Waltbert                                         sächsischer Graf
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   - nach 859
 

Sohn des Grafen Immed oder Sohn bzw. Enkel Alfrik/Abbos
 

Wenskus Reinhard: Seite 131-132
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"Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel."

J. Bauermann hat nun darauf hingeweisen [1122 J. Bauermann, Vreden, in: Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands 3, Nordrhein-Westfalen (1963)  Seite 626.], daß der Gedächtnistag des Waltbert in Vreden nicht mit dem des Wildeshausener Waltbert übereinstimmt. Damit ist aber die Identität sehr zweifelhaft geworden. In der Tat hat man bisher übersehen, daß es auch einen gleichzeitig lebenden IMMEDINGER Waltbert gibt, der in einer Corveyer Traditionn von etwa 840 als Bruder Thiadrics (=  Deddis) bezeugt ist [1123 Trad. Corb. A § 104; die bisher allein benutzte Übberlieferung B § 328 hat die Lesart Waldi.]. Unter der Annahme, daß der IMMEDINGER Waltbert Vreden gegründet hat, wird allein die vielumrätselte Angabe Thietmars [1124 Thietmar VII  48. Vgl. dazu H.-J. Freytag, Die Herrschaft der Billunger in Sachsen (Studien und Vrarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 20, 19551) Seite 56. Die Tochter Wichmanns des Älteren, Hadwig, Schwiegertochhter Geros, war nicht nur Äbtissin in Gernrode, sondern auch von Vreden.], der BILLUNGER Wichmann III. sei hier 1016 ad patres suos begraben worden, verständlich, denn sein Großvater Wichmann der Ältere war ja mit einer Schwester der Königin Mathilde, also einer IMMEDINGERIN, verheiratet. Die zur Stützung der Identität beider Waltberte herangezogenen Argumente, das Vorhandensein von Alexanderreliquien in Vreden [1125 F. Tenhagen, Gesammelte Abhandlungen zur Vredenr Geschichte (1939) Seite 42, 184.] und die Nennung Wichberts bzw. Wyperts im Memorienbuch [1126 F. Tenhagen, (wie Anm. 1125) Seite 14; vgl. U. Lobedey, (wie Anm. 1121) Seite 327 Anm. 38.], lassen sich genau so gut für die Annahme eines immedingischen Waltbert nutzen.
Gerade dieses Ergebnis erlaubt uns die Annahme, daß eben dieser Waltbert als Sohn oder eher Enkel Alfrik/Abbos, des Schwiegersohnes von Widukind, der Stammvater der Hauptlinie der IMMEDINGER war. Die Tradition des Thuring comes zeigt deutlich, daß er keine Nachkommenschaft hatte [1127 Trad. Corb. A § 42/B § 266 (etwa 829). Die Schenkung wird gemacht, indem Thuring sich und seiner Frau die Nutzung auf Lebenszeit vorbehält. Wenn seine Frau sich nach seinem Tode wieder verheiraten sollte, würde das Erbe sofort dem Kloster heimfallen. Etwa 847 wurde die Schenkung erneuert: Trad. Corb. A § 140/B § 364.]. Der Bruder des IMMEDINGERS Waltbert, Thiadric/Deddi, hatte zwar einen Sohn Folchard, der aber ziemlich jung gestorben zu sein scheint [1128 Vgl. oben Seite 118.], so daß  es zweifelhaft ist, ob der jüngere Folchard und dessen Brüder bzw. auch dessen Schwester zu seinen Kindern gezählt werden könnnen, oder ob sie Kinder des comes Alfrik sind [1129 Vgl. oben Seite 120f.]
Waltbert wäre dann der Gemahl jener Mathilde, die wir als Großmutter der gleichnamigen Königin und Äbtissin von Herford kennen. Ob er ein Sohn des comes Immed gewesen iist, bleibt unsicher. Dafür spricht, daß  die Familie zeitgenössisch als IMMEDINGI bezeichnet wurde. Da sonst kkeinne anndere bbedeutsame Person dieses Namens bekannt ist, wird man sie aus der Vorfahhrenreihe ungern ausschließen. Immed müßte dann ein Sohn Abboo/Alfriks, der gener Widukinds gewesen sein. Dennoch wird man nicht ganz ausschließen können, daß Waltbert selbst ein Sohn Abbos gewesen ist, wenngleich dies weniger wahrscheinlich bleibt. Es dürfte auch dieser Waltbert gewesen sein, der mit seinem Bruder oder Vetter Alberich/Alfrik 859 die Grafschaft im Graingau und Threcwithi innehatte.
Von den Söhnen Mathildes (und Waltberts, wenn unsere Annahme zutriffft) ist die Nachkommmenschaft des Grafen Dietrich (Theodericus comes) [1130 Widukind von Corvey I 31.] am gründlichsten untersucht worden [1131 S. Krüger (wie Anm. 5) Seite 90ff.; K. Schmid (wie Anm. 947) Seite 11ff.], da sie die engere Familie der Königin Mathilde bildet.