Aus dem Geschlecht der GIBIKUNGEN
Lexikon des Mittelalters:
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Gundahar, König der Burgunden
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Nach der Überlieferung Sohn von Gibica, Bruder von Gislahar und Gundomar (Gernot), herrschte in Worms. 411 setzte Gundahar gemeinsam mit Goar, einem König der Alanen, Iovinus als Kaiser ein. 435 griff Gundahar das römische Gallien an, wurde aber von Aëtius besiegt, zur Unterwerfung gezwungen und 436 mit großen Teilen seines Volkes von den (auf Betreiben des Aëtius handelnden?) Hunnen vernichtet. In Nibelungensage und -dichtung (Nibelungen) ist er als Gunnar/Gunther eine der Hauptgestalten.
J. Richard
GUNDAHAR
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+ 434 gefallen
Gundahar war König
der Burgunder im Oberrheingebiet um Worms. Er hatte sein Volk im Verlauf
der Völkerwanderung in dieses Gebiet geführt und war durch den
Gegen-Kaiser
Jovinus, den er unterstützt hatte,
römischer Föderat geworden. Er ist zwischen 420 und 434 quellenmäßig
nicht greifbar. Er wird wohl ständig Streit mit angrenzenden Germanenvölkern
gehabt haben, besonders den Franken. Vor der Völkerwanderung
saß sein Volk etwa im Raum Mecklenburg/-Brandenburg.
Gundahar
wurde wohl um 430 Christ und drängte in den belgischen Raum gegen
die Franken. Es kam deshalb zum Krieg mit Westrom und der römische
Heermeister Aetius rief die Hunnen
zu Hilfe. Gundakar fiel gegen die Hunnen
(ein Kern der Nibelungensage), die burgundischen Volksreste wurden in Burgund
als Föderaten angesiedelt.
Literatur:
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Schreiber Hermann: Die Hunnen. Attila probt den
Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite 157,162,164,167
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 222 -