Sohn des Königs Demetrios
der Schöne von Kyrene aus dem Hause der ANTIGONIDEN
aus seiner 1. Ehe mit der Olympias von Larissa,
Tochter von Polykleitas; Enkel von König
Demetrios
I. Poliorketes
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 44
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Antigonos III. Doson
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* um 263 v. Chr. †
Sohn des Demetrios des Schönen, Halbbruder des Antigonos II. Gonatas
Als Demetrios 229 v. Chr. starb, war sein Sohn Philipp V. erst neun Jahre alt, und Antigonos III. Doson wurde sein Vormund, Regent und Stiefvater, als er die Mutter heiratete. Bald schlug Antigonos III. Doson die Dardanier zurück, gewann Thessalien zurück und nahm 227 v. Chr. den Königstitel an. Im gleichen Jahr zog er gegen Karien und sicherte hier und in der Ägäis seinen Einfluß. Auf Vorschlag des Aratos verbündete sich Antigonos III. Doson mit den Achäern gegen Kleomenes III. von Sparta. 224 v. Chr. besetzte er Arkadien und schuf einen Hellenischen Bund mit Achaia, Thesasalien, Böotien, Akarnanien, Phokis und Lokris uner seiner Führung. Antigonos III. Doson eroberte Korinth, zerstörte Mantineia und besiegte 222 v. Chr. den Kleomenes bei Sellasis, so dass sich auch Sparta dem Bund anschließen mußte. Bald wurde Antigonos III. Doson gerufen, um einen Illyrereinfall in Makedonien abzuwehren. Kurz nach der Schlacht starb er und hinterließ den Thron Philipp V.
Literatur:
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Polyb. 3 - Plut. Kelomenes, Aratos -
Stiefvater und seit 229 Vormund Philipps
V., nannte sich seit 227 König. Wurde 225 von Aratos,
dem Führer des Achäischen Bundes, gegen den Spartaner-König
Kleomenes
III. zu Hilfe gerufen und einte noch einmal alle Griechen, auch
südlich der Thermopylen. Sein Sieg über Kleomenes
bei Sellasia (222/221) brachte Makedonien wieder die Hegemonie in Griechenand.
Neffe von Antigonos II. Gonatas
Reichsverweser und 229-221 König von Makedonien,
besetzte 224 die Peloponnes, ließ sich vom Achäischen Bund den
Oberbefehl im Krieg gegen den spartanischen König Kleomenes
III. übertragen, den er bei
Sellasia 222 besiegte.
ANTIGONOS III. "DOSON" (auch "EPITROPOS")
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† 221 v.u.Z.
Antigonos III. Doson, auch Epitropos genannt, wurde 229 v.u.Z. Regent für seinen minderjährigen Neffen König Philipp V. und nahm zur besseren Legitimierung seiner Vormundschaft den Titel "König" an. Er trat unter schwierigen Verhältnissen an, schlug die Dardaner und sicherte damit nachhaltig die Nord-Grenze. Er besiegte auch das rebellierende Thessalien, gewann mit diplomatischem Geschick den bisher feindlich gesonnenen Achäerbund und wurde dessen Hegemon. Er konnte so Korinth erobern und offensiv gegen Sparta werden, das er in der Schlacht bei Sellasia 222 v.u.Z. besiegte, womit Spartas Machtstellung endgültig zusammenbrach. Er eroberte es und zwang es in einen neugegründeten Hellenenbund. Schon 223 v.u.Z. unterwarf er auch Arkadien. Von Ägypten erhielt er den alten Hausbesitz Karien zurück. Antigonos III. stellte in Sparta die alte Verfassung wieder her, wurde daher von den alten Kreisen dort als "Soter" gefeiert (= Erretter), besiegte auch die Illyrer, stellte Makedoniens Einfluß und Macht wieder her und wurde zu Recht als Neugründer gefeiert. Außer Athen, das er wieder aufgab, beherrschte er alle griechischen Staaten (Achäer, Epiros, Böotien, Thessalien, Phokis, Arkanien und Sparta), war überall oberster Hegemon und gewährte ansonsten Autonomie. Athen blieb selbständig und wurde durch viele Stiftungen der hellenistischen Fürsten nochmals geistiger Mittelpunkt des Griechentums, blieb politisch aber machtlos. Daneben bewahrte auch Aitolien eine formale Selbständigkeit.
oo PHTHIA
VON EPEIROS
um 269/55
v.u.Z. † nach 229 v.u.Z.
Tochter des Königs Alexander II., Witwe König
Demetrius'
II. von Makedonien
Droysen Johann Gustav: Seite 340
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"Geschichte des Hellenismus."
Antigonos Anfänge:
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Da übernahm Antigonos,
der Sohn des Schönen Demetrios,
die Vormundschaft; ein Mann in der frischen Kraft der 30-er Jahre,
als Regent und Feldherr gleich bedeutend und von großartiger
Umsicht und klarem Bewußtsein des Zieles, das zu gewinnen war; das
wenige, was von seiner persönliche Weise erkennbar wird, zeigt vor
allem ein Rechts- und Pflichtgefühl, eine moralische Würdigkeit
nicht gewöhnlicher Art: die Verhältnisse fordern es, dass er
die Vormundschaft mit dem Diadem vertauscht, aber nur um es seinem Mündel
um so sicherer zu bewahren; Philipp
ist des Demetrios natürlicher Sohn,
und Antigonos vermählt sich mit
dessen Mutter, damit, wenn er einst stirbt, kein echteres Blut für
das Königtum als das Philipps
bleibe; nicht die Söhne, die ihm Chryseis gebiert, sondern
diesen Philipp erzieht er zum künftigen
König; und noch über den Tod hinaus sichert er durch die sorgsamsten
testamentarischen Verfügungen dessen Anfänge.
Bengtson Hermann: Seite 212-213
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"Herrschergestalten des Hellenismus."
Die Regierung ging in die Hände seines Oheims über.
Dies war Antigonos Doson, ein Vetter
des Demetrios II. Antigonos Doson hat
von 230 (oder 229) bis 222/21 v. Chr. über Makedonien geherrscht,
zuerst wahrscheinlich drei Jahre lang als Stratege, sodann, nach
dem Willen der mekedonischen Heeresversammlung, als König.
Er hatte die Witwe des Demetrios II.,
die Mutter Philipps, zur Frau genommen.
Es war ein äußerst kritische Zeit für Makedonien, aber
die Energie des Antigonos Doson (der Beiname bedeutet wahrscheinlich: „der
die Herrschaft abgeben wird“) machte sich in vorteilhafter Weise bemerkbar.
Antigonos
warf nicht nur die Dardaner an die Nord-Grenze zurück, er führte
auch - für viel überraschend - eine Expedition zur See nach Karien
durch (im Jahr 227), wo er territoriale Gewinne zu verzeichnen hatte, die
von Philipp V. übernommen worden
sind. Am wichtigsten aber war die Begründung einer großen hellenischen
Symmachie im Jahre 224, mit der Antigonos
gegen die Spartaner zu Felde zog. Bei Sellasia (Juli 222) fiel die Entscheidung
zugunsten der Makedonen und der mit ihnen verbündeten Achäer;
Antigonos
Doson aber starb wenige Monate später, am Ende des Jahres
222 oder zu Beginn des folgenden. Als Todesursache wird in den
antiken Quellen Schwindsucht angegeben.
229 v.u.Z.
oo 2. Phthia (Chryseis) von Epiros, Tochter des
Königs Alexander II.
um 260/55 v.u.Z.
† nach 229 v.u.Z.
Witwe von Demetrios II.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus.
Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 85, 172-179,212,214 - Droysen
Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III
Seite 213-420 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H.
Beck Verlag München 1986 Seite 159,170,211,215,216,219 - FISCHER
WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt
im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite
160,170,172,336 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die
hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite
22,43,116,129,133,134 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders
Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München
1978 Seite 184,187,312 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz
Verlag Wiesbaden 1993 Seite11,18,45,79,81,102,189,276,279,334,385,433,477,492,508,594,714,737,812,
821 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag
Berlin 1982 Seite 109,118,158 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 241 -