Einziger Sohn des Feldherrn Stilicho
und der Serena,
Tochter von Honorius;
Großneffe von Kaiser Theodosius
I. dem Großen
Eucherius war mit der Prinzessin Galla Placidia verlobt.
Günther Rigobert: Seite 45,52,54,56,59
**************
"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und
Religion."
Im Jahr 384 verheiratete er sie mit einem jungen, aufstrebenden,
ehrgeizigen und fähigen Offizier vandalischer Abkunft, der bald das
höchste Heermeisteramt im Reich innehaben sollte, Flavius Stilicho.
Dessen Mutter war zwar eine Römerin, aber seine Zeitgenossen sahen
in ihm immer den Vandalen. 385 oder 386 wurde Serena und Stilicho
die Tochter Maria geboren, darauf
ihr Sohn Eucherius, später noch eine zweite Tochter
Thermantia.
Galla Placidia wuchs
inzwischen zu einem hübschen Mädchen heran. Theodosius
hatte ihr schon als Kind den Titel einer "alleredelsten Jungfrau" (nobilissa
puella) gegeben. Bald verdichteten sich Gerüchte, daß Stilicho
eine spätere Heirat - zu einem geeigneten Zeitpunkt - von Galla
Placidia mit seinem etwa zwei Jahre älteren Sohn
Eucherius plante. Sie galten schon als so gut wie verlobt.
Am 1. Januar 404 begingen der Kaiser und Stilicho
in der Stadt Rom anläßlich des sechsten Konsulatsantritts des
Honorius
eine Feier des Triumphes über die Westgoten. Serena, ihr
Sohn
Eucherius, die Kaiserin
Maria und
Galla Placidia
nahmen daran teil. Galla Placidia,
damals etwa 15 Jahre alt, stand in jenen Jahren mehr im Schatten Stilichos
und Serenas. Es ist aber nicht überliefert, daß sie sich
nach einem Leben in christlicher Jungfräulichkeit und klösterlicher
Abgeschiedenheit sehnte.
Stilicho suchte sich in Ravenna in Sicherheit
zu bringen, aber auch das Asyl einer Kirche half ihm nichts. Ein Offizier,
Heraclianus, der dafür später Militärbefehlshaber
von Afrika wurde, erschlug ihn am 22. August 408. Stilichos Sohn
Eucherius, der nach Rom geflohen war, wurde dort getötet. Das
in Italien stationierte weströmische Heer löste sich zeitweilig
auf, 30.000 germanische Krieger desertierten und flohen zu Alarich.
v oo Galla Placidia, Tochter von Kaiser Theodosius
I.
388 oder 392 † 27.11.450
Literatur:
-----------
Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen.
Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite
45,49,50,52,54,56,59 - Schreiber Hermann: Auf den Spuren der Goten.
List Verlag München 1977 Seite 171 -