Begraben: Kloster Reichenau
Sohn des Grafen
Eberhard V. (Eppo) von Nellenburg und der Hedwig
GENEALOGISCHES HANDBUCH DER SCHWEIZER GESCHICHTE Band IV
---------------------------------------------------------------------------------------
Hans Kläui: Seite 189
*********
17. Manegold II.
Geboren um 1010, + vor Falkenstein (Schwarzwald) 1030 Aug. 17.
Bbestattet auf der Reichenau durch Eberhard
den Seligen, seinen Bruder, der 1056 die Seelgeräte für
Vater und Bruder bestätigt. Somit Sohn Eppos
(Nr. 13). Fiel auf königlicher Seite im Endkampf des Aufstandes
von Herzog Ernst von Schwaben und Graf Werner (von Winterthur-Kyburg) gegen
König KONRAD II.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Werner Trillmich: Seite 273
*************
"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"
Die Führung der Bewaffneten gegen die geächteten Rebellen
vertraute Bischof Warmann von Konstanz, Regent von Schwaben, dem Grafen
Manegold aus dem Hause
NELLENBURG an, der als Vasall des Klosters Reichenau bezeichnet
wird. Dem gelang es mit List, die Gegner durch Wegnahme ihrer weidenden
Rosse bewegungsunfähig zu machen, so dass er hoffen durfte, in sicherer
Entfernung die unausweichliche Kapitulation abwarten zu können. Aber
wider alles Hoffen gaben die Rebellen nicht auf, sondern machten sich erneut
beritten, um einen letzten, verzweifelten Ausbruchsversuch zu wagen. Am
17. August fielen sie in der Baar unversehens über ihre Verfolger
her. Graf Manegold und einige seiner
Ritter fanden den Tod, doch auch Herzog Ernst und Werner von Kyburg kamen
ums Leben.
Kurt Hils: Seite 23
*******
"Grafen von Nellenburg"
Ein Manegold mit engen Beziehungen
zur Reichenau fällt 1030. Im Auftrag Bischof Warmanns von Konstanz,
dem Verweser des Herzogtums Schwaben, kämpft dieser Manegold
mit der zahlreichen Dienstmannschaft des Klosters Reichenau gegen den rebellierenden
Herzog Ernst II. von Schwaben, den sein Stiefvater
Kaiser KONRAD II. geächtet hatte. Auf der Baar besiegte
Manegold Herzog Ernst, der sich mit
seinen wenigen Anhängern, vor allem Werner von Kyburg, in der Burg
Falkenstein bei Schramberg zurückgezogen hatte, in einer blutigen
Schlacht am 17. August 1030, in der Ernst, Werner und auch Manegold
den Tod fanden. Wipo berichtet von diesem
Manegold, dass er ein großes Reichenauer Lehen besitzt.
Außerdem erhielt Manegold von
KONRAD II. die Vogtei über die
Reichenau, etwas nach 1024. Dadurch wird für wenige Jahre bis 1030
die Tätigkeit der Familie der LANDOLDE und des Hezelo als Vögte
der Reichenau unterbrochen; allerdings wird 983 ein Burkhard als Vogt genannt,
dessen Name auf die Nellenburger
Sippe hindeutet, zumindest nicht auf die LANDOLDE. Es liegt nahe, wegen
des gleichen Zeitpunktes und der Nellenburger
Besitzungen zur Reichenau den Vogt und Heerführer Manegold
mit dem Bruder Manegold
von 1030, auf der Reichenau begraben, gleichzusetzen. Sein Bruder Burkhard
ist schwieriger auszumachen.