Tochter des Amadeus
und Nichte des Königs
Arduin von Italien
Brunhofer, Ursula: Seite 153,157,167,168
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen
Königtum des Mittelalters."
Arduin von Ivrea war
Sohn eines Grafen
Dado [5 DD O III 323 und 383. Chronicon Venetum (NMG SS
VII) Seite 35.] und hatte einen Bruder namens Amadeus. Dieser wurde
998 von Bischof Warmund von Ivrea gebannt, taucht aber dann nicht mehr
in der Überlieferung auf. Möglicherweise war jene
Berta filia
Amadei, die inmitten des Besitzschwerpunktes Arduins
in Canavese begütert war [7 In DH II 120 (1006) wird Berta
f. Amadei erwähnt, die die curtis Obiano (Gmd. Rivarolo
Canavese) an Fruttuaria geschenkt hatte. In Rivarolo hatte Arduin
Besitz.], die Tochter dieses Amadeus.
Im Canavese besaß Arduin
neben Canava, Rovoreto, Rivarolo [47 Über die in
der Gemeinde Rivarolo liegende curtis Obiano verfügte 960 Berengar
II. und später Berta f. Amadei, vgl. CdL, Nr. 640
und DH II 120.] und Rivarupta, hinzu kam das Kastell Sparone.
Ausgeschlossen ist auch nicht, daß jene obenerwähnte,
in Canavese begüterte Berta filia
Amadei Arduins Frau und vielleicht
die Tochter von Ansgars
II. Sohn Amadeus
war [111 Eine Enkelin Ansgars II. vermutete in dieser Berta
f. Amadei bereits C. Dionisotti, Le famiglie celebri
medievali dell'Italia superiore, Torino, 1867, Seite 24. In Arduins
Frau allerdings sah er eine Tochter Conrad-Cunos.].
Der fehlende Verweis in HEINRICHS
Fruttuaria-Diplom auf ihren Gemahl König
Arduin könnte dabei durch die
Kanzlei HEINRICHS erklärt werden.
Die curtis Obiano hatte sich einst im Besitz Berengars
befunden, der sie seiner Gattin Willa
geschenkt hatte [112 CdL, Nr. 640 (25. Oktober 960).], dies könnte
auf eine ansgarische Herkunft der ebenfalls in Obiano begüterten
Berta
weisen. Da Berengar über die curtis,
Berta
aber über castellum et capella verfügte, könnte der
Besitz vielleicht zwischen den Söhnen Adalberts I. geteilt
worden sein. Sollte Berta wirklich
Enkelin Ansgars II. und Gemahlin Arduins
gewesen sein, könnten die ansgarischen Besitzungen Arduins
von ihr stammen, zumal Arduins Bruder
Wibert
seinen Besitzschwerpunkt nicht in Canavese hatte - Arduins
zweiter Bruder Amadeus ist nicht als Grunbesitzer faßbar.
Auch Arduins mutmaßlicher Enkel
Arduin
III. hatte noch Besitz in Obiano.
Gegen eine solche Abstammung der Königin
Berta könnte freilich eingewendet werden, daß die
Familie des Ansgar-Sohnes Amadeus - er hatte einen Sohn Berengar
[115 BSSS 78, Nr. 94 (September 985) Berengar fbm Amadei
de locum Mausicio.] - in keiner Weise in Zusammenhang mit den Wirren
um Arduin auftaucht, zudem, daß
der Name von Arduins Bruder Amadeus
eine weiter zurückliegende Verbindung zu den ANSGARIERN nahelegt.
Auf der anderen Seite aber würde diese Herkunft von Arduins
Gemahlin - sie wäre dann immerhin über Ansgars Mutter
Ermengard
eine Nachfahrin der karolingischen Berta
gewesen - ihre bedeutende Stellung in den Königsurkunden ihres Mannes
erklären.
Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen
zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag
Augsburg 1999 Seite 153,157,167,168 -