Begraben: Kloster Eldena bei Greifswald
Sohn des Herzogs
Wartislaw IX. von Pommern-Wolgast-Demmin und der Sophie von
Sachsen-Lauenburg, Tochter von Herzog Erich IV.
Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2145
*******************
Erich II., Herzog vom Pommern-Wolgast aus dem Hause der GREIFEN
----------
* um 1425, + 6. Juli 1474
Wolgast
Begraben: Kloster Eldena bei Greifswald
Er folgte im vorpommerschen Teil des Herzogtums Wolgast
seinem Vater Wartislaw
IX. (+ 1457), der 1456 die Universität Greifswald auf Betreiben
des Bürgermeisters Heinrich Rubenow, dem Erich
II. feindlich gegenüberstand, errichtet hatte. Durch seine
Ehe mit Sophia (1451), der Tochter Herzog
Bogislaws IX. von Stolp (+ 1446), erlangte Erich
II. den Anspruch auf den hinterpommerschen Teil (Stolp) des
1372 geteilten Herzogtums Wolgast. Im Krieg zwischen dem Deutschen
Orden und Polen setzte sich Erich II.
als Bundesgenosse König Kasamirs IV. in
den Besitz der Gebiete von Lauenburg und Bütow, die er auch über
den Zweiten Thorner Frieden 1466 hinaus behauptete. Im Stolper Herzogtum
regierte der Vetter Bogislaw
IX., der Unionskönig
Erich als Herzog
Erich I. bis zu seinem Tode 1459. Erich
II. konnte nur einen Teil des Erbes übernehmen, ein anderer
fiel an die Stettiner Linie des pommerschen
Herzogshauses. Als diese 1464 mit Herzog
Otto III. ausstarb, kam es zu langjährigen kriegerischen Auseinandersetzungen
mit Brandenburg, das das Herzogtum Stettin als Lehen beanspruchte.
Im Vertrag zu Prenzlau 1472 übertrug es Kurfürst Albrecht Achilles
mit Zustimmung Kaiser FRIEDRICHS III.
(1473) Erich II. und seinem Bruder
Wartislaw
X. Nach dessen Tod 1478 konnte der älteste Sohn Erichs
II., Herzog
Bogislaw X., das gesamte , 1295 in die Herzogtümer Stettin
und Wolgast geteilte Pommern wieder vereinigen.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Erich II. erzwang nach jahrelangem
Streit mit seinem königlichen Cousin Erich
von Dänemark 1457 Mitherrschaft und Erbnachfolge in Hinter-Pommern
und folgte ihm 1459 als Herzog von Hinter-Pommern-Stolp-Schlawe und folgte
1457 zu Wolgast-Demmin, erbte 1464 auch Pommern-Stettin und vereinigte
damit ganz Pommern. Er bekam auch die polnischen Lehen Lauenburg, Bütow
und Schlochau und mußte dem Bruder, der Hinter-Pommern forderte,
Rügen-Stralsund abtreten. Er stritt jahrelang mit Brandenburg, mußte
1472 für Stettin dessen Lehenshoheit anerkennen und erneut auf Uckermark
Verzicht leisten. Er stand mit Polen gegen den Deutschen Ritterorden wegen
Pomerellen, vermittelte zwischen den Bischöfen von Kammin und Kolberg
und sicherte sich in den Bistümern entscheidenden herzoglichen Einfluß.
Er regierte in einer ständig unruhigen Zeit, scheiterte mit seinen
Ansprüchen auf die Neumark an Brandenburg und starb an der Pest.
1451
oo Sophie von Hinter-Pommern-Stargard, Tochter des Herzogs Bogislaw
IX.
um 1435-24.8.1494
Nichte und Erbin von König
Erich I.
Sie war bald mit ihm wegen Wittums- und Erbschaftsfragen
zerstritten.
9 Kinder:
Bogislaw X. der Große
3.6.1454-5.10.1523
Kasimir VI.
um 1455-8.15.9.1474
Wartislaw XI.
nach 1465- 1475
Barnim
- 1474
Elisabeth Priorin zu Verchen
- 1516
Sophie
-26.4.1504
31.5.1478
oo Magnus II. Herzog von Mecklenburg-Schwerin
1441-20.11.1503
Margarete
-27.3.1526
13.1.1482
oo Balthasar Herzog von Mecklenburg-Schwerin
1451-16.3.1507
Katharina
- 1526
1487
oo Heinrich I. Herzog von Braunschweig
1463-23.6.1514
Marie Äbtissin von Wollin
- 1512