Sohn des Grafen N.N.
Karl Schmid: Seite 268
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"Wolvene und das Kloster Rheinau"
Graf Cozpert war der Hauptwidersacher
des Restaurators Wolvene.
Seit 856 taucht er als Graf im Nibelgau auf, zu einer Zeit also, in der
die Restauration Rheinaus durch Wolvene
in vollem Gange war. Man darf wohl diese Entsprechung der Übernahme
von Grafenrechten durch Cozpert im
Nibelgau und durch Liutolt
im Gau Scherra im Zusammenhang mit den Geschehnissen auf der Rheininsel
sehen. Als
Wolvene zunächst Laufen, dann das restaurierte Kloster samt
Besitzungen dem König überantwortet hat, dürften die um
das Erbe, das heißt auch um Rheinau heftig streitenden parentes wenigstens
Abfindung verlangt haben, die ihnen der König gewährte. Ein comes
Cozpertus gibt sich in der Zeit nach der Mitte des 9. Jahrhunderts
vornehmlich in Urkunden zu erkennen, die den Nibelgau betreffen. Von 856
bis zum Jahre 872 taucht in den diesbezüglichen Traditionsurkunden
für das Kloster St. Gallen neunmal der Passus sub Cozperto
comite im Eschatokoll auf. An Stelle des Grafen Udalrich erscheint
dagegen seit 876 mehrfach ein comes Cozpert im
Klettgau. Im übrigen stimmen die letzten Nennungen Cozperts
im Gau Scherra 864 und im Nibelgau 872 insofern überein, als Adalbert
874 im Gau Scherra und Udalrich 879 im Nibelgau erstmals genannt sind,
so dass wir annehmen müssen, der im Scherra und Nibelgau eine geraume
Spanne gleichzeitig wirkende Cozpert sei
zwischen 872 und 874 gestorben.
Sein Tod mochte der Versöhnung den Weg geebnet haben. Adalbert
folgte ihm als Nachfolger im Gau Scherra, der jüngere
Cozpert aber konnte in der Rheinauer Gegend, in den Klettgau zurückkehren
und sogar Laufen in Empfang nehmen. Es scheint so, als habe der
ältere Cozpert im Groll verharrt, als sei es erst der jüngeren
Generation gelungen, die Gegensätze innerhalb der Familie zu überbrücken.
Kinder:
Folkere
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Literatur:
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Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten
Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands.
Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke
Verlag Sigmaringen 1987, Seite 61,63-65,170 -