Eurydike                                         Königin von Makedonien
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um 380 v.u.Z. nach 358 v.u.Z.
 

Tochter des Illyrer-Königs Bardylis
 

Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 664
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Eurydike
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Eigentlich Audata, Tochter oder Enkelin des Illyrier-Königs Bardylis, erste Gattin Philipps II. von Makedonien, die 358 v. Chr. den Namen Eurydike annahm. Die 359 v. Chr. geschlossene dynastische Heirat sollte ein weiters Eindringen illyrischer Truppen in das Kernland Makedonien verhindern.



Thiele, Andreas: Tafel 236
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PHILIPP  II.
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* 382 v.u.Z. 336 v.u.Z. ermordet

  1. oo PHILA VON ELIMAEIA, Fürstin dort
              

  2. oo PHILINNA aus Larisa
             

  3. oo AUDATE (EURIDIKE) aus Illyrien, Nebenfrau
                 

  4. oo OLYMPIAS I. VON EPEIROS
               

Tochter des Königs Neoptolemos I.

  5. oo KLEOPATRA, aus vornehmer Familie
                336 v.u.Z.  ermordet

Kleopatra wure von Olympias I., die wegen ihr verbannt wurde, auf heißer Erzplatte zu Tode gemartert.



Bengtson Hermann: Seite 12
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"Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt."

Philipp hat sich nicht allein mit Olympias begnügt. Es gibt eine lange Liste seiner Frauen, die hier kurz erwähnt seien. Es sind dies Phila, eine Fürstentochter aus der makedonischen Landschaft Eleimiotis, eine illyrische Prinzessin namens Audata, eine Thessalierin aus Larisa mit Namen Philinna, ferner Nikesipolis, auch sie aus Thessalien, und zwar aus Pherai stammend, dazu die Gattin Meda, endlich Kleopatra, die Nichte des makedonischen Generals Attalos. Ebenso wie Phila ist auch Kleopatra eine legitime Gattin gewesen, Phila am Anfang, Kleopatra am Ende seiner Regierung.

Errington Malcolm: Seite 45,112
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"Geschichte Makedoniens."

Die wichtigste Voraussetzung war gewiß das anhaltende Interesse des Königs, seine nicht nachlassende Bereitschaft, Zeit, Energie und Geld in Ober-Makedonien zu investieren. Die illyrische Bedrohung nahm er ernst. Sein erster Versuch, die Zukunft hier abzusichern, war seine Heirat mit einer illyrischen Fürsten-Tochter Audata, die erste in einer Reihe von politischen Ehen mit Nicht-Makedonierinnen. Eine Tochter Kynnane wurde geboren [4 Athenaios 13.557d = Satyros (FHG 3,161 F 5) vgl. Tronson, JHS 104, 1984, 116f. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß er schon durch Phila, Schwester des Derdas und Machetas mit der Fürstenfamiie der Elimiotis, die seinem Vater sehr geholfen hattte, ehelich verbunden war (Satyros ib.).].
Weit gefährlicher für Perdikkas war ein zweiter Versuch. Kynnane, Tochter Philipps II. und der Illyrerin Audata, hatte noch zu Lebzeiten Philipps seinen Neffen Amyntas geheiratet und ihm eine Tochter Adea geboren.
 
 
 
 

359 v.u.Z.
  oo 3. Philipp II. König von Makedonien
           382 v.u.Z. 336 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:

  Kynane
   355 v.u.Z. 322 v.u.Z.

  oo Amyntas IV. König von Makedonien
       368 v.u.Z. 336/35 v.u.Z.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs  Verlag München 1997 Seite 12 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 45,112 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 236  -