Begraben: Sankt Peter Schwarzwald
Tochter des Königs
RUDOLF von Rheinfelden aus seiner 2. Ehe mit der Adelheid
von Turin, Tochter von Graf Otto
Agnes, filia regis genannt, war
die Erbin von Rheinfelden.
Karl Schmid: Seite 60
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"Die Zähringer" Band I
Nach Burgund kamen die ZÄHRINGER durch 2 große Erbschaften. Als im Jahr 1090 Herzog Bertold von Schwaben, Sohn des Gegenkönigs RUDOLF von Rheinfelden, in noch jungen Jahren starb, gelangte das Hausgut in der Hauptsache an seine Schwester Agnes und deren Gemahl Bertold II. von Zähringen. Das Rheinfelder Erbe umfaßte eine ansehnliche Grundherrschaft in Burgund, die 1127 durch eine weitere Erbschaft noch vermehrt werden konnte. In diesem Jahr fand der letzte Sproß der älteren Linie der Grafen von Burgund, Sohn einer Schwester Herzog Konrads von Zähringen, unter dramatischen Umständen den Tod. Freilich vermochten sich die ZÄHRINGER nur einen kleinen Teil von dem umfangreichen Besitz des burgundischen Grafenhauses auf Dauer zu sichern. Es handelte sich hierbei um das von den Grafen von Burgund ihrerseits erst kurz zuvor ererbte Hausgut der Grafen von Oltingen. Wertvoller aber als diese Erbschaft war das im selben Jahr 1127 von König LOTHAR III. an Herzog Konrad von Zähringen übertragene Rektorat von Burgund. Damit war der Anspruch verbunden, in Vertretung des Königs die Reichsrechte in Burgund wahrzunehmen.
Dr. Eduard Heyck: Seite 117,157 1891
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"
Nun war durch den Tod der Gegenkönigin
Adelheid die einzige Tochter, die sie noch bei sich gehabt hatte
- Adelheid
und Berta
waren vermählt - Agnes mit Namen,
tatsächlich verwaist; der ferne Vater vermochte sie nicht zu schützen,
wenn sich etwa kaiserliche Parteigänger ihrer als Geisel zu bemächtigen
suchen. So kann es nicht befremden, wenn die Jungfrau so unmittelbar nach
dem Tod, schon "in den Tagen nach Ostern" dem schützenden Arme eines
Gatten zugeführt worden ist. Dieser aber war Markgraf Bertold,
der sich damit aufs Neue in Treue an RUDOLFS Geschick
kettete. Einen achtungswerten und sehr edelsinnigen Jüngling, der
sich jeder Art Ehrbarkeit strenge und recht tugendhaft führte, so
nennt der Reichenauer Chronist den Herzogssohn in den Worten, mit denen
er diese Verschwägerung der die Gregorianer führenden Häuser
feiert und von Agnes setzt er hinzu,
sie sei in all ihrem Wesen nicht minder als ihr Gatte trefflich sicher.
Am 18. Mai 1090 starb ihr Bruder Bertold
von Rheinfelden und während die junge Gattin Bertolds von
Zähringen den Bruder beweinte, sollte ihr fern aus Ungarn die
Nachricht kommen, dass in demselben Mai auch ihre Schwester Adelheid,
die Gemahlin des Königs Ladislaus
gestorben sei. Es war ein trauriges Frühjahr für die ZÄHRINGER
geworden, auch insofern, als sie wohl schon empfinden mochten, dass ein
Beistand von den Ungarn-König nun gar nicht mehr zu hoffen sei.
Bertolds Witwe, die Herzogin Agnes,
hat ihren Gemahl nicht lange überlebt, sie ist am 19. Dezember
des Jahres 1111 gestorben und in St. Peter begraben worden.
Mit ihr erlosch das aus dem Blute der burgundischen Könige entstammte
rheinfeldische Geschlecht. Sie hat
dem Herzog, so viel wir wissen, 7 Kinder geboren, 3 Söhne und 4 Töchter.
1079
oo Berthold II. Herzog von Zähringen
um 1055-12.4.1111
Kinder:
Berthold III.
-3.12.1122
Rudolf II. Graf von Rheinfelden
-
1111
Konrad I.
um 1090-8.1.1152
Berthold
-
Agnes
-
oo Wilhelm II. Graf von Burgund-Besancon
- nach 8.1.1125
Petrissa
- vor 1116
1111
oo 1. Friedrich I. Graf von Pfirt
- 1160
Liutgard
-25.3.1131
oo Gottfried Graf von Calw
-6.2.1131/33
Judith
-5.4.(5.8. Isenburg)
oo Ulrich II. Graf von Gamertingen
- 1156/57(12.6.1144-50 Isenburg)