Theobald II.                                             Graf von Blois (996-1004)
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ca 985-30.9.1004
 

Sohn des Grafen Odo I. von Chartres und Tours und der Bertha von Burgund, Tochter von König Konrad
 

Brandenburg Erich: Tafel 2 Seite 4
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IX. 10. THEOBALD II., Graf von Blois 996
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            * ca. 985, + wohl 1004 30. IX.



Glocker Winfrid: Seite 324
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik"

VII, a. 42 THEOBALD II., 996 Graf von Blois
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* c 985, + (1004) IX 30

Die Nachweise für Theobald II. von Blois hat Landsberger, Odo I. Seite 17ff., zusammengestelt. Den bei Brandenburg IX, 9 aufgeführten Sohn Graf Odos I. und seiner Gemahlin Bertha namens Robert hat es nicht gegeben, wie Werner VIII, 6-9 nachgewiesen hat.



Werner Karl Ferdinand: Seite 475
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation)"

VIII. Generation
6-9
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Von den Kindern, die Liutgard/Ledgard, die Tochter Heriberts II., aus ihrer 2. Ehe mit Graf Tedbald von Blois, Chartres, Chateaudun, Vicomte von Tours hatte, ist der Älteste, der den Namen des Vaters trug, schon 962 (im Sommer) in der Schlacht bei Ermentrouville gefallen, im Kriege seines Vaters mit dem Herzog der Normandie.
Kaum viel später als er dürfte Hugo geboren sein, der nicht erst "vor 978 5. II.", wie Brandenburg meint, sondern schon 969 Erzbischof von Bourges wurde, vgl. A. Gandilhon, Catalogue des actes des archeveques de Bourges anterieurs a l'an 1200, Bourges-Paris 1927, Seite XIX.
Wir dürfen annehemen, daß Hugo von vornherein für die geistliche Laufbahn bestimmt war, da Tedbald dem Vater in seinen Grafschaften folgen sollte. Erst durch Tedbalds frühen Tod wurde Odo, in dem wir, im Gegensatz zu Brandenburg, den jüngeren Bruder Hugos zu sehen haben, zum Nachfolger im väterlichen Machtbereich.
Brandenburg gibt zu Hugo keinen Todestag, nur das Todesjahr 985. Den richtigen Todestag, I 2, gibt das Nekrolog von Notre-Dame de Chartres (vgl. Gandilhon, 1. c., der aber irrierweise dieser Angabe den vermeintlichen Eintrag eines Carrulars der Abtei Marmoutier bei Tours vorzieht. Es handelt sich um das absolut unzuverlässige Werrk von Dom C. Chantelou, Cartulaire tourangeau, Tours 1879, das keineswegs eine Rekonstruktion des verlorenen Cartulars der Abtei Marmoutier für die Touraine darstellt.)
Zur 2. Ehe Berthas, die sich nach Odos I. Tod mit Robert II. verband (die Ehe wurde auf päpstliches Betreiben, nach anfänglichem Widerstand König Roberts, wegen zu naher Verwandtschaft aufgelöst) vgl. Bradenburg X 137 (Seite 67).
Bemerken wir, daß Bertha aus ihrer Ehe mit Odo nie einen Sohn namens "Robert" hatte, wie Brandenburg IX, 9 angibt. Einziger, vermeintlicher Beleg ist eine Zeugenliste inder von Newman, Catalogue des actes de Robert II., 135f. als Fälschung des 12. Jahrhunderts eingestuften Urkunde von 989: S Hugonis regis, S. Oddonis comitis, S. Roberti filii eius, S. Tedbaldi filii eius, S. Oddonis, alterius filii eius. Man hat längst bemerkt, daß das alterius nur zwei Söhne Odos I. voraussetzt, Tedbald II. und Odo II. In Robert sah man den an die falsche Stelle gesetzten Robert II., Sohn König Hugos. In Wahrheit ist für "filii eius" bei Robert vicecomitis zu lesen, und gemeint ist der Aussteller der Urkunde, der Vicomte Robert von Blois, der ohne diese von uns vorgeschlagene Richtigstellung in der Subskription seiner Urkunde gar nicht erschiene!
Da Tetbald II. kurz vor seinem Tode 1004 zum Bischof von Chartres gewählt worden war und vergebliche Versuche unternahm, die päpstliche Genehmigung zu erlangen, wird seine Geburt und damit das Datum der Ehe Berthas mit Odo I. früher als c 983 (so Brandenburg) anzusetzen sein. In einer Urkunde, die wie die eben zitierte vom Vicomte Robert von Blois für die Abtei Notre Dame d'Evron (Dep. Mayenne) ausgestellt wurde (Cartulaire de S.-Pere de Chartres, ed. B. Guerard, 1, 77-79), erscheinen nebeneinander, in der durchaus unverdächtigen Zeugenliste, nach Herzog Hugo (Capet), Graf Odo und seinem Bruder, dem Erzbischof Hugo von Bourges, S. Letgardis comitissae, S. Berte comitisse.
Man hat diese Urkunde auf 985 datiert, ausgehend von dem in ihr erwähnten Tod des Abtes Wibert von S.-Pere. Das Jahr von dessen Tod ist aber gar nicht genau bekannt; der Herzog datiert seine Abtszeit bis c 980, die letzte datierte Urkunde, die ihn nennt, ist von 967 III 8.
Es ergibt sich, daß nicht nur Ledgard, die Gattin Tedbalds I., bis c 980 gelebt hat (siehe oben VII, 7), sondern daß um diese Zeit Odo I., seit 975 Graf von Blois, schon mit der burgundischen Königs-Tochter Bertha vermählt war.



Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 2 Seite 4 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 49 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 VII,44 Seite 324 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Seite 475 -