Tochter des Molosser-Königs Neoptolemos
I. von Epeiros aus dem Hause der
AIAKIDEN
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 292
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Olympias
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Tochter des molossischen Königs Neoptolemos, Frau Philipps II. und Mutter von Alexander dem Großen (* 356 v. Chr.) und Kleopatra. Angeblich hing sie dem Dionysioskult an, und sicher war sie leidenschaftlich und dominierend. Olympias hielt es mit den anderen Frauen Philipps nicht aus; sie verließ ihn und kehrte nach seinem Tod zurück, wobei sie sich den ehemaligen Rivalinnen gegenüber grausam verhielt. Alexander hing an ihr, ließ sie aber an der Regierung Makedoniens nicht teilhaben. Sie haßte Antipatros, der aber dennoch in all den Jahren von Alexanders Abwesenheit das Königreich beherrschte. Nach Alexanders Tod wandte sich Olympias wieder gegen Antipatros bzw. nach dessen Tod gegen seinen Sohn Kassandros. Mit Hilfe von Polyperchon gelang es ihr, die Macht in Makedonien zu erreichen. Sie mißbrauchte aber ihren Einfluß (zum Beispiel tötete sie - neben vielen anderen - Philipp III., den schwachsinnigen Sohn Philipps II.). Kassandros konnte Makedonien zurückgewinnen und Olympias gefangennehmen. Nach einem Militärprozeß wurde Olympias hingerichtet.
Literatur:
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Berve, Das Alexanderreich 2, 283 ff.
Tochter des Molosser-Königs Neoptolemos I.
Seit 357 verheiratet mit Philipp
II. von Makedonien, Mutter Alexanders
des Großen und Kleopatras.
Mit ihrer Hilfe wurde ihr Bruder Alexander I.
König der Molosser. Wegen Philipps letzter
Heirat (337) zog sie sich vorübergehend nach Epirus zurück und
übte nach dessen Ermordung (336), an der sie wohl Anteil hatte, blutige
Rache. 318 zugunsten ihres Enkels, Alexander
IV., mit Polyperchon und Eumenes von Kardia verbündet
(317 Ermordung des Philippos Arridaios,
des Halbbruders Alexanders des Großen
und Tod Eurydikes), wurde
Olympias, eine der dämonischsten Herrscherinnen der
Weltgeschichte, 316 von Kassander bei
Pydna gefangengenommen und auf dessen Veranlassung ermordet.
PHILIPP
II.
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* um 382 v.u.Z. † 336 v.u.Z.
ermordet
4. oo OLYMPIAS VON EPIROS
†
Tochter des Königs Nepotolemos I.
Olympias I. war Königin
von Epiros, 323 Regentin von Makedionien gegen Euridike
II., die sie ermorden ließ. 316 v.u.Z. durch Kassandros
hingerichtet. Sie war eine der blutrünstigsten und hemmunglosesten
Frauengestalten der antiken Geschichte.
OLYMPIAS I.
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* 375 v.u.Z. † 316
v.u.Z. ermordet
oo 357 v.u.Z.
PHILIPP II., König
von Makedonien
† 336 v.u.Z.
Olympias wurde im
Jahre 357 v.u.Z. mit König Philipp II. von
Makedonien vermählt, der während der Hochzeitsfeierlichkeiten
seiner Tochter Kleopatra mit Alexander
I. von Epiros mit Wissen seiner Frau ermordet wurde. Olympias
verdrängte
ihre Tochter und ihren Enkel Neoptolemos II.
und wurde Regentin in Epiros. 323 v.u.Z. wurde sie völlig in
die Nachfolgekriege der Diadochen hineingezogen. Sie streute das Gerücht
aus, dass ihr Sohn Alexander der Große
durch die Sippe des Antipatros I. vergiftet wurde, gegen die sie
zu wüten begann. Der Mord am Mann wurde erklärt durch die Tatsache,
dass sie 337/36 v.u.Z. nach Epiros verdrängt wurde durch Philipps
siebente
Frau, die sie bestialisch ermorden ließ. Ab 318 v.u.Z. war sie Regentin
von Makedonien für ihren Enkel Alexander
IV., geriet 316 v.u.Z. in Gefangenschaft des Königs
Kassandros
und wurde durch Votum des Heeres von ihm hingerichtet.
GROSSE FRAUEN DER WELTGESCHICHTE. Tausend Biographien
in Wort und Bild.: Seite 366
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Olympias
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um 375-316 v. Chr.
Nach der Überlieferung ist Philipp
von Makedonien der schönen, grünäugigen Tochter
des Königs Neoptolemos von Epirus
zum erstenmal auf der Felseninsel Samothrake begegnet; als Ehrengast nahm
der Herr über die schlagkräftigste Armee Griechenlands und über
die reichsten Goldminen von Hellas teil an einem Bacchanal zu Ehren der
Vulcantöchter, das die "thrakischen Berghexe" mit ihren berühmten
Schlangentänzen verschönte. Als der Makedonier erfolgreich um
sie geworben hatte, nahm sie ihre Schlangen auch mit in dessen Hauptstadt
Pella. Am Hofe der lauten, barbarischen Makedonier ist die in mystischen
Neigungen befangene Königs-Tochter jedoch nie heimisch geworden;
hochmütig,
unnahbar
und
verschlossen,
hat sie den Glauben ihres Sohnes, der als
Alexander
der Große in die Weltgeschichte einging, an seine göttliche
Herkunft von Ammon, dem griechischen Zeus, mit Bewußtsein genährt
und damit den Weltmachtanspruch Alexanders
aufs
stärkste unterstützt. Nie sind die Gerüchte verstummt, dass
die in ihrem
Stolz verletzte Frau nicht ganz unbeteiligt gewesen
sei an der Ermordung
Philipps, der
sie zugunsten seiner zweiten Gemahlin verstoßen hatte. Nach Philipps
Tod
trieb sie die verhaßte Rivalin zum Selbstmord, man gab ihr auch die
Mitschuld an der Ermordung von Philipps
Sohn Arrhiados und dessen Gattin Eurydike.
Ihre Gegnerschaft zu Antipater, der während Alexanders
Indienzug die Regentschaft innehatte, zwang sie ins Exil nach Epirus; nach
dem frühen Tod ihres großen Sohnes kehrte sie zurück und
intrigierte weiter gegen Antipaters Sohn Kassander,
unterstützt von Alexanders Soldaten,
welche die Mutter ihres Königs wie eine Göttin verehrten. Von
Kassanders
Truppen
überwältigt, wurde Olympias
von
den Angehörigen der vielen, denen sie den Tod gebracht hatte, gesteinigt.
Kinder:
Alexander III. der Große
356 v.u.Z. † 13.6.323
v.u.Z.
Kleopatra
355 v.u.Z. † 309
v.u.Z. ermordet
336 v.u.Z.
oo Alexander I. König von Epeiros
362 v.u.Z. †
330
v.u.Z.
Literatur:
-----------
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