Alexander II.                                  König von Epeiros (272-242 v.u.Z.)
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um 295 v.u.Z. † 242 v.u.Z.
 

Ältester Sohn des Königs Pyrrhos I. von Epeiros aus dem Hause der AIAKIDEN aus seiner 2. Ehe mit der Lanassa von Syrakus, Tochter von Tyrann Agathokles
 

Thiele, Andreas: Tafel 244
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER II.
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* um 294 v.u.Z., † 245 v.u.Z.

Alexander II. war wie sein älterer Bruder Ptolemaios Mitregent seines Vaters, kämpfte 278 v.u.Z. mit in Italien und Sizilien und sollte Erbe in Sizilien werden. Er eroberte 274 v.u.Z. Korkyra (Erbteil der Mutter) und folgte 272 v.u.Z. als König von Epiros. Er war wie alle Vorgänger aus dem Stamme der Molosser stammend, der im 5. Jahrhundert die Vorherrschaft in Epiros gewann. Es war eine Zeit ständiger innerer Auseinandersetzungen mit den Bündnispartnern der Epirotai und ständiger Kriege mit den Nachbarn Illyrien, Arkanien und Makedonien. Er wurde dabei zeitweise verjagt. Während des Chremonideischen Krieges 266 v.u.Z.-262 v.u.Z. versuchte er, alte Ansprüche auf Makedonien zu erneuern, besetzte Teile davon und wurde letztlich von Antigonos II. wieder verjagt. Er nutzte aus, dass Antigonos II. durch Athen und Sparta gebunden war. Er eroberte mit Hilfe der Aitoler Arkananien und teilte es mit ihnen.

  oo OLYMPIAS II. VON EPIROS
             † vor 235 v.u.Z.

Schwester und Mitregentin Alexanders, ab etwa 245 Regentin für ihren Sohn bis zum Zusammenbruch der Herrschaft



Alexander II. wurde vergiftet.

Droysen Johann Gustav: Band III Seite 107,108,142-143,153-157,160,198,212
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"Geschichte des Hellenismus."

Auf Sizilien konnte Pyrrhos eine Art von Anrecht geltend machen: es war ja das nun zerfallene und gefährdete Reich des Agathokles, von dessen männlicher Nachkommenschaft niemand mehr übrig war, während dessen Tochter dem Pyrrhos jenen Alexandros geboren hatte, der sich mit ihm in Italien befand. Und so hatte die Sikelioten ihm auch gleich die Herrschaft über die ganze Insel angeboten. Nächst Tarent wurde Lokroi der wichtigste Punkt zur Verteidigung Italiens; den Befehl dort übertrug er seinem Sohn Alexandros.
Die oberen Landschaften, die jenseits des Gebirges, fast das ganze Thessalien war in Alexandros‘ Händen, dem der Vater Pyrrhos bei seinem Zuge nach Griechenland das Reich übertragen haben wird. Und dieser wieder, seit des älteren Bruders Tod Erbe des Reiches, mußte jetzt nach der Vernichtung des Heeres, dem Verlust der Elefanten, der Pferde, der Kriegsrüstung, gewiß gern einen Frieden annehmen, der ihm wenigstens die alten Grenzen seines Landes sicherte. Zwei Jahre später finden wir Alexandros im Krieg mit dem dardanischen Könige Monunios. Zugleich ergibt sich hier die Wahrscheinlichkeit, dass Alexandros die so oft streitigen Landschaften am oberen Aoos in jenem Frieden behalten hatte.
Der Molosser-König Alexandros hatte bereits mit den Aitolern das unglückliche Akarnanien geteilt, die feste Stadt Leukas durch Hunger zur Übergabe gezwungen. Jetzt warf er, der treffliche Feldherr, sich plötzlich auf Makedonien. Der elende Bericht, der hierüber vorhanden ist, lautet: „Gegen ihn verlor Antigonos, da er aus Griechenland zurückgekehrt war, durch den Übertritt seiner Soldaten verlassen, Reich und Heer; aber Demetrios gewann in Abwesenheit des Königs Antigonos, nachdem er ein Heer zusammengebracht, nicht bloß das verlorene Makedonien wieder, sondern beraubte auch Alexandros seines Reiches.“ Antigonos selbst war bei dem ersten Anfall Alexandros' nach Makedonien geeilt, gewiß nicht ohne hinreichende Streitmacht in Attika zurückzulassen. Ob der Verlust des Heeres und Reiches nicht eine Übertreibung ist, kann nicht mehr entschieden werden, doch lag der Ort, wo dann Demetrios den rettenden Sieg gewann, wahrscheinlich im makedonischen Oberland; diese oberen Landschaften und Thessalien werden in Alexandros‘ Gewalt gekommen sein. Aber warum überließ der König seinem Bruder die Rettung des Reiches?
Und in Makedonien hatte der junge Demetrios mit der Schlacht von Derdia nicht bloß das Reich gerettet, sondern Alexandros war aus seinen eigenen Ländern hinausgetrieben, war nach Akarnanien und in den Schutz der nachbarlichen Aitoler geflüchtet.
Das Verlangen der Epeiroten und die Hilfe der Bundesgenossen (der Aitoler), so heißt es, führte den König Alexandros in sein Reich zurück. Er wird die Wiederherstellung mit schweren Opfern erkauft haben.
Den nächsten Anlaß, sich in die westlichen Verhältnisse einzumischen, hätte Pyrrhos‘Sohn Alexandros gehabt, und seine spätere Verschwägerung mit Hieron kann in Ermangelung anderer Angaben als Beweis gelten, dass noch immer sein Blick auf jene Gegenden gerichtet war, in denen er selbst unter den Augen des Vaters seinen ersten Feldzug gemacht hatte.
In Epeiros war Alexandros nicht mehr, er war vergiftet worden. Seine Gemahlin und Schwester Olympias führte die vormundschaftliche Regierung für ihre unmündigen Kinder Pyrrhos und Ptolemaios. Sie konnte um so weniger daran denken, in den Kriegswirren der Zeit eine Rolle zu spielen, als der Besitz des epirotischen Anteils an Akarnanien, nach welchen es die Aitolier zu gelüsten begann, ihr nur durch die sichernde Befreundung mit Makedonien erhalten werden konnte.
 
 
 
 

  oo Olympias II., seine Schwester Königin (242-240 v.u.Z.)
       um 296 v.u.Z. † 240 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:

  Pyrrhos II. König von Epeiros
  um 255 v.u.Z. † 234 v.u.Z.

  Ptolemaios König von Epeiros
        †

  Phtia
       †

    239 v.u.Z.
  1. oo 3. Demetrios II. König von Makedonien
               278 v.u.Z. † 229 v.u.Z.

  2. oo Antigonos III. Doson König von Makedonien
- 221 v.u.Z.†
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 102, 109 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 107, 108,142-143,153-157,160,198,212 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 150,158 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 174 -KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 45,188,263,268,724 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 244 -