Wolvene                                                   Abt des Klosters Rheinau
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    - 23.12. nach 877/78
 

Sohn des Wurmher und der Kebalinda (nach Wartmann)
 

Gerd Tellenbach: Seite 52
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"Der großfränkische Adel"

Im Rheinauer Kartular finden sich 2 Urkunden aus den Jahren 871 und 873. Nach der ersteren übertrug ein sehr vornehmer Mann, Wolvene, Herr des Klosters Rheinau, diesem einige Güter im Klettgau und Alpgau und erhielt dafür 100 Pfund, die das Kloster von dem Grafen Adalbert für die Überlassung von Grundbesitz im Gau von Tortona erhalten hatte. Aus dem 2. Stück erfahren wir, dass Graf Adalbert der Abtei auch seinen Hof Gurtweil übetraug und dafür den Ort Gavi, wieder im Gau von Tortona, erhielt, allerdings nur auf Lebenszeit. Wir können also feststellen, dass die Abtei am Hochrhein nicht unbeträchtliche Güter in Italien besaß. Aber wie war die alemannische Abtei in ihren Besitz gekommen? Da hören wir nun, dass Wolvene 858 König Ludwig dem Deutschen Rheinau tradierte, und zwar in der Weise, dass er die von ihm gestifteten Güter auf Lebenszeit in seiner Verfügung behalten sollte. In seiner Traditionsurkunde erwähnt er, dass er die Abtei, die von seinen Vorfahren erbaut, aber durch Streit und Verwüstung seiner Verwandten beinahe vernichtet gewesen sei, wiederhergestellt habe. Im gleichen Jahr bestätigte Ludwig der Deutsche in Ulm die Maßnahmen Wolvenes, der fidelis vassus noster genannt wird. Bei dieser Gelegenheit bestätigte der König auch den ganzen Besitz Rheinaus, darunter solchen in Italien, und zwar in den Gauen von Verona und Tortona.
Wir können weder mit Sicherheit feststellen, ob der Wolvene von 838 identisch ist mit dem Wolvene von Rheinau, noch wissen wir bestimmt, ob er der Sohn Wurmhers ist. Mann kann also auch nicht sagen, ob die Verwandtschaft zwischen dem Grafen von Verona und dem Wiederbegründer von Rheinau in männlicher oder weiblicher Folge besteht.
 
 
 
 

Literatur:
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Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 61,63-65,71,170 -