Gundahar, Gunther                         König der Burgunder (406-436)
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    436
 

Aus dem Geschlecht der GIBIKUNGEN
 

Lexikon des Mittelalters:
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Gundahar, König der Burgunden
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Nach der Überlieferung Sohn von Gibica, Bruder von Gislahar und Gundomar (Gernot), herrschte in Worms. 411 setzte Gundahar gemeinsam mit Goar, einem König der Alanen, Iovinus als Kaiser ein. 435 griff Gundahar das römische Gallien an, wurde aber von Aëtius besiegt, zur Unterwerfung gezwungen und 436 mit großen Teilen seines Volkes von den (auf Betreiben des Aëtius handelnden?) Hunnen vernichtet. In Nibelungensage und -dichtung (Nibelungen) ist er als Gunnar/Gunther eine der Hauptgestalten.

J. Richard



Thiele, Andreas: Tafel 222
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

GUNDAHAR
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    + 434 gefallen

Gundahar war König der Burgunder im Oberrheingebiet um Worms. Er hatte sein Volk im Verlauf der Völkerwanderung in dieses Gebiet geführt und war durch den Gegen-Kaiser Jovinus, den er unterstützt hatte, römischer Föderat geworden. Er ist zwischen 420 und 434 quellenmäßig nicht greifbar. Er wird wohl ständig Streit mit angrenzenden Germanenvölkern gehabt haben, besonders den Franken. Vor der Völkerwanderung saß sein Volk etwa im Raum Mecklenburg/-Brandenburg. Gundahar wurde wohl um 430 Christ und drängte in den belgischen Raum gegen die Franken. Es kam deshalb zum Krieg mit Westrom und der römische Heermeister Aetius rief die Hunnen zu Hilfe. Gundakar fiel gegen die Hunnen (ein Kern der Nibelungensage), die burgundischen Volksreste wurden in Burgund als Föderaten angesiedelt.



Die Burgunder überschritten 406 zugleich mit den Wanadalen den Rhein und drangen in das römische Gallien ein. Sie wurden im linksrheinischen Gebiet ansässig und gingen ein Föderatenverhältnis zu Rom ein. 413 überließ der Kaiser Honorius den Burgundern einen Teil des an den Rhein angrenzenden Galliens, die hier ihr Reich mit dem Hauptsitz in Worms gründeten. Als 435 König Gundahar seinen Machtbereich auf die römische Provinz Belgica I ausdehnen wollte, verhinderte der römische Heermeister Aetius mit Hilfe hunnischer Truppen das Vorhaben der Burgunder. Sie wurden vernichtend geschlagen. Die Königssippe mit König Gundahar und angeblich 20.000 Burgunder fanden den Tod. - Ausgangspunkt der Nibelungensage.
 
 
 
 

Literatur:
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Schreiber Hermann: Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite 157,162,164,167 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 222 -