Sohn des
Karl Schmid: Seite 265
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"Wolvene und das Kloster Rheinau"
Graf Liutolt und Graf Peringer waren im frühbesiedelten Merishausener
Tal begütert. Er schenkte um 850 seinen Kirchenanteil zu Merishausen
wie seine dort gelegenen Güter und solche in Berslingen (nördlich
von Schaffhausen) an St. Gallen.
Die Grafen Liutolt und Peringer waren unter sich und mit Wolvene/ Gozpert,
das heißt mit der Rheinauer Stifterfamilie verwandt. Die Verwandtschaft
eines Grafen Liutolt mit einem Cozpert läßt sich überdies
durch eine Reihe weiterer Verbrüderungsbucheinträge belegen.
Außer in der bereits erwähnten Schenkung Liutolts in Merishausen
ist ein Liutolt comes um die Mitte des 9. Jahrhunderts in der bemerkenswerten
Schenkung Adalhards an die Verenakirche zu Burg in pago Scerra bezeugt.
Die Stelle sub Luitolto comite im Eschatokoll kehrt wieder in einer weiteren
St. Gallener Urkunde aus dem Jahre 861. Beide Male handelt es sich um Traditionsgüter,
die im pagus Scherra bzw. in Scherrun lagen, so dass die Annahme, der gräfliche
Wirkungsbereich Liutolts habe dort gelegen, gerechtfertigt ist. Liutolts
Nachfolger war Graf Cozpert, der im Jahre 864 in 2 St. Gallener Urkunden,
die den abgegangenen Scherraort Gettenweiler bei Nusplingen betrafen, im
Eschatokoll genannt wird.
Graf Liutolt wurde 854 mit der Grafschaft im SCHERRA für die Überlassung
des Besitzes an Kloster Rheinau durch König Ludwig den Deutschen entschädigt.