Alexander I. Balas                         Seleukiden-König (153-145 v.u.Z.)
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um 180 v.u.Z. 145 v.u.Z.
Smyrna
 

Sohn des N.N.
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 32
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Alexander Balas
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Stammte aus Smyrna. Behauptete, der Sohn des Antiochos IV. zu sein; wurde von Attalos II. unterstützt. 150 v. Chr. besiegte Alexander Balas mit der Unterstützung von Ägypten und Rom Demertrios I. Soter. Er war ein schlechter Herrscher und wurde 146 v. Chr. vom Sohn des Demetrios besiegt. Im folgenden Jahr wurde er ermordet.

Literatur:
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H. Volkmann, Klio, 1925, 373-412.



Thiele, Andreas: Tafel 251
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER BALAS
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   145 ermordet

Alexander I. Balas wurde als Sohn des Antiochos IV. ausgegeben, war aber wohl nur ein Abenteurer aus Smyrna. Er wurde von Rom und Pergamon gegen den Cousin (?) Demetrios I. "aufgebaut", wurde 153 v.u.Z. gegen ihn Gegen-König und in Pergamon gekrönt. Er wurde auch von Kappadokien und Ägypten gefördert, besiegte 150 v.u.Z. Demetrios I. auch mit Unterstützung der MAKKABÄER, deren Sonderstellung er anerkannte. Alexander I. Balas war ausschweifend und zügellos und bald durch sein Willkürregiment völlig unbeliebt. Er verlor während des Thronkrieges gegen Demetrios 147 v.u.Z.-145  v.u.Z. die Schlacht am Oinoparas, floh zu den befreundeten Nabatäern und wurde von diesen ermordet.

  oo KLEOPATRA THEA VON ÄGYPTEN
            121 ermordet

Tochter des Königs Ptolemäus VI.
(2. Ehe: oo Demetrios II. 125 ermordet; 3. Ehe: oo Antiochos VII., 129)
Sie war ab 125 Königin-Regentin von Syrien



Alexander I. Balas gab sich für einen Sohn von Antiochos IV. Epiphanes aus und erhob sich 153 v.u.Z. gegen Demetrios I. Nach dessen Niederlage und Tod wurde Alexander Alleinherrscher und mußte den Hohenpriester Jonathan als Strategen Judäas für die im Kampf geleistete Hilfe anerkennen. Die Erhebung des Demetrios II. raubte ihm Krone und Leben.

Brambach Joachim: Seite 37
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"Kleopatra. Herrscherin und Geliebte."

Nicht weniger skrupellos ging eine weitere Schwester von Kleopatra II., die schon erwähnte Kleopatra Thea, vor. Sie heiratete um 150 v. Chr. den syrischen König Alexander Balas. Als dieser in einer Schlacht den Tod fand, ging sie mit dessen Nachfolger Demetrios II., der an der Seite der Gegner ihres gefallenen Mannes gekämpft hatte, eine zweite Ehe ein.

Hölbl Günther: Seite 168-171
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"Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung."

Gegen Demetrios I. erhob Attalos II. von Pergamon einen Mann niederer Herkunft unter dem Namen Alexander Balas zum Gegen-König des SELEUKIDEN-Reiches; dieser wurde als ein Sohn von Antiochos IV. ausgegeben. Ptolemaios VI. griff nun in die syrischen Thronkämpfe ein und schickte dem Alexander Balas Truppen zu Hilfe, die an der Entscheidungsschlacht bei Antiocheia im Jahre 150 v.u.Z. teilnahmen, wo Demetrios I. gefallen ist. Der neue SELEUKIDEN-König Alexander Balas (150 v.u.Z.-145 v.u.Z.) bat daraufhin den PTOLEMÄER um die Hand seiner älteren Tochter Kleopatra. Philometor geleitete sodann (150/49 v.u.Z.) seine Tochter persönlich nach Ptolemais (Ake) in Phönikien, um an der Hochzeitsfeier teilzunehmen; er spendete auch eine reiche Mitgift an Gold und Silber. Die enge Verbindung des Philometor mit Alexander Balas spiegelt sich in der Münzprägung phönikischer Städte wider, die nach ptolemäischer Währung erfolgte und den ptolemäischen Adler auf der Rückseite der Münzen zeigt.
Im Jahre 147 v.u.Z. nahm der damals etwa 15-jährige Demetrios II. den Kampf um sein Erbe gegen Alexander Balas auf. Dies veranlaßte Philometor, mit einem starken Heer und einer Flotte nach Phönikien zu kommen, zunächst als Bundesgenosse seines Schwiegersohnes, aber offensichtlich von Anfang an mit dem Ziel, Koilesyrien wiederzugewinnen. Ohne Rücksicht auf Alexander Balas legte der PTOLEMÄER-König Garnisionen in die syrischen Städte, und sogar der jüdische Hohenpriester Jonathan kam ihm mit Gepränge nach Joppe (Jaffa) entgegen. In Ptolemais, wo Philometor 146 v.u.Z. sogar Münzen prägen ließ, wurde jedoch ein Attentat auf ihn verübt, angeblich durch einen Vertrauten des Alexander Balas. Der PTOLEMÄER forderte die Auslieferung und Bestrafung des Verbrechers, Alexander weigerte sich aber. Das war nun für Philometor der Anlaß, offiziell in seiner Haltung umzuschwenken, um mit Hilfe des gegnerischen Thronbewerbers Demetrios II.seine Absichten zu verwirklichen. Er rief seine Tochter vom Hofe des Alexander Balas zurück und vermählte sie Demetrios II. Alexander Balas rückte mit einem Heer gegen Antiocheia vor. Nicht weit von der Stadt am Fluß Oinoparas wurde er zwar von den Truppen des Ptolemaios VI. Philometor und des Demetrios geschlagen, Philometor fiel jedoch vom Pferd und erlitt tödliche Verwundungen. Alexander Balas flüchtete zu einem Araberscheich und wurde von diesem ermordet. Philometor konnte noch den Kopf des Ermordeten sehen, den man zu ihm brachte.
 
 
 
 

 150 v.u.Z.
  oo 1. Kleopatra Thea, Tochter des Königs Ptolemaios VI. Philometor
           165 v.u.Z. 121 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:

  Antiochos VI. Epiphanes Dionysios
        142 v.u.Z. ermordet
 
 
 
 

Literatur:
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Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 37 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 31,69,126,263, 266,278 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 168-171 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 291,369,543,624,717,718 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 251 -