegnern.

Pätzold Stefan: Seite 14-15,105
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

Friedrich I. verwaltete gemeinsam mit seinem Bruder Dedo den Burgward Zörbig [41 Vgl. zu Friedrich Posse, Nachlaß, Seite 16f. sowie O. Posse, Meißen, Seite 229-231 und R. Kötzsche/H. Kretschmar, Seite 72.]. Möglicherweise betraute ihn HEINRICH II., zu dessen verläßlichen Gefolgsleuten der WETTINER nach dem Urteil Thietmars gehörte, in den Jahren 1009 und 1015 auch mit der zeitweiligen Burghut in Meißen. Dass sich Friedrich 1012 in der Umgebung des Magdeburger Erzbischofs Walthard aufhielt, spricht ebenfalls für ein hohes Ansehen im Markengebiet. Zu seinen Herrschaftsgrundlagen zählten neben dem Eigengut die "civitas" Eilenburg, einer der wichtigsten Orte in der Ostmark, sowie Grafenrechte im Gau Quezizi. Als Friedrich im Januar 1017 starb, hinterließ er seinen drei Töchtern den gesamten Allodialbesitz und übertrug Eilenburg seinem Neffen Dietrich, da er selbst keinen männlichen Nachkommen besaß [46 Ebd. VII 50, Seite 460, Zeile 4-12; vgl. Lübke, Regesten 4, 509 - Nach Thietmars Bericht bedurfte Graf Friedrich der Zustimmung des Neffen, um den Allodialbesitz seinen Töchtern vererben zu können; vgl. dazu R. Schölkopf, Seite 103, K. J. Leyser, Herrschaft und Konflikt. König und Adel im ottonischen Sachsen, Seite 99f. sowie schließlich K. Kroeschell, Erbrecht, Seite 104-116.].
Schon die ersten WETTINER begegnen im Umfeld der Erzbischöfe von Magdeburg. So fungieren möglicherweise bereits Rikdag und Friedrich I. in den siebziger Jahren des 10. Jahrhunderts als Magdeburger Domvögte [146 DD O II. 64a (973) und 177 (978) Eine zweifelsfreie Identifizierung der beiden Adligen mit den WETTINERN ist allerdings nicht möglich, da zu dieser Zeit mindestens noch jeweils ein weiterer Adliger gleichen Namens lebte, nämlich Rikdag, der Burggraf von Meißen, sowie der sächsische Pfalzgraf Friedrich. Vgl. dazu D. Claude, Band 2, Seite 244 und unten Seite 225.].

Leyser, Karl J.: Seite 100
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"Herrschaft und Konflikt. König und Adel im ottonischen Sachsen"

Als andererseite der WETTINER Graf Friedrich (+ 1017) einen möglichst großen Teil seines predium seinen drei Töchtern hinterlassen wollte, übertrug er seinen Hauptsitz, die Eilenburg, seinem Neffen Dietrich, Graf Dedis Sohn, "weil er doch sein Erbe war und weil es auf andere Weise rechtlich nicht möglich gewesen wäre", das heißt ohne Dietrichs Einwilligung und Wohlwollen [Thietmar VII 50 Seite 460, eine berühmte Stelle, die zu vielen Auslegungen Anlaß gegeben hat.]

Eickhoff Ekkehard: Seite 109
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"Theophanu und der König. Otto III. und seine Welt."

Auf dem Heimweg erschienen die Böhmen 984 vor den Mauern von Meißen. Burggraf Rikdag führte dort das Kommando. Wagio, der Anführer des böhmischen Aufgebots, begann Verhandlungen mit den Leuten der Burg. Graf Friedrich von Eilenburg, Freund und Vasall der Markgrafen von Meißen, wurde bewogen, zu einem Gespräch in die Nikolaikirche vor den Mauern der Burg zu kommen. Kaum war er dort eingetreten, als man die Türe hinter ihm zuschlug; gleichzeitig drangen die Böhmen in Meißen ein. Bei diesem Handstreich wurde der arglose Burggraf Rikdag unterhalb des Burgfelsens, wo der Triebischbach in die Elbe fließt, meuchlings erschlagen. Es scheint, als sei Wagio bei dem Überfall im Einvernehmen mit den slavischen Einwohnern Meißens gewesen; jedenfalls hören wir nichts von Gegenwehr der Besatzung. Bolelsav legte eine Mannschaft aus seinem Heer in ihre Mauern und gedachte, den Besitz der Burg für sich zu behaupten. Er ließ sich eine Residenz in der Burg errichten und zog wenig später dort ein. Bischof Folkold wurde vertrieben. Da der Markgraf von Meißen - mit Namen Rikdag wie sein ermordeter Stellvertreter, der Burggraf - gleichzeitig bei Herzog Heinrichs Gemahlin Gisela in Merseburg war, und da sein Freund Friedrich von Eilenburg bei dem Handstreich am Leben blieb, richtete sich schnell der Verdacht gegen den Zänker.
 
 
 

  oo N.N.
            -
 
 
 
 

Kinder:

  Oda
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  Hilda
        -

  Hidda
         -
 
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 231 - Claude, Dietrich: Geschichte des Erzbistums Magdeburg bis ins 12. Jahrhundert, Mitteldeutsche Forschungen 67, Böhlau Verlag Köln 1972 Band I Seite 256 - Eckhardt Karl August: Genealogische Funde zur allgemeinen Geschichte. Deutschrechtlicher Instituts-Verlag Witzenhausen 1963 Seite 164-190 - Eickhoff Ekkehard: Theophanu und der König. Otto III. und seine Welt. Klett-Cotta Stuttgart 1996 Seite 109 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 391 - Leyser, Karl J.: Herrschaft und Konflikt. König und Adel im ottonischen Sachsen, Vandenhoec & Ruprecht Göttingen 1984 - Ludat, Herbert: An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa, Böhlau Verlag Weimar 1995 Seite 118 Anm. 156 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 11,13,86,105,114,122,125,139,152,159,182,225,239,272,275, 340,342 - Posse, Otto: Die Markgrafen von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke& Devrint Verlag Leipzig 1881 Seite 225,229-231 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 1 Seite 40 - Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan: Otto III. Heinrich II. Eine Wende? Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1997 Seite 126 - Schölkopf, Ruth: Die sächsischen Grafen 919-1024, Göttingen 1957 Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 159 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 150 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 182 - Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 116,118,298,302, 318,378,408 -