Sohn des kaiserlichen Pfalzgrafen
Hucbold und der
Andaberta
Thiele, Andreas: Tafel 393
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
HUBALDUS
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Hubaldus, aus rheinfränkischem
Adel stammend, wurde Graf von Bologna und Romagna und erschien im
engsten kaiserlichen Gefolge der WIDONEN.
LXXXIX. HUBALDUS
der Vater des Grafen
Bonifaz, war in der Zeit der nationalitalienischen Könige
ein Anhänger WIDOS
VON SPOLETO. Mit 300 gutgerüsteten Streitern hatte
er - wie die Gesta Berengarii vermerken - WIDOS
Truppen verstärkt. Auch als dann König
BERENGAR die Hilfe ARNULFS
VON KÄRNTEN gegen
WIDO
anrief und dieser seinen Sohn
Zwentibald nach
Italien schickte, bewährte er sich im Einsatz für WIDO.
Zwentibold
lag - wie Liudprand zu berichten weiß - mit seinen Bayern zunächst
dem in Pavia verschanzten
WIDO gegenüber.
WIDO
wollte sich jedoch nicht auf einen Kampf einlassen. Um aber dessen Truppen
zum Kampfe herauszufordern, erschien alltäglich ein Reiter aus Zwentibalds
Heer und verhöhnte den Gegner. Diese Beschimpfung rächte der
Hubaldus
igitur Bonefatii pater, qui post tempore nostro Camerinorum et Spoletinorum
extiti marchio, indem er sich seinerseits auf einen Reiterkampf einließ
und dabei den vorwitzigen Bayern niederstrecken konnte.
Diese beiden literarischen Quellen legen Hubald
keinen Titel bei. Daß er ein Graf war, ist jedoch aus einer - wenn
auch wohl verfälschten - Urkunde seines Sohnes Bonifatius zu
entnehmen. Wenn man deshalb auch noch ein Schreiben Kaiser
KARLS III. findet, mit dem dieser Hubaldo comes
fideli nostro kundtut, daß er einige Güter der St. Antonin-
und Viktorskirche in Piacenza (der Grabstätte König
Lothars II. von Lothringen) in seinen Schutz genommen habe
und ihn mit der Wahrnehmung des Schutzes betraute, dann hat man wahrscheinlich
auch diese Nennung auf den Vater des Bonifaz zu beziehen; damit
aber wird deutlich, daß Hubald schon unter den letzten KAROLINGERN
ein Amt in Italien verwaltete [5 Vgl. dazu auch Manaresi, I placiti
Seite 254, nr. 71 (= Mem. e doe. di Lucca V, 2 Seite 492, nr. 811): Kaiser
LUDWIG II. im Jahre 871 cum Ubaldo fidele nostro.
- Die Vermutung A. Vicinellis, La famioglia dei conti di Bologna Seite
155, daß Hubald erst 888 mit WIDO
nach Italien kam, ist durchaus abzulehnen.
Welcher Grafschaft Hubald zuzuordnen ist, steht
nicht fest. Bedenkt man jedoch, daß sein Sohn Bonifaz zuerst
in Bologna nachzuweisen ist, wo auch spätere Mitglieder dieser Familie
das Grafenamt verwalteten (vgl Skizze Bonifaz), und daß am 14. September
918 bei einer Grundstücksbegrenzung
intro civitate Bononia ... iura quondam Hubaldi
verzeichnet wurden (Cencetti, Le carte Bolognesi Seite 84, nr. 25), so
darf vielleicht Bologna und das Kirchenstaatsgebiet der Romagna als sein
Aufgabenbereich angenommen werden. Der 922 in Bologna auftretende Angilbertus
comes gehört dieser Familie wohl nicht an. Er dürfte eher
von BERENGAR (Urkundendatierung!) gegen
Bonifaz
(Anhänger
Rudolfs
II.) dort eingesetzt worden sein.].
Hubald war ein Sohn des Pfalzgrafen Hucpold.
- Über Bonifaz und dessen Kinder ist seine fränkische
Abkunft erweisbar.
oo N.N.
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Kinder:
Bonifaz Graf von Bologna
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953
Berta Äbtissin von Sant Andrea in Florenz
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Literatur:
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Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern
und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen
Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau
1960 Seite 77,128,157,199-200,205 - Liudprands von Cremona: Werke
in: Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Band VIII Wissenschaftliche
Buchgesellschaft Darmstadt 1977 Seite 272,274 - Thiele, Andreas:
Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte
Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 393 -