Sohn des
Grafen Babo I. von Kühbach aus seiner 1. Ehe mit der Ita
von Schwaben, Tochter von Herzog Konrad
Nach W. Weniger Sohn des Grafen
Babo I. von Kühbach und der Willibirg
von Ebersberg, Tochter von Graf Adalbero I.
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 67
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18. Udalschalk I.
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F. u. eV.
c. 975 s 12 unter
Babo I.
c 977 zuerst Vogt von Freising nQ 5, 152 ff. n 1251 f.
zuletzt 994/1005 neben dem neuen Hauptvogt Helmpert nQ
5, 228 f. n 1335 f.
c 1000 nobilis vir atque comes
Oudalscalh nQ 5, 217 f. n 1337
1003 9/9 Pösing AG Roding und Frieding G Pitzling
AG Cham liegen im Nordgau sub Oudalscalchi
comitatu DD 3, 67 f. n 56
1004 9/2 Dürn G Günching und Mantlach an der
Laaber G See, beide AG Parsberg liegen (im Nordgau) in der Grafschaft des
Grafen Oudalscalch
(Grafschaft an der unteren Altmühl) DD 3, 75 n 61
1007 1/11 Holzheim AG Rain liegt in pago Horewun in comitatu
Uronis (Kurzform
für Udalscalchi) comitis (Grafschaft
an der mittleren Paar) DD 3, 182 f. n 153; IV.
(1008/09) Graf Udalschalk
übergibt auf dem Sterbebett seinem Bruder Adalpero
einen
Teil seines Eigengutes zu Kühbach und bedenkt seine Schwestern
Liutkart (Kinder erwähnt) und Hilta (Sohn Adalpero erwähnt)
sowie seinen Neffen Babo, Zeugen: Adalpero
comes und Babo Oefele, Kühbach 278 n 1.
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Faußner H. C.:
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"Zur Frühzeit der Babenberger"
Udalschalk, der kinderlos war, beabsichtigte, dass nach seinem Tode auf seinem hinterlassenen Besitz Kühbach, nordöstlich des heutigen Aichach, von seinem Bruder, Graf Adalbero, ein Nonnenkloster errichtet werde. Da er von Kindern unbeerbt und das vorgesehne Dotationsgut Kühbach Erbbesitz war, musste er bei seinen Verwandten, die einen gestaffelten Erb- und Nachfolgeanspruch auf seinen Haus- und Erbbesitz hatten, deren Zustimmung verbunden mit ihrem Verzicht, erreichen. Da Besitz nach Gott das Höchste auf Erden war und zu allen Zeiten "das Erben" einen hohen Stellenwert besaß war dies ein harter Handel. So erhielt Udalschalks Schwester Liutkart das predium Langenwiesen (Gemeinde Tegernsee) mit der Absprache, dass dieses an das Kloster übergehe, wenn ihre Kinder absque legalibus vitam finiant. Seine Schwester Hilta erhielt das predium Taiting, scilicet ut, si filius suus Adalperoheredem non habeat, cenobium illud potenter teneat. Den weiteren Verwandten dagegen musste er den jeweiligen Besitz nur auf ihre Lebenszeit übertragen, so einem nepos Babo: den zu Felber (Gemeinde Gerolsbach), Anderbach (Gemeinde Klingen), Wineden, Beren und Tuiscinga; Adalpert: Mandlach (Gemeinde Handzell); Althoff: Wöresbach (Gemeinde Oberwittelsbach) und Emechenhusen; Walperga: Chrageheim; Helmpert: Weilach; Marquard: Cruti und Udalschalch: Hardt (Gemeinde Weilach). Diese Abfindungsregelung wurde bezeugt durch:
Adalpero comes
Arnolt
Babo
Babo (et) filius Eigel
Sigemar
Adalhart et filius eius Marquart
Pirhtilo
Ilsunch
Crimolt et frater eius Babo
Udalscalch
Rutpreht
Wie wir sehen, eine recht umfangreiche Verwandtschaft, die bei einem Tode ohne Nachkommenschaft abgestuft folgegerechtigt als Erbe des "dinglichen Stammvaters" auftrat. Aufschlussreich für den Besitz der "KÜHBACHER" sind die Verfügungen. Die Kirchweih und die damit verbundene Dotation der Klosterkirche fanden aber nicht vor 1025 statt.
Weinfurter Stefan: Seite 106
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"Heinrich II. Herrscher am Ende der Zeiten"
Noch ein weiterer Besitzschwerpunkt Kunigundes läßt sich in Bayern ausmachen. Er befand sich an der Westgrenze des Herzogtums im Bereich des Lechs. In einer ihrer Urkunden von 1025 wird festgehalten, daß sie dem Adligen Babo den Königshof Ecknach (nahe bei Aichach) anvertraute, damit dieser ihn an das Frauenkloster Kühbach (nordöstlich von Aichach) weitergebe. Dieses Frauenkloster war zwischen 1008 und 1011 von den Grafen von Kühbach-Hörzhausen gegründet worden. Diese Adelsfamilie, die mit den Grafen von Ebersberg verwandt war, muß zur Spitze des bayerischen Adels gezählt werden. Zu ihr gehörte Udalschalk I., der Vogt von Freising und für kurze Zeit, 1003 und 1004, Graf im Nordgau. Er hinterließ bei seinem Tod 1008 seinem Bruder Adalbero, dem Grafen von Kühbach-Hörzhausen, das Vermächtnis, mit einem Teil seines Erbes ein Kloster in Kühbach zu Ehren des hl. Magnus zu gründen. 1011war die Gründung vollzogen. Ihre Schwester Liutgard hatte einen Sohn namens Udalschalk (II.), der die Vogtei über Freising von seinem Onkel übernahm. In der Urkunde Kunigundes für Freising tritt er als Vogt auf. Auch Babo, der Empfänger der Schenkung Kunigundes, ist dieser Familie zuzurechnen, der Kunigunde offenbar in besonderer Weise verbunden war.
Weinfurter Stefan: Babnd I Seite 555
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"Die Salier und das Reich"
Tatsächlich läßt sich außer einer
Namensgleichheit des ersten evident belegten Vertreters dieser Familie,
des Grafen
Adalbero, mit zwei Mitgliedern des Hauses Ebersberg nicht
eine einzige konkrete Beziehung nachweisen zwischen den EBERSBERGERN und
der hier angesprochenen Familie, die wir nach ihrem um 1010 gegründeten
Hauskloster die KÜHBACHER nennen wollen, wobei festzuhalten
wäre, daß auch ein Graf Udalschalk
aus diesem Haus sich einmal so nennt [P.Acht; Traditionen, Nr.1.
Interessanterweise stehen in dieser Urkunde, die auf einem Hoftagh zu Regesburg
ausgestellt wurde, ein Adalpero
comes de Chuopach und ein Eberhard comes de Eparesberg nebeneinander.].
Literatur:
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Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher
am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Puset Regensburg 1999, Seite 106 -