Chryseis (Phthia)                            Königin von Makedonien
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um 260/55 v.u.Z. nach 229 v.u.Z.
 

Tochter des Königs Alexander II. von Epeiros aus dem Hause der AIAKIDEN und der Königin Olympias von Epeiros
 

Thiele, Andreas: Tafel 242
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

DEMETRIUS II.
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um 274 v.u.Z.229 v.u.Z.

  3. oo PHTHIA VON EPEIROS
                  †

Tochter des Königs Alexander II. und Enkelin des Königs Pyrrhus

(Ihre 2. Ehe: oo ANTIGONOS III., Onkel und Vormund Philipps V.)



Bengtson Hermann: Seite 212
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"Herrschergestalten des Hellenismus."

Phthia, die auch Chryseis genannt wurde, war die Mutter Philipps V., der 238 v.u.Z. geboren wurde. Sie war eine epirotische Prinzessin, ihr Vater war Alexander, ihr Großvater war Pyrrhos. Ihre Mutter hieß Olympias, sie war eine Halbschwester des Königs von Epirus.

Droysen Johann Gustav: Band III Seite 341,420
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"Geschichte des Hellenismus."

Da übernahm Antigonos, der Sohn des Schönen Demetrios, die Vormundschaft; ein Mann in der frischen Kraft der 30-er Jahre, als Regent und Feldherr gleich bedeutend und von großartiger Umsicht und klarem Bewußtsein des Zieles, das zu gewinnen war; das wenige, was von seiner persönliche Weise erkennbar wird, zeigt vor allem ein Rechts- und Pflichtgefühl, eine moralische Würdigkeit nicht gewöhnlicher Art: die Verhältnisse fordern es, dass er die Vormundschaft mit dem Diadem vertauscht, aber nur um es seinem Mündel um so sicherer zu bewahren; Philipp ist des Demetrios natürlicher Sohn, und Antigonos vermählt sich mit dessen Mutter, damit, wenn er einst stirbt, kein echteres Blut für das Königtum als das Philipps bleibe; nicht die Söhne, die ihm Chryseis gebiert, sondern diesen Philipp erzieht er zum künftigen König; und noch über den Tod hinaus sichert er durch die sorgsamsten testamentarischen Verfügungen dessen Anfänge.
Dann Antigonos von Makedonien: 10.000 Stück Pfähle (zu Pfahlrosten) von 24 und mehr Fuß Länge, 5.000 Deckbalken von 10 Fuß, 3.000 Talente Eisen, 1.000 Talente Pech, 1.000 Maß Teer sandte er; außerdem 100 Talente Silber; seine Gemahlin Chryseis fügte 100.000 Maß  Getreide, 3.000 Talente Blei hinzu.

Errington Malcolm: Seite 158,159,160,161
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"Geschichte Makedoniens."

Etwa um die Zeit des Todes des Antigonos verstarb der Epiroten-König Alexandros II. Er hinterließ zwei junge Söhne, deren Mutter, Olympias, das Land für sie regierte. Unter Bedrohung der Aitoler, die den nördlichen Teil Akarnaniens begehrten, den Alexandros für Epeiros gewonnen hatte, bot Olympias dem Demetrios die traditionelle Verbindung der zwei Königshäuser an: ihre Tochter Phthia sollte als Demetrios' Gattin nach Pella gehen. Stratonike scheint schon vor 246 von Pella zu ihrem Bruder Antiochos zurückgekehrt zu sein, und Demetrios war inzwischen eine Verbindung mit Chryseis, einem Mädchen unbekannter Herkunft, eingegangen, welche ihm wohl 238 einen Sohn, Philipp, gebar. Dieses Verhältnis war jedoch kein Hinderungsgrund für eine politisch günstige Ehe mit Phthia, die dann als Königin nach Pellas kam [44 Justinus  28.1-4. Alle Widersprüche des Berichts des Justinus werden auch von Cabanes, L'Epire 93f. nicht ausgeräumt. Doch dürfte er darin Recht haben, daß Stratonike vor 246 zu Antiochos zurückkehrte. Andererseits wird Demetrios regem genannt, was erst nach 239 korrekt wäre. Chryseis muß  aber spätestens um 239 bei Demetrios gewesen sein, zumal Philipp 238 geboren wurde (dies schließt den Ansatz von Seibert, Historische Beiträge 38-9, aus, der die Ehe mit Chryseis erst nach dem Tode der Phthaia ansetzt). Die im Text vorgetragene Lösung scheint sowohl der makedonischen Tradition in diesen Dingen zu entsprechen als dem Quellenproblem gerecht zu sein. Von älteren Lösungsversuchen vgl. Dow und Edson, 'Chryseis', HSPh 28, 1937, 127f., die gegen frühere Zweifler deutlich machen, daß  Philipp doch Sohn der Chhryseis war. Neue Zweifel daran, auch nicht übberzeugend, von Le Bohec, REG 94, 1981, 34f.].
Der unerwartete Tod des Demetrios II. löste eine schwere Krise in Makedonien aus. Sein einziger Sohn Philipp war erst acht Jahre alt, seine Muttter Chryseis hatte nicht  das Ansehen einer Olympias oder Thessalonike - oder auch nicht die Neigung -, um sich im Lande als Vormund durchzusetzen.
Der neue Herrscher in Makedonien, den die führenden Adligen zunächst zum Vormund des kleinen Philipp erkoren, war Sohn eines Hallbruders des Gonatas, auch er trug den Namen Antigonos. Als Vormund heiratete er Chryseis, die Mutter des Philipp.

Auch in Makedonien selbst war Doson bald soweit Herr der Lage, daß er sich gegen unruhestiftende Makedonen durchsetzen konnte. Das dynastische Problem fand eine elegante Lösung: im Zusammenhang mit seiner Ehe mit Chryseis wurde der Knabe Philipp adoptiert. Damit war bei Antigonos' Anerkennung als König die dynastische Lahge geklärt. Selbst wenn Chryseis dem Antigonos Söhne gebären sollte, galt Philipp von vornherein als Herrschaftsnachfolger anerkannt.
 
 
 
 

      239 v.u.Z.
  1. oo 3. Demetrios II. König von Makedonien
               278 v.u.Z. 229 v.u.Z.

    229 v.u.Z.
  2. oo Antigonos III. Doson König von Makedonien
           263/62 v.u.Z. 221 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:

  Philipp V. König von Makedonien
  238 v.u.Z.179 v.u.Z.
 
 
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 212 -
Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 341,420 -
Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 158,159,160, 161 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 242 -