Berthold von Urach                                   Abt von Thennenbach
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      -   1242
 

Jüngerer Sohn des Grafen Egino I. der Bärtige von Urach und der Agnes von Zähringen, Tochter von Herzog Berthold IV.
 

Berthold war mit seinem Bruder Konrad 1198 für den Onkel Berthold V. von Zähringen in Köln in Geiselhaft. Er wurde von Konrad sehr gefördert und war auch hoch geschätzt. Er war Zisterzienser und wurde zuerst Abt von Thennebbach, das er sehr förderte, 1221-1240 Abt von Lützel/Pfirt und 1240 von Salem. Er nahm 1215 am Laterankonzil teil.
 
"DIE ZÄHRINGER" Band I
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Dieter Geuenich: Seite 106
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"Bertold V."

Den Gipfel der Eskaltion in diesem gespannten Verhältnis provozierten die Tennenbacher zweifellos unter ihrem Abt Bertold von Urach, einem Neffen des Herzogs, auf den noch näher einzugehen sein wird. Er erlangte 1214 von FRIEDRICH II. eine königliche Schutzurkunde für Tennenbach, und zwar, wie Schwinekörper vermutet, "hinter dem Rücken seines herzoglichen Onkels und Feindes". Damit war das Kloster ebenso wie die Mutterabtei Salem direkt dem STAUFER-König unterstellt und dem herzoglichen Einfluß völlig entzogen.
Dem Zisterzienserorden soll sich der Herzogsneffe Bertold von Urach, wenn wir den Quellen Glauben schenken dürfen, erst aufgrund eines Gelübdes zugewandt haben, das er im Jahre 1198 im Zusammenhang mit der Königskandidatur seines Onkels leistete. Bertold und sein Bruder Konrad mußten als Geiseln in Köln zurückbleiben.