Maximilla (Konstanze)                   Deutsche Gegen-Königin
-----------------------------                 Königin von Italien
um 1080nach April 1138
 

Jüngere Tochter des Großgrafen Roger I. von Sizilien ( 22.6.1101) aus dem Hause HAUTEVILLE aus seiner 2. Ehe mit der Eremburga von Eu, Tochter von Graf  Robert ( 1089/93)
Schwester von Graf
Gottfried dem Aussätzigen von Sizilien ( nach 1096), Graf Malgerius von Sizilien ( nach 1098), Königin Buzilla (Felicie) von Ungarn ( um 1102), Gräfin Mathilde von Alife, Gräfin Mathilde von Eu ( vor 1094), Gräfin Flandina von Paterno, Gräfin Judith di Conversano ( um 1134), Dame Muriella von Lucy ( nach 1119); Stief-Schwester von Groß-Graf und späterem König Roger II. von Sizlien (26.2.1154), Groß-Graf Simon von Sizlien ( 28.9.1105), Graf Gottfried von Ragusa ( vor 1120), Graf Jordan von Syrakus ( 1091/92), Graf Jordan von Sizilien ( 1092), Herzogin Mathilde von Apulien ( nach 1135), Gräfin Mathilde von Toulouse ( vor 1094), Gräfin Adelisa von Monte S. Angelo ( vor 1096), Gräfin Emma von Clermont ( um 1120), Stief-Tochter von Königin Adelheid von Jerusalem ( 16.4.1118)
Nichte von Herrn
Wilhelm Eisenarm von Ascoli ( 1046), Graf Gottfried von Loritello ( 1063), Gräfin Beatrix von Eu, Serlon I. von Hauteville, Herrn Drogo di Venosa ( 1051), Graf Humfried von Apulien ( 1057), Wilhelm von Hauteville ( wohl 1104), Dame Emma de Bon-Marchais, Mauger (Malgerius) von Hauteville ( 1064), Fürstin Fredesende von Aversa, Herzog Robert Guiscard von Apulien ( 17.7.1085)
Enkelin von Tankred von Hauteville ( um 1041) und der Fredesende von Normandie

Hlawitschka Eduard: Seite 569-574
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"Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige, Kaiser und ihrer Gemahlinnen. Ein kommentiertes Tafelwerk"

XXVIII : Königin Maximillia (von Calabrien und Sizilien), Gemahlin König Konrads (III.)

1 : Königin Maximilla

Die im Früh-Sommer 1095 in Pisa dem jungen König KONRAD (III.) angetraute Tochter des Groß-Grafen von Sizilien und Calabrien Roger I. (aus dem Hause HAUTEVILLE) wird in keiner erzählenden Quelle mit dem Namen genannt; vgl. bei XXVII : König Konrad (III.) nr. 1.
Nun hat W. HOLTZMANN, Maximilla Seite 149-167, auf vier süditalienische Urkunden (3 griechische, 1 lateinische) aus den Jahren zwischen 1130 und 1138 aufmerksam gemacht, in denen eine Maximilla regina, soror Rogerii regis bzw. Maximilla b(onae) m(emoriae) Rogerii Siciliae atque Calabriae piisimi ac Deo dilecti comitis filia kleinere Schenkungen im Bereich von Oppido Mamertino (Region Reggio/Calabria) vornimmt; und er hat diese Dame mit der Gemahlin König KONRADS (III.) identifiziert. Da diese durch die Betonung der Geschwisterschaft mit König Roger II. von Sizilien eine Voll-Schwester desselben gewesen zu sein scheine, werde sie - wie König Roger II. - aus Rogers I. dritter, 1089 geschlossener Ehe mit Adelheid von Vasto hervorgegangen sein und könne sonach auch erst 1089/90 geboren sein. Dazu scheint gut die bei XXVII : König Konrad (III.) nr. 1 zitierte Nachricht des Bernold von Konstanz, Chron. ad. 1095 zu passen, daß Chuonradus rex in Pisa sponsam suam, filiam Rogerii ducis de Sicilia, adhuc admodum parvulam, ...accepit.
In dieser Sicht könnte Maximilla bei ihrer Verheiratung etwa 5 Jahre alt gewesen sein; es müßte sich 1095 also um die Verheiratung eines Kindes gehandelt haben, was damals nicht unmöglich war, wie das Beispiel zeigt, daß Friedrich von Schwaben 1079 von HEINRICH IV. mit dem Herzogtum Schwaben zugleich HEINRICHS damals etwa siebenjährige Tochter Agnes als Ehefrau erhielt. (Vgl. Otto von Freising, Gesta Frederici lib. I cap. 8, ed. F.-J. SCHMALE Seite 144: Filiam quippe, quam habeo unicam, tibi in matrimonio sortiendam tradam ducatumque Suevie ... concedam. Sic itaque predictus Fredericus dux simul Suevorum et gener regis factus [est]). Daß Maximilla bei ihrer Verehelichung noch nicht ehereif war, die Ehe also nur aus politischen und finanziellen Erwägungen geschlossen wurde, ist desgleichen aus den Worten Ekkehards von Aura (vgl. bei XXVII : König Konrad (III.) nr. 1) zu erschließen, man könne kaum glauben, daß König KONRAD (III.) seine Frau jemals "erkannt" habe. - Dem hat W. H. RUDT COLLENBERG. Maximillia Seite 5-49, den (beachtenswerten) Hinweis hinzugefügt, daß die Ehe offenbar vom in die Heiratsabsprachen involvierten Papst Urban II. - nach dem Bericht des ganz zeitgenössischen Gaufredus Malaterra (vgl. bei XXVII : König Konrad (III.) nr. 1) - auctentice dispensata worden sein und daß deshalb - wie er meint - ein eigentlich zu naher Verwandtschaftsgrad der beiden Brautleute vorgelegen haben müsse, was wiederum nur im Falle der Abstammung der Braut aus Rogers I. dritter Ehe mit Adelheid von Vasto gegeben sei. (Rogers I. erste Gemahlin Judith, Tochter Graf Wilhelms von Evreux, starb vor 1080; seine zweite Frau war Eremburg, Tochter Graf Wilhelms von Mortain). Denn dann lag folgende Verwandtschaft vor:

                                          Markgraf Odelrich-Manfred von Turin

                                           oo Berta vom östlichen Ligurien
                                                                           I
                                          -------------------------------------------------------
                                   Berta von Turin                                            Adelheid von Turin

                                oo
Markgraf Theto von Vasto                        oo Graf Otto von Savoyen und Turin

                                        I                                                                               I
                                      ----                                                                            ----
                                 Manfred                                                                     Berta von Turin
                                     
1079                                                              
                                      
                                                                           oo Kaiser HEINRICH IV.
                                      I                                                                                  I    
                              Adelheid von Vasto                                                     König KONRAD (III.)
                                                                                                                         I
                            oo Roger I. von Sizilien                                                           I
                                        I                                                                                I
                                  Maximilla                                                      oo ------------------

[Filiationsnachweise zum linken Stemma-Ast bei R. MERLONE, Aleramici Seite 160, zum rechten Ast bei XXVII : König Konrad (III.)].
H. HOUBEN, Adelaide del Vasto Seite 89, hält diese Sicht für zu hypothetisch und möchte Maximilla lieber als Tochter von Rogers I. zweiter Frau Eremburg ansehen und die päpstliche Dispens auf das Alter der Braut beziehen. Malaterra habe zudem die zu 1089 gesetzte Ehe Rogers I. mit Adelheid von Vasto ganz offfensichtlich - wie nachweislich andere Nachrichten auch - um ein Jahr zu früh angesetzt. Maximilla könnte deshalb auch erst frühestens 1090/91 geboren sein. Und sonach könne es sich auch - wegen der nötigen Dispensierung bei Verheiratung von Kindern unter 7 Jahren - eher um eine 1095 etwa 6-7-jährige und dann eben von Eremburga geborene Tochter Rogers I. gehandelt haben. Diese könne aber ebenso schon um die Mitte der 80-er Jahre des 11. Jahrhunderts geboren sein (Seite 89 Anm. 39). Die Altersangabe Bernolds von Konstanz - adhuc admodum parvulam - sei dann noch immer zutreffend.
Skeptisch gegenüber der Deutung der genannten Malaterra-Stelle als Aufhebung eines Ehehindernisses wegen zu naher Verwandtschaft wird man indessen vor allem bei einer genauen Betrachtung des Wortlautes bei Malaterra, der keine Minderjährigkeit der Braut und auch keine zu nahe Verwandtschaft ausdrücklich als Problem erwähnt, sondern eigentlich nur besagt, daß der junge KONRAD (III.) - nachdem er die Braut "mit aller glaubwürdig vorgenommenen (bzw. rechtsgültig angeordneten) Eherbietung empfangen hatte" (omni honorificentia suscvipiens auctentice dispensata) festlich die Hochzeit feierte (solemnes nuptias celebravit). Wichtig war es den 'Süd-Italienern' offenbar, daß die Roger-Tochter, das Kind eigentlich eines zu außerordentlicher Macht und zu hohem Ansehen gelangten Parvenues, 'wirklich standesgemäß' verheiratet worden ist. Und auffällig wäre es schon, wenn Papst Urban II., der 1085 als damaliger Legat Odo von Ostia in Quedlinburg den immerhin politisch auf seiner Seite stehenden (Gegen-)König HERMANN VON SALM wegen zu naher Verwandtschaft mit seiner Frau angriff (vgl. bei XXVI : Sophie nr. 2/3) und die Ehetrennung verlangte, ingleicher Situation eine Dispens gewährt haben sollte! Deshalb ist der Skepsis Houbens beizupflichten und - da es sich um eine noch 'recht junge Braut' gehandelt hat - sowohl die Verheiratung König KONRADS (III.) mit einem (fast noch) 'Wickelkind' (aus der 3. Ehe Rogers I.) als auch mit einer bereits vor 1080 geborenen und somit 1095 schon nicht mehr als adhuc admodum parvula bezeichenbaren Tochter Rogers (aus dessen 1. Ehe mit der vor 1080 verstorbenen Judith von Evreux) mit großer Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Und dementsprechend ist wohl auch die von T. WELLER erstellte Tafel "Hauteville (Altavilla)" im LexMA IX (Anhang: Stamnmtafeln), in der für Maximilla eine Abstammung 'aus 1. oder 2. Ehe Rogers I.' angegeben ist, einzugrenzen.
Über Maximillas Leben nach dem Tod ihres Gemahls (1101) war bis zu den genannten Arbeiten von W. Holtzmann und W. H. Rudt Collenberg nichts bekannt. Während durch Holtzmanns Nachweis der süditalienischen Urkunden eine Todeszeit Maximillas "nach April 1138" feststeht, hat Rudt Collenberg die Zwischenzeit zu erhellen versucht. Er stützt sich dabei auf die Tilgung eines Satzes Ekkehards von Aura - er nahm die Streichung selbst zwischen 1106 und 1116 vor (vgl. dazu die Einleitung von F.-J. SCHMALE und I. SCHMALE-OTT zu ihrer Ekkehard-Edition Seite 26f.) -, in welchem von einer "taubenhaften Treue" der Witwe König KONRADS (III.) die Rede war, weil sie nämlich "eine zweite Ehe so sehr verschmähte, daß sie, nachden ihrem Leib ein solches Haupt genommen war, den Rest ihres Lebens der Arbeit 'sechzigfältiger Frucht' (Matth. 13, 8. 23; Marc. 4, 8. 20; Luc. 8, 8 zur Virginität in der Witwenschaft) weihte". Ekkehard, Chron. ad 1099, ed. F.-J. SCHMALE und I. SCHMALE-OTT Seite 130:
Quae tamen turturina nihilominus predita fide secundos ultra detestabatur amplexus adeo, ut post ablatum tantum corpori suo caput reliquum vitae suae tempus  labori consecraverit sexagesimi fructus.
Resultierte die Tilgung dieses Satzes aus einer Wiederverheiratung der Witwe König KONRADS? Dann - so hat es Rudt Collenberg plausibel gemacht - dürfte sich Maximilla nach 1106 wiederverheiratet haben. Er verweist auf jene Mathildis regina, die in der Zeit zwischen 1106 und 1110 als uxor des Grafen Guigo von Albon aufzutreten beginnt, mit jenem die drei Kinder Mathilde von Albon, Guigo 'Delphinus' von Albon und Humbert (später Bischof von le Puy, dann Erzbischof von Vienne) hatte und nach dem Tod ihres Gemahls (
21.XII.1125) noch einige Jahre (bis ca. 1129/30?) im einst niederburgundischen Alpenbereich nachweisbar ist. Sie könne mit Maximilla identisch sein. Auffällig sei dabei folgendes:
"Mathilda est le seul membre de la famille des Comtes d'Albon, dont l'anniversaire mortuaire ne se trouve pas mentionne dans le Necrologue de St. Robert de Cornillon, fondation, couvent et sepulture des Albon"; W. H. RUDT COLLENBERG, a.a.O. Seite 36. Dieses Fehlen des Gedächtniseintrages im Nekrolog von Cornillon könnte - nach Rudt Collenberg - eine Folge davon sein, daß Mathilde ihren Lebensabend nicht im Gebiet von Albon verbrachte, ihr Todestag deshalb dort unbekannt blieb. Dies wiederum - und hier fügen sich auch die Geburtsdaten ihrer drei Kinder ein:
nämlich nach 1110/12 - dürfte einer Identifizierung der als Maximilla regina bestimmten Tochter Rogers I. von Sizilien und Gemahlin König KONRADS (III.) mit der Mathildis regina aus der Dauphine den Weg weisen. Diese Gleichsetzung impliziert freilich, daß die Tochter Rogers I. in der durch Heirat erlangten neuen Heimat - der Dauphine - einen anderen Namen führte als in der alten - in Süd-Italien -. Solches ist aber nicht ungewöhnlich. Bei G. THOMA, Namensänderungen Seite 169-200, ist eine große Zahl solcher Fälle zusammengestellt und behandelt worden. Zu erinnern ist hier etwa an Eupraxia von Kiew/Adelheid (2. Gemahlin Kaiser HREINRICHS IV.), Gunhild/Kunigunde (1. Gemahlin Kaiser HEINRICHS III.) und an Aelgifu/Emma (Tochter Herzog Richards I. von der Normandie, Gemahlin König Knuts des Großen von Dänemark und England) oder an Irene/Maria (Gemahlin König PHILIPPS VON SCHWABEN). Zur Namensänderung bestand vor allem dann Anlaß, wenn Namen als außergewöhnlich oder heikel galten, was bei dem an die montanistische Häretikerin Maximilla (vgl. LThK 7, Spalte 579) erinnernden Namen der Roger-Tochter der Fall sein konnte. Daß die nach Süd-Italien gekommenen Normannen nicht nur bewährte normannische Namensformen für ihre Kinder wählten, sondern auch ganz ausgefallene, zeigt die von Graf Rogers I. Bruder Graf Robert Guiskard geübte Praxis:
Nach Ordericus Vitalis, Hist. eccl. lib. XI cap. 12, ed. M. CHIBNALL, Band 6, Seite 70, ließ Robert seinen ältesten Sohn auf den Namen Markus taufen, gab ihm dann aber den Namen des Riesen Boemund:
Marcus quippe in baptismate nominatus est, sed a patre suo, audita in conuiuio ioculari fabula e Buamundo gigante, puero iocunde impositum est. -
So könnte sich also auch das Rätsel um die Mathildis Regina in der Frühgeschichte der Dauphine lösen. Doch hat H. HOUBEN, a.a.O. Seite 100 mit Anm. 96, auch hiergegen Bedenken angemeldet:
Auf dieses Identifizierungsproblem ist hier indessen nicht kritisch einzugehen. Zu beachten ist jedoch vor allem, daß Ekkehard von Aura seine Streichung nicht aus einem Wissen um diie Wiederverheiratung Maximillas mit einem Großen der Dauphine vornahm, sondern - wie F.-J. SCHMALE und I. SCHMALE-OTT in ihrer Ekkehard-Ausgabe (Seite 131 Anm. 5) vermerken - "weil der der irrtümlichen Meinung war, die Witwe KONRADS habe König Balduin I. von Jerusalem geheiratet, wie er in seiner Hierosolymita berichtet".
Vgl. dazu Ekkehards Hierosolimita ebd. Seite 328:
Nonnulli ... narrant. Inter que et regem Balduvinum Ruotgeri ducis Sicilie filiam, Cuonradi regis viduam, in matrimonium duxisse commemorant. (In Wirklichkeit handelte es sich freilich bei Balduins Gemahlin um Rogers Witwe).
Keine genealogischen Ergänzungen, sondern lediglich Beobachtungen zu Maximillas Verwaltungstätigkeit in Oppido, gibt V. von FALKENHAUSEN, Maximilla Seite 362-377. Auch E. GOEZ, Thronerbe Seite 35, geht auf die genauere Herkunft und das Lebensalter Maximillas nicht ein. Einen zustimmenden Hinweis auf Rudt Collenbergs (meines Erachtens nicht überzeugende) Überlegungen gibt G. WUNDER, Die letzten Prinzen Seite 87ff.
Zu früheren Versuchen, den Namen der Gemahlin König KONRADS (III.) zu ermitteln, und zu den ins Spiel gebrachten Namen - Constanze, Violante, Mathilde, Constantia alias Iole - vgl. W. HOLTZMANN, Maximilla Seite 159f.

Schwennicke Detlev: Tafel 12
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

KONRAD
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* 12.II.1074, 27.VII.1101

1076/87 HERZOG VON NIEDER-LOTHRINGEN
Aachen 30.V.1087 Mit-König
1093 König von ITALIEN
Mainz IV.1098 abgesetzt

   1095
  oo KONSTANZE VON SIZILIEN
            

Tochter von Roger I. Graf von Sizilien und Apulien


Schnith Karl Rudolf: Seite 231
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"Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern."

DIE NACHKOMMEN KAISER HEINRICHS IV.

4. KONRAD
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* 12.2.1074
27.7.1101 wohl in Florenz

1076-1089 (weitgehend nomonell) HERZOG von NIEDER-LOTHRINGEN
30.5.1087: in Aachen durch Erzbischof Siegwin von Köln zum (Mit-)König gekrönt
1093: (nach Abfall von HEINRICH IV.) in Monza und nochmals in Mailand von Erzbischof Anselm von Mailand zum König von Italien gekrönt
1098: seiner Würden durch Kaiser HEINRICH IV. enthoben

   (durch Vermittlung Papst Urbans II.)
  oo MAXIMILLA, Tochter des Grafen Roger I. von Sizilien
                  


Thiele, Andreas: Tafel 417
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

KONSTANZE
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   1095
  oo KONRAD VON LOTHRINGEN, Deutscher König


Bünemann, Richard: Seite 258
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"Robert Guiskard 1015-1085. Ein Normanne erobert Süditalien."

Angeblich hat HEINRICH IV. beabsichtigt seinen ältesten Sohn KONRAD mit einer Tochter Guiskards zu verheiraten. Falls der Plan des Königs überhaupt sondiert worden ist, hat der Normannen-Herzog ihn aus grundsätzlichen Erwägungen aber nicht aufgegriffen. Später heiratete KONRAD, nachdem er vom Vater abgefallen war, durch Vermittlung Papst Urbans II. doch noch eine HAUTEVILLE, nämlich Maximilla, eine Tochter des Grafen Roger von Sizilien [627 GM, lib. IV, cap. XXIII, Seite 101; T. Struve: König Konrad. In: LMA V/6, col. 1341.].

Houben, Hubert: Seite 24
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"Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident."

Zwei Heiraten von Töchtern Rogers mit Königen kamen aber zustande. Als der 1087 zum deutschen König gekrönte KONRAD, der Sohn HEINRICHS IV., sich 1093 gegen seinen Vater erhob und sich in Mailand zum König von Italien krönen ließ, rieten ihm Urban II. und Mathilde von Canossa, eine Tochter Rogers I. zu heiraten. So könne er das erlangen, was ihm bisher noch fehlte, um ein richtiger König zu sein:
eine Gemahlin und Geld. 1095 fand die Hochzeit mit Maximillia, so der vermutliche Name der Braut, statt. Nach seinem Tode (1101) kehrte die Grafen-Tochter in den Süden zurück.

 
 
 
 

 1095
  oo KONRAD König des Deutschen Reiches
       12.2.1074 27.7.1101

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Rudt Collenberg:

 nach 1106
  2. oo
Guido III. Graf von Albon und Grenoble
             
21.12.1125



Kinder:

  Guido IV. Graf von Albon
     
28.6.1142  

  Garsende
     

 
  oo Wilhelm III. von Urgel, Graf von Forcalquier
          
1129  

  Humbert d'Albon Bischof von Le Puy (1128-1147)
     
1147            Erzbischof von Vienne (1145-1147)
 
  Mathilde
     
nach 1.1145  

 1120
  oo Amadeus III. Graf von Savoyen-Aosta
      1094
30.3.1148
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Quelle:
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Ekkehardi Chronica: Die Chronik des Ekkehards von Aura -

Literatur:
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Althoff Gerd: Heinrich IV. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2006 Seite 212 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 11 Seite 22 - Bünemann, Richard: Robert Guiskard 1015-1085. Ein Normanne erobert Süditalien. Böhlau Verlag GmbH & Cie, Köln 1997 Seite 258 - Golinello, Paolo: Mathilde und der Gang nach Canossa, Artemis und Winkler Düsseldorf 1998 Seite 263 - Hlawitschka Eduard: Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige, Kaiser und ihrer Gemahlinnen. Ein kommentiertes Tafelwerk Band I 911-1137 Teil 1 und Teil 2 Hahnsche Buchhandlung Hannover 2006 Seite 318,569-575 - Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 24 Tafel 2 - Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V. 1. - 7. Band, Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1890 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 169 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 231 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 12 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 417 -