Sohn des Grafen
Odo I. von Chartres und Tours und der Bertha
von Burgund, Tochter von
König
Konrad
Brandenburg Erich: Tafel 2 Seite 4
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IX. 10. THEOBALD II., Graf von Blois 996
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* ca. 985, + wohl 1004 30. IX.
VII, a. 42 THEOBALD II., 996 Graf von Blois
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* c 985, + (1004) IX 30
Die Nachweise für Theobald II. von Blois hat
Landsberger, Odo I. Seite 17ff., zusammengestelt. Den bei Brandenburg IX,
9 aufgeführten Sohn Graf Odos I. und seiner Gemahlin Bertha
namens Robert hat es nicht gegeben, wie Werner VIII, 6-9 nachgewiesen hat.
VIII. Generation
6-9
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Von den Kindern, die Liutgard/Ledgard,
die Tochter Heriberts II., aus ihrer
2. Ehe mit Graf Tedbald von Blois, Chartres, Chateaudun,
Vicomte
von Tours hatte, ist der Älteste, der den Namen des Vaters trug,
schon 962 (im Sommer) in der Schlacht bei Ermentrouville gefallen, im Kriege
seines Vaters mit dem Herzog der Normandie.
Kaum viel später als er dürfte Hugo
geboren sein, der nicht erst "vor 978 5. II.", wie Brandenburg meint, sondern
schon 969 Erzbischof von Bourges wurde, vgl. A. Gandilhon, Catalogue des
actes des archeveques de Bourges anterieurs a l'an 1200, Bourges-Paris
1927, Seite XIX.
Wir dürfen annehemen, daß Hugo von vornherein
für die geistliche Laufbahn bestimmt war, da Tedbald
dem Vater in seinen Grafschaften folgen sollte. Erst durch Tedbalds frühen
Tod wurde Odo, in dem wir, im Gegensatz zu Brandenburg, den jüngeren
Bruder Hugos zu sehen haben, zum Nachfolger im väterlichen Machtbereich.
Brandenburg gibt zu Hugo keinen Todestag, nur das Todesjahr
985. Den richtigen Todestag, I 2, gibt das Nekrolog von Notre-Dame de Chartres
(vgl. Gandilhon, 1. c., der aber irrierweise dieser Angabe den vermeintlichen
Eintrag eines Carrulars der Abtei Marmoutier bei Tours vorzieht. Es handelt
sich um das absolut unzuverlässige Werrk von Dom C. Chantelou, Cartulaire
tourangeau, Tours 1879, das keineswegs eine Rekonstruktion des verlorenen
Cartulars der Abtei Marmoutier für die Touraine darstellt.)
Zur 2. Ehe Berthas,
die sich nach Odos I. Tod mit Robert II.
verband
(die Ehe wurde auf päpstliches Betreiben, nach anfänglichem Widerstand
König
Roberts, wegen zu naher Verwandtschaft aufgelöst) vgl.
Bradenburg X 137 (Seite 67).
Bemerken wir, daß Bertha
aus
ihrer Ehe mit Odo nie einen Sohn namens "Robert" hatte, wie Brandenburg
IX, 9 angibt. Einziger, vermeintlicher Beleg ist eine Zeugenliste inder
von Newman, Catalogue des actes de Robert II., 135f. als Fälschung
des 12. Jahrhunderts eingestuften Urkunde von 989: S
Hugonis
regis,
S. Oddonis comitis,
S. Roberti
filii eius,
S. Tedbaldi filii eius,
S. Oddonis,
alterius
filii eius. Man hat längst bemerkt, daß das alterius
nur zwei Söhne Odos I. voraussetzt,
Tedbald II. und
Odo II. In Robert sah
man den an die falsche Stelle gesetzten Robert
II., Sohn König Hugos.
In Wahrheit ist für "filii eius" bei Robert vicecomitis
zu lesen, und gemeint ist der Aussteller der Urkunde, der Vicomte Robert
von Blois, der ohne diese von uns vorgeschlagene Richtigstellung in der
Subskription seiner Urkunde gar nicht erschiene!
Da Tetbald II. kurz vor seinem Tode 1004
zum Bischof von Chartres gewählt worden war und vergebliche
Versuche unternahm, die päpstliche Genehmigung zu erlangen, wird seine
Geburt und damit das Datum der Ehe Berthas
mit Odo I. früher als c 983 (so Brandenburg) anzusetzen sein.
In einer Urkunde, die wie die eben zitierte vom Vicomte Robert von Blois
für die Abtei Notre Dame d'Evron (Dep. Mayenne) ausgestellt wurde
(Cartulaire de S.-Pere de Chartres, ed. B. Guerard, 1, 77-79), erscheinen
nebeneinander, in der durchaus unverdächtigen Zeugenliste, nach Herzog
Hugo (Capet), Graf Odo und seinem Bruder, dem Erzbischof
Hugo von Bourges, S. Letgardis comitissae,
S.
Berte
comitisse.
Man hat diese Urkunde auf 985 datiert, ausgehend von
dem in ihr erwähnten Tod des Abtes Wibert von S.-Pere. Das Jahr von
dessen Tod ist aber gar nicht genau bekannt; der Herzog datiert seine Abtszeit
bis c 980, die letzte datierte Urkunde, die ihn nennt, ist von 967 III
8.
Es ergibt sich, daß nicht nur Ledgard,
die Gattin Tedbalds I., bis c 980 gelebt hat (siehe oben VII, 7),
sondern daß um diese Zeit Odo I., seit 975 Graf von Blois,
schon mit der burgundischen Königs-Tochter
Bertha vermählt war.