Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 254
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Bitsch
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Ort in Lothringen (Frankreich, Dep. Moselle)
Die Burg Bitsch (Bitche,Bites, Bytes), auf einem Plateau in den
stark bewaldeten Nordvogesen gelegen, wird erstmals 1098 erwähnt,
war aber bereits einige Jahrzehnte früher im Besitz des 2. oberlothringischen
Herzogshauses. Bei einer Erbteilung 1179 fiel Bitsch
dem jüngeren Friedrich
zu, der sich zuweilen dux de Bitsch nannte
und dessen Sohn Friedrich
II. das Herzogtum Lothringen erbte. In der folgenden Generation
diente es wieder zur Ausstattung einer Sekundogenitur, die durch Heirat
auch die Grafschaft Blieskastel erhielt und mit Rainald
von Bitsch 1274 ausstarb. Herzog
Friedrich III. von Lothringen tauschte Bitsch
unter Vorbehalt seiner Lehenshoheit 1297 und 1302 mit den Grafen von Zweibrücken
gegen deren Besitz in Minder, Mörsberg und Saargemünd. Bitsch
wurde nun Sitz der Grafen von Zweibrücken-Bitsch, bis zu
deren Aussterben im Jahre 1570. Innerhalb ihres Territoriums bildete Bitsch
nur eine Herrschaft, deren Reichsunmittelbarkeit von Lothringen bestritten
wurde. - Bei der Burg entstand eine kleine Siedlung, in der 1310 Lombarden
bezeugt sind, und auch Kaiser FRIEDRICH III. 1442
einen Wochenmarkt verlieh. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfolgte
die Verlegung ins Tal. Die mittelalterliche Burg Bitsch wurde 1681
von Vauban zur Festung ausgebaut.
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