Nach K. A. Eckhardt Sohn des Grafen
Rugger I. von Bilstein
Metz Wolfgang: Seite 350,366
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"Wesen und Struktur des Adels in Althessen" in: DIE
SALIER UND DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel
im Reich der Salier.
Graf
Werner IV. verfügt über die castra Holzhausen und Altenstedt
(bei Jesberg). Graf Meginfrid benennt sich nach Felsberg, Graf Adalbert
nach der Schaunburg (bei Hoof), und ein Eberhard wird in einer Mainzer
Urkunde zuerst nach dem Bilstein, Grafensitz im Werratal, benannt.
Andererseit stellte der Verkauf ganzer Grundherrschaften
- ich denke an die der Grafen
von Bilstein zu einer wesentlich späterne Zeit- die materielle
Existenz des Geschlechts in Frage, auch dann,, wenn dasselbe tatsächlich
nicht ausstarb [227 K. A. Eckhardt, Quellen (wie Anm. 81), Nr. 41.].
Insbesondere stellt sich die Frage, ob nicht Ehen mit wohlhabenden Ministerialen
für die Zukunft den einen oder anderen Mitglieds der adligen Gesellschaft
seit dem 11. Jahrhundert vorteilhaft sein konnte. Bekannt ist nur die Ehe
der Mathilde,
Tochter des Grafen Eberhard von Bilstein, mit Kuno von Arnsburg,
Schwiegervater Eberhards von Hagen-Münzenberg [228 Mainzer
UB 1 (wie Anm. 4), Nr. 386; K. Bosl, Die Reichsministerialität der
Salier und Staufer (MGH Schriften 10), Band 1, Stuttgart 1950, Seite 69f.;
K. Kollmann, Die "Grafen Wigger" (wie Anm. 141), Seite 38ff.].
Bosl, Karl: Seite 69
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"Die Reichsministerialität der Salier und Staufer"
in: Schriftenreihe der MGH 10/1 und 2
Wir erfahren zu 1093, daß Eberhard und sein
Sohn Konrad von Hagen in eine Schenkung ihrer Schwieger- und Großmutter
Mathilde
von Arnsburg, Tochter des Grafen Eberhard von Bielstein, an
das Albanstift in Mainz willigen [2 Wenk, Hessische Landesgeschichte
I Seite 273. A. a. und a.]. Wenn nun, wie K. Möller in seinen Stammtafeln
wiedergibt [3 Walter Möller, Stammtafeln westdeutscher Adelsgeschlecher
I Seite 39ff.], Gertrud, die Tochter Kunos von Arnsburg und
Mathildes,
Gräfin von Bielstein, mit Eberhard von Hagen vermählt
war, dann liegt es nahe, an den pedissequus Kuno, der nach
den Erbbestimmungen für die Kinder zweifellos eine serviens war [4
Außerdem ist es nach der geographischen Lage des geschenkten
Gutes in der Grafschaft Malstatt, das beide Male salischem
Familiengut entstammt, auch identisch mit dem serviens Kuno von 1057.]
und seine nobilis femina Mathilde zu denken, die wir im Diplom
(nr. 137) von 1064 kennen gelernt haben. Wäre diese Gleichung richtig,
dann entstammt Kuno entweder nicht dem angenommenen altdynastischen
Haus ARNSBURG, in dessen Stammburg später die MÜNZENBERGER
ihr
Kloster Altenstadt verlegen, oder seine edelfreie Frau hat ihm das Geld
zugebracht, wonach er dann gegen Ende des 11. Jahrhunderts benannt wird,
was möglich ist, oder Arnsburg ist einfach Dienstsitz dieses
salischen
Hausministerialengeschlechts gewesen.
oo N.N.
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Kinder:
Wigger V.
- vor 1093
?1090 in der Lombardei mit Erf von Frideruna ausgerüstet
Mathilde
- nach
1093
oo etwa 1064
Kuno von Arnsburg
- vor 1093
Literatur:
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Bosl, Karl: Die Reichsministerialität der
Salier und Staufer, Band I und II, in: Schriftenreihe der MGH 10/1 und
2, Hiersemann-Verlag Stuttgart 1950-1951 Seite 69 - DIE SALIER UND
DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich
der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991
Band I Seite 350,366 - Eckhardt Karl August: Eschwege als Brennpunkt
thüringisch-hessicher Geschichte. Verlag Trautvetter & Fischer
Nachfolger. Marburg/Lahn 1964 Seite 97 - Patze, Hans: Die Entstehung
der Landesherrschaft Thüringen, Böhlau Verlag Köln/Graz
1962 -