Heden I.                                                   Herzog von Thüringen
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    - vor 687 (um 650/60 Rosenstock)
 

Nach Dirk Rosenstock Sohn des Herzogs Hruodi = Herzog Radulf
Nach Friese Sohn des Herzogs Radulf von Thüringen
Nach Störmer Sohn des Herzogs Hruodi = ?dux Crodobertus
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1985
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HEDENE
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Aus der "Passio Kiliani" ergibt sich die Mannesfolge Hruodi - H. (Hetan) der Ältere - Gozbert - H. (Hetan) der Jüngere. Der Leitname begegnet außerdem schon 590 (Chedin/Ethen, austrasischer Herzog unter Childebert II.) und noch einmal gegen Mitte des 7. Jahrhunderts (Cheden/Goden, Bruder Bischof Abbos [Goericus'] von Metz, eventuell identisch mit Heden dem Älteren). Die traditionelle Gleichsetzung Hruodis mit Herzog Radulf von Thüringen läßt sich nicht halten. Vielmehr scheint Hruodis Sohn Heden der Ältere, nicht erst Heden der Jüngere, schon nach 642/43 an der Wiedereroberung Thüringens für das Reich mitgewirkt zu haben.


Störmer Wilhelm: Seite 11-21
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"Zu Herkunft und Wirkungskreis der merowingerzeitlichen 'mainfränkischen' Herzöge"

Allein die Pssio minor sancti Kiliani bietet die Rekonstruktionsmöglichkeit der mainfränkischen Herzogsreihe. Der Quelle zufolge waren die Eltern des letzten Herzogs Heden II. ein dux Gozbert und seine Gemahlin Geilana (die vorher mit einem nicht namentlich bekannten Bruder Gozberts verheiratet gewesen sein soll). Dux Gozbert wiederum wird als Sohn Hetanis senioris, qui fuit filius Hruodis bezeichnet. Obgleich nicht ausdrücklich betont, darf doch mit Sicherheit angenommen werden, daß die beiden genannten Personen Heden der Ältere und Hruodi bereits Herzöge des mainfränkischen Raumes waren. Für Würzburg und Mainfranken gilt also laut Passio I die Herzogsreihe Hruodi- Heden I. - Gozbert - Heden II. [So verstand es auch die Passio. Auch wenn es sich um eine Passio, das heißt Legende im Sinne Lotters (F. Lotter, Severinus von Noricum. Legende und historische Wirksamkeit 1976 Seite 1-20), handelt, legt sie Wert auf die Rahmengegebenheiten. Für den Schreiber des 8. und 9. Jahrhunderts waren diese Herzogsnamen bekannt. Wären die Vorfahren Gozberts noch keine Herzöge gewesen, hätte er sicherlich dazu eine Bemerkung geacht.]
 
 
 
 

  1. oo N.N.
                  -

  2. oo 1. Bilihild (Gailana) [nach Friese]
                    -
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe
  Gozbert (nach Friese Bruder Hedens I.)
          -   689

  Sohn  unbekannten Namens
         -
 
 
 
 

Literatur:
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Störmer Wilhelm: Zu Herkunft und Wirkungskreis der merowingerzeitlichen 'mainfränkischen' Herzöge in Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag. Verlag Michael Lassleben Kallmünz Opf. 1993 Seite 11-21 -
 
 
 
 
 
 


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