Grafen von Kühbach
 

siehe "Die Salier und das Reich" Band I Seite 555-558

Politisch eigenständige Nebenlinie mit eigenem Familienbewusstsein (nach Flohrschütz Seitenzweig der im Chiemgau beheimateten BABONEN; nach H. C. Faußner BABENBERGER)
Die Grafen von Kühberg gründeten um 1010 das Hauskloster Kühbach. Mittelpunkt ihrer Grafschaft war Hörzhausen. In ihrer Grafschaft lagen die Orte Andling und Todtenweis westlich Aichachs, aber auch das Kloster Bendiktbeuren und das Stift Polling. Als Grafen von Kühbach traten zwei Grafen mit dem Namen Adalbero, zwei Grafen mit dem Namen Udalschalk und zwei mit dem Namen Pabo in Erscheinung. Udalschalk der Jüngere war Vogt von Freising und Weihenstephan. Der vermutlich letzte Vertreter dieses Geschlechts war Babo von Scheyern, aus dessen Händen die Burg Scheyern über seine Tochter Haziga in die des Freisinger Hochstiftsvogtes Otto, des ersten bekannten WITTELSBACHERS, überging. Im Norden ihres Machtraumes traten die späteren Grafen von Scheyern ihre Nachfolge an. Die Burg Scheyern konnte als Allod direkt vererbt werden.

Nach H. C. Faußner waren die Stammeltern der KÜHBACHER der BABENBERGER Poppo und die EBERSBERGERIN Willibirg, Schwester der Grafen Adalbero I. und Eberhard. Dies ist einem Eintrag im Reichenauer Verbrüderungsbuch anlässlich der Verlobung Willibirgs zu entnehmen. Nach der Braut kamen die Eltern des Bräutigams, Graf Heinrich der BABENBERGER und Kunigunde, der Bräutigam, seine Brüder Berthold, der Markgraf, Heinrich der spätere Erzbischof von Trier (956-964), die Schwester Kunigunde mit ihren 4 Kindern, darunter wohl der spätere Bischof Poppo II. von Würzburg (961-983) und Hildegard, die spätere Gemahlin des LIUTPOLDINGER Herzogs Heinrich III.