Nach K. A. Eckhardt einzige Tochter des Grafen
Eberhard von Bilstein
Zotz Thomas: Seite 41,43
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"Die Formierung der Ministerialität" in: DIE
SALIER UND DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel
im Reich der Salier.
Die besondere Förderung erwuchs aus der durch persönliche
Nähe entstandenen Vrerbundenheit, wie sie beispielhaft an einem anderen
Ministerialen HEINRICHS
III. und HEINRICHS
IV. zu zeigen ist: Dieser bezeichnet 1064, also mit 14 Jahren,
den serviens Cuno, der mit der nobilis Mathilde
verheiratet ist, als nostrae inventis pedissequus, als Diener meiner
Jugendzeit. Da er als identisch mit dem in den Altaicher Annalen zu 1069
erwähnten minsier et nutritor regis Cuno gelten darf,
fassen wie hier das früheste Beispiel für die später des
öfteren belegte Funktion des Ministerialen als Prinzenerzieher.
Damit verbindet sich die vielerörterte Frage, inwieweit
bei der Förderung der Ministerialen auch die Heirat supra natales,
die sogenannte Mischheirat zwischen Ministerialität und Adel eine
große Rolle gespielt hat. Mancher Quellenbeleg weist in diese Richtung.
Hier ist an erster Stelle der oben bereits erwähnte serviens und
pesissequus HEINRICHS IV. Cuno,
ein Vorfahr der MÜNZENBERGER, zu nennen [263 Vgl. oben
Seite 41.]. Es mag mit seiner wichtigen Stellung bei Hofe als Prinzenerzieher
zusammenhängen, daß er - vermutlich auf Initiative, ganz gewiß
aber mit Zustimmung HEINRICHS III.
- eine eheliche Verbindung mit der nobili matrona Mathilde
(von Bilstein) eingegangen ist.
Bosl, Karl: Seite 69
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"Die Reichsministerialität der Salier und Staufer"
in: Schriftenreihe der MGH 10/1 und 2
Wir erfahren zu 1093, daß Eberhard und sein
Sohn Konrad von Hagen in eine Schenkung ihrer Schwieger- und Großmutter
Mathilde
von Arnsburg, Tochter des Grafen Eberhard von Bielstein, an
das Albanstift in Mainz willigen [2 Wenk, Hessische Landesgeschichte
I Seite 273. A. a. und a.]. Wenn nun, wie K. Möller in seinen Stammtafeln
wiedergibt [3 Walter Möller, Stammtafeln westdeutscher Adelsgeschlecher
I Seite 39ff.], Gertrud, die Tochter Kunos von Arnsburg und
Mathildes,
Gräfin von Bielstein, mit Eberhard von Hagen vermählt
war, dann liegt es nahe, an den pedissequusKuno, der nach
den Erbbestimmungen für die Kinder zweifellos eine serviens war [4
Außerdem ist es nach der geographischen Lage des geschenkten
Gutes in der Grafschaft Malstatt, das beide Male salischem
Familiengut entstammt, auch identisch mit dem serviens Kuno von 1057.]
und seine nobilis femina Mathilde zu denken, die wir im Diplom
(nr. 137) von 1064 kennen gelernt haben. Wäre diese Gleichung richtig,
dann entstammt Kuno entweder nicht dem angenommenen altdynastischen
Haus ARNSBURG, in dessen Stammburg später die MÜNZENBERGER
ihr
Kloster Altenstadt verlegen, oder seine edelfreie Frau hat ihm das Geld
zugebracht, wonach er dann gegen Ende des 11. Jahrhunderts benannt wird,
was möglich ist, oder Arnsburg ist einfach Dienstsitz dieses
salischen
Hausministerialengeschlechts gewesen.
etwa 1064
oo Kuno von Arnsburg
- vor 1093
Kinder:
Gertrud
-
oo Eberhard von Hagen
-
Literatur:
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Bosl, Karl: Die Reichsministerialität der
Salier und Staufer, Band I und II, in: Schriftenreihe der MGH 10/1 und
2, Hiersemann-Verlag Stuttgart 1950-1951 Seite 69 - DIE SALIER UND
DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich
der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991
Band III Seite 41,43 - Eckhardt Karl August: Eschwege als Brennpunkt
thüringisch-hessicher Geschichte. Verlag Trautvetter & Fischer
Nachfolger. Marburg/Lahn 1964 Seite 97 -