Adalbero                                                  Bischof von Basel (999-1025)
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um 960/65-12.5.1025
 

Sohn des Grafen N.N.; Bruder des Grafen Berthold I. (Bezelin) im Breisgau
 

Heyck Dr. Eduard: Seite 13     1891
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"

Gewagter ist es schon auch in Bischof Adalbero von Basel ein Mitglied des Geschlechts zu erblicken. Aber in ganz eigenartiger Weise richtet gerade dieser Adalbero sein Augenmerk auf den doch nicht zu seinem Sprengel gehörigen Breisgau, vergabt dort Güter, die vorher als baselische wenigstens nicht bekannt und vielleicht von ihm selber erst an das Bistum gebracht sind, erwirbt dort andere Güter für seine Kirche und im Jahre 1008 sogar das mit den Grafenrechten sich so vielfach berührende Wildbannregal in dem großen, von viel zähringischen Gut mitbegrenzten Mosswald. Das kann alles leicht besondere oder zufällige Gründe haben, jedoch dass es Adalbero ferner gelingt nach Graf Bertolds Tode die Mitglieder des Hauses in Basel zu versammeln und das von jenem Grafen zu seinem Begräbnisort gestiftete Hauskloster, in welchem vielleicht auch des Grafen Söhne noch später bestattet wurden, an sein Bistum zu bringen, wiegt in der Tat so schwer, dass der Hinweis wenigstens auf seine mögliche Zugehörigkeit zu diesem Hause nicht unterlassen werden durfte.
Bischof Adalbero ist am 12. Mai 1025 nach längerer Regierung seines Bistums und darum jedenfalls als ein älterer oder alter Mann gestorben. Darf man ihm eine Stelle im zähringischen Stammbaum anweisen, so würde ich ihn am liebsten als Vater-Bruder der ca. 1005 in guten Jahren gestorbenen Grafen Bertold und damit wohl zugleich als den Vater-Bruder von Bertolds Nachfolger und mutmaßlichen Bruder, dem Grafen Adalbero, betrachten.
 
 
 
 
 
 
 


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