Tochter des Königs Alexander
II. von Epeiros aus dem Hause der AIAKIDEN
und der Königin Olympias
von Epeiros
Thiele, Andreas: Tafel 242
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
DEMETRIUS
II.
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um 274 v.u.Z. † 229 v.u.Z.
3. oo PHTHIA VON EPEIROS
†
Tochter des Königs Alexander II. und Enkelin des Königs Pyrrhus
(Ihre 2. Ehe: oo ANTIGONOS
III., Onkel und Vormund Philipps V.)
Phthia, die auch Chryseis genannt wurde, war die Mutter Philipps V., der 238 v.u.Z. geboren wurde. Sie war eine epirotische Prinzessin, ihr Vater war Alexander, ihr Großvater war Pyrrhos. Ihre Mutter hieß Olympias, sie war eine Halbschwester des Königs von Epirus.
Droysen Johann Gustav: Band III Seite 341,420
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"Geschichte des Hellenismus."
Da übernahm Antigonos,
der Sohn des Schönen Demetrios,
die Vormundschaft; ein Mann in der frischen Kraft der 30-er Jahre,
als Regent und Feldherr gleich bedeutend und von großartiger
Umsicht und klarem Bewußtsein des Zieles, das zu gewinnen war; das
wenige, was von seiner persönliche Weise erkennbar wird, zeigt vor
allem ein Rechts- und Pflichtgefühl, eine moralische Würdigkeit
nicht gewöhnlicher Art: die Verhältnisse fordern es, dass er
die Vormundschaft mit dem Diadem vertauscht, aber nur um es seinem Mündel
um so sicherer zu bewahren; Philipp
ist des Demetrios natürlicher Sohn,
und Antigonos vermählt sich mit
dessen Mutter, damit, wenn er einst stirbt, kein echteres Blut für
das Königtum als das Philipps
bleibe; nicht die Söhne, die ihm Chryseis
gebiert, sondern diesen Philipp
erzieht er zum künftigen König; und noch über den Tod hinaus
sichert er durch die sorgsamsten testamentarischen Verfügungen dessen
Anfänge.
Dann Antigonos von Makedonien:
10.000 Stück Pfähle (zu Pfahlrosten) von 24 und mehr Fuß
Länge, 5.000 Deckbalken von 10 Fuß, 3.000 Talente Eisen, 1.000
Talente Pech, 1.000 Maß Teer sandte er; außerdem 100 Talente
Silber; seine Gemahlin Chryseis fügte
100.000 Maß Getreide, 3.000 Talente Blei hinzu.
Errington Malcolm: Seite 158,159,160,161
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"Geschichte Makedoniens."
Etwa um die Zeit des Todes des Antigonos
verstarb der Epiroten-König Alexandros II.
Er
hinterließ zwei junge Söhne, deren Mutter, Olympias,
das Land für sie regierte. Unter Bedrohung der Aitoler, die den nördlichen
Teil Akarnaniens begehrten, den Alexandros
für Epeiros gewonnen hatte, bot Olympias
dem
Demetrios
die traditionelle Verbindung der zwei Königshäuser an: ihre
Tochter Phthia sollte als Demetrios'
Gattin
nach Pella gehen.
Stratonike scheint
schon vor 246 von Pella zu ihrem Bruder Antiochos
zurückgekehrt zu sein, und Demetrios war
inzwischen eine Verbindung mit Chryseis,
einem
Mädchen unbekannter Herkunft, eingegangen, welche ihm
wohl 238 einen Sohn, Philipp, gebar.
Dieses Verhältnis war jedoch kein Hinderungsgrund für eine politisch
günstige Ehe mit Phthia, die dann
als Königin nach Pellas kam [44 Justinus 28.1-4. Alle
Widersprüche des Berichts des Justinus werden auch von Cabanes,
L'Epire 93f. nicht ausgeräumt. Doch dürfte er darin Recht haben,
daß Stratonike vor 246 zu Antiochos
zurückkehrte. Andererseits wird Demetrios
regem
genannt, was erst nach 239 korrekt wäre. Chryseis
muß aber spätestens um 239 bei Demetrios
gewesen sein, zumal Philipp 238 geboren
wurde (dies schließt den Ansatz von Seibert, Historische Beiträge
38-9, aus, der die Ehe mit Chryseis
erst nach dem Tode der Phthaia ansetzt).
Die im Text vorgetragene Lösung scheint sowohl der makedonischen Tradition
in diesen Dingen zu entsprechen als dem Quellenproblem gerecht zu sein.
Von älteren Lösungsversuchen vgl. Dow und Edson, 'Chryseis',
HSPh 28, 1937, 127f., die gegen frühere Zweifler deutlich machen,
daß Philipp doch Sohn
der Chhryseis war. Neue Zweifel daran,
auch nicht übberzeugend, von Le Bohec, REG 94, 1981, 34f.].
Der unerwartete Tod des Demetrios
II. löste eine schwere Krise in Makedonien aus. Sein einziger
Sohn Philipp war erst acht Jahre alt,
seine Muttter Chryseis hatte nicht
das Ansehen einer Olympias oder Thessalonike
- oder auch nicht die Neigung -, um sich im Lande als Vormund durchzusetzen.
Der neue Herrscher in Makedonien, den die führenden Adligen zunächst
zum Vormund des kleinen Philipp erkoren,
war Sohn eines Hallbruders des Gonatas,
auch er trug den Namen Antigonos. Als
Vormund heiratete er Chryseis, die
Mutter des Philipp.
Auch in Makedonien selbst war Doson
bald soweit Herr der Lage, daß er sich gegen unruhestiftende Makedonen
durchsetzen konnte. Das dynastische Problem fand eine elegante Lösung:
im Zusammenhang mit seiner Ehe mit Chryseis
wurde der Knabe Philipp adoptiert.
Damit war bei Antigonos' Anerkennung
als König die dynastische Lahge geklärt. Selbst wenn Chryseis
dem Antigonos Söhne gebären
sollte, galt Philipp von vornherein
als Herrschaftsnachfolger anerkannt.
239 v.u.Z.
1. oo 3. Demetrios II. König von Makedonien
278 v.u.Z. † 229 v.u.Z.
229 v.u.Z.
2. oo Antigonos III. Doson König von Makedonien
263/62 v.u.Z.
† 221 v.u.Z.
Kinder:
Philipp V. König von Makedonien
238 v.u.Z. † 179 v.u.Z.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus.
Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 212 -
Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus.
Primus Verlag 1998 Band III Seite 341,420 -
Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H.
Beck Verlag München 1986 Seite 158,159,160, 161 - Thiele, Andreas:
Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte
Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 242 -