Abbo                                                        Bischof von Metz (697-707)
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    -   707
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1985
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HEDENE
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Der Leitname begegnet außerdem schon 590 (Chedin/Ethen, austrasischer Herzog unter Childebert II.) und noch einmal gegen Mitte des 7. Jahrhunderts (Cheden/Goden, Bruder Bischof Abbos [Goericus'] von Metz, eventuell identisch mit Heden dem Älteren).


Ewig Eugen: Seite 193
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"Die Merowinger und das Frankenreich"

Zu den Bischöfen, die das besondere Vertrauen der ARNULFINGER besaßen, gehörte Abbo von Metz, der Pippin auf neustrischen Synoden und Reichsversammlungen vertrat.

Jarnut Jörg: Seite 106,108
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"Agilolfingerstudien"

Abbo war 10 Jahre 1 Monat und 26 Tage Bischof von Metz.
Hingegen wird zwischen 667 und 693/94 in drei Urkunden ein Bischof Abbo genannt, also ein Namensvetter seines Nachfolgers. Dies hat seit Duchesne viele Forscher veranlaßt, jenen Abbo mit dem Metzer Bischof zu identifizieren. Nun sind zwei der Dokumente, in denen sein Name genannt wird, neustrischen Ursprungs. Das erste ist ein Privileg des Bischofs Drauscius von Soissons für das Kloster Sainte-Marse vom 25. Juni 667. Das zweite ist eine Urkunde Bischof Aigilberts von Le Mans vom Juni 668. Das dritte hingegen ist eine Gerichtsurkunde König Chlodwigs III. von 693 oder 694, die austrische Streitigkeiten regelt. Mit Ingrid Heidrich ist anzunehmen, daß der in den ersten Urkunden genannte Abbo wegen der fast ausschließlich neustrischen Bezüge nicht der Metzer Bischof war, sondern vielleicht sein Namensvetetr aus Troyes. Hingegen dürfte der in den 90-er Jahren in dem dritten Diplom erwähnte Abbo tatsächlich unser Metzer Bischof gewesen sein, wie der austrische Inhalt der königlichen Gerichsturkunde von 693/94 nahelegt, wo Rechtstreitigkeiten um Besitzungen im Gebiet von Verdun entschieden werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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