Otto I. der Schöne                            Herzog zu Olmütz
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um 1040
1087 (11.8.1091)
                Olmütz

Jüngerer Sohn des Herzogs Bretislav I. von Böhmen aus dem Hause der PREMYSLIDEN und der Judith von Schweinfurt, Tochter von Markgraf Heinrich I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1577
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Otto I., mährischer Teilfürst
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9. Juni 1087

Jüngster Sohn Bretislavs I., Fürst von Böhmen

  oo Eufemia von Ungarn

Nach dem Tod des Vaters (1055) sollte er mit den Brüdern Vratislav II. und Konrad die Verwaltung Mährens übernehmen, stieß jedoch auf Widerstand Spytihnevs II. (1055-1061). Erst nach 1061 konnte Otto I. mit der Bewilligung Vratislavs als Teil-Fürstentum in Olmütz herrschen. Während seiner Regierung trat er oft mit den älteren Brüdern Konrad und Bischof Jaromir von Prag gegen zentralistische Bestrebungen Vratislavs auf. Otto und seine Gemahlin gründeten 1078 das Benediktinerkloster Hradiste bei Olmütz. Otto (Beiname 'der Schöne') gilt als Urahn des Olmützer Zweiges der PREMYSLIDEN.


Brandenburg Erich: Tafel 32 Seite 65
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

X. 105. OTTO I.
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* ...,
1086 9. VI.

Herzog von Olmütz

Gemahlin:
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Eufemia, Tochter König Belas I. von Ungarn
    
1111 2. IV. 
Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Tafel 1
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"Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte"

OTTO I.
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9.7.1087

Fürst von Mähren-Olmütz 1061-1087

  oo EUFEMIA VON UNGARN
            
2.4.1111

Tochter des Königs Bela I. von Ungarn

Thiele, Andreas: Tafel 77
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

OTTO I. "DER SCHÖNE"
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1087

Otto I. der Schöne
erhielt 1054 durch seinen Vater Mähren, residierte zu Brünn, wurde 1057 von seinem Bruder Spitignev verjagt und mußte sich als Truchseß in den Hofdienst begeben. 1061 erneut Herzog von Mähren, residierte er jetzt zu Olmütz, gab seinem Bruder Konrad den Part Brünn ab und stand mit diesem und Jaromir gegen die zentralistischen Bestrebungen Herzog Vratislavs II. Er setzte 1068 mit die Ernennung Jaromirs zum Bischof in Prag durch gegen die Absichten Vratislavs. Er griff in die ungarischen Bruderkriege ein und hatte ständig Grenzstreitigkeiten mit Österreich.

  oo EUPHEMIA VON UNGARN
            
IV. 1111

Tochter König Belas I.

  oo Euphemia von Ungarn, Tochter des Königs Bela I.
            
2.4.1111
 
 
 
 
 
Kinder:

  Swatopluk
       
21.9.1109
 
  Otto II.
      
18.2.1126




Literatur:
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Böhmenchronik des Cosmas von Prag mit zwei Fortsetzungen - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 32 Seite 65 - Palacky Franz: Geschichte von Böhmen 1842 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 77 - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Tafel 1 -