Stifterfamilie Wolvene/Cozpert

In den  Güterveräußerungen der Verwandten Wolvene und Cozpert wird ein Teil der Besitzlandschaft der Klostergründersippe faßbar. Er reichte vom westlichen Ende des Bodensees bis an die Schwarzwälder Alb. Qualitativ handelt es sich um Besitz des hohen Adels. Dieses Adelsgut war im unmittelbaren Bereich der Klosterinsel so dicht und umfangreich, dass man hier eine wesentliche Besitzbasis einer Aristokratenfamilie vermuten muß. Ähnlich dichte Adelsgutkomplexe in Alemannien aus dem 8./9. Jahrhundert sind nur noch in der Baar zwischen Rottweil und Ebingen und dem Kloster Marchtal herum durch die Schenkungen der Grafen Gerold, Berthold und Chadaloh an St. Gallen bekannt.
Die Konzentration der Güter war am stärksten unterhalb von Schaffhausen, wo der Rhein nach Süden biegt: in der Laufener Mark und im westlich angrenzenden Klettgau zwischen Hofstetten und Lottstetten. Diese Massierung von Adelsgut einer Grafenfamilie wird nur noch sprechender und eindrucksvoller, wenn man daran erinnert, dass 2 Jahrhunderte später unmittelbar in dieser Besitzlandschaft im Norden anschließend die Nellenburger Grafen ihr Hauskloster Allerheiligen in Schaffhausen errichteten und ausstatteten. Kaum mehr als 7 Kilometer voneinander entfernt lagen also 2 Klöster, deren Gründung auf hervorragende Grafenfamilien zurückgeht, und zwar auf dem Grund und Boden erfolgte, der zur Zeit der Gründung von den Klostergrünern wie Eigengut behandelt wurde.
Im frühbesiedelten Merishausener Tal waren die in dieser Gegend nicht als Inhaber von Grafenrechten nachweisbaren comites Liutold und Peringer begütert.