Erich II.                                                     Herzog von Hinterpommern-Stolp-Schlawe (1459-1474)
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um 1425-5.7.1474
              Wolgast

Begraben: Kloster Eldena bei Greifswald

Sohn des Herzogs Wartislaw IX. von Pommern-Wolgast-Demmin und der Sophie von Sachsen-Lauenburg, Tochter von Herzog Erich IV.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2145
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Erich II., Herzog vom Pommern-Wolgast aus dem Hause der GREIFEN
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* um 1425, + 6. Juli 1474
                    Wolgast

Begraben: Kloster Eldena bei Greifswald

Er folgte im vorpommerschen Teil des Herzogtums Wolgast seinem Vater Wartislaw IX. (+ 1457), der 1456 die Universität Greifswald auf Betreiben des Bürgermeisters Heinrich Rubenow, dem Erich II. feindlich gegenüberstand, errichtet hatte. Durch seine Ehe mit Sophia (1451), der Tochter Herzog Bogislaws IX. von Stolp (+ 1446), erlangte Erich II. den Anspruch auf den hinterpommerschen Teil (Stolp) des 1372 geteilten Herzogtums Wolgast. Im Krieg zwischen dem Deutschen Orden und Polen setzte sich Erich II. als Bundesgenosse König Kasamirs IV. in den Besitz der Gebiete von Lauenburg und Bütow, die er auch über den Zweiten Thorner Frieden 1466 hinaus behauptete. Im Stolper Herzogtum regierte der Vetter Bogislaw IX., der Unionskönig Erich als Herzog Erich I. bis zu seinem Tode 1459. Erich II. konnte nur einen Teil des Erbes übernehmen, ein anderer fiel an die Stettiner Linie des pommerschen Herzogshauses. Als diese 1464 mit Herzog Otto III. ausstarb, kam es zu langjährigen kriegerischen Auseinandersetzungen mit Brandenburg, das das Herzogtum Stettin als Lehen beanspruchte. Im Vertrag zu Prenzlau 1472 übertrug es Kurfürst Albrecht Achilles mit Zustimmung Kaiser FRIEDRICHS III. (1473) Erich II. und seinem Bruder Wartislaw X. Nach dessen Tod 1478 konnte der älteste Sohn Erichs II., Herzog Bogislaw X., das gesamte , 1295 in die Herzogtümer Stettin und Wolgast geteilte Pommern wieder vereinigen.
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Erich II. erzwang nach jahrelangem Streit mit seinem königlichen Cousin Erich von Dänemark 1457 Mitherrschaft und Erbnachfolge in Hinter-Pommern und folgte ihm 1459 als Herzog von Hinter-Pommern-Stolp-Schlawe und folgte 1457 zu Wolgast-Demmin, erbte 1464 auch Pommern-Stettin und vereinigte damit ganz Pommern. Er bekam auch die polnischen Lehen Lauenburg, Bütow und Schlochau und mußte dem Bruder, der Hinter-Pommern forderte, Rügen-Stralsund abtreten. Er stritt jahrelang mit Brandenburg, mußte 1472 für Stettin dessen Lehenshoheit anerkennen und erneut auf Uckermark Verzicht leisten. Er stand mit Polen gegen den Deutschen Ritterorden wegen Pomerellen, vermittelte zwischen den Bischöfen von Kammin und Kolberg und sicherte sich in den Bistümern entscheidenden herzoglichen Einfluß. Er regierte in einer ständig unruhigen Zeit, scheiterte mit seinen Ansprüchen auf die Neumark an Brandenburg und starb an der Pest.
 
 
 
 

 1451
  oo Sophie von Hinter-Pommern-Stargard, Tochter des Herzogs Bogislaw IX.
       um 1435-24.8.1494
 
     Nichte und Erbin von König Erich I.
 
     Sie war bald mit ihm wegen Wittums- und Erbschaftsfragen zerstritten.
 
 
 
 
 
9 Kinder:
 
  Bogislaw X. der Große
  3.6.1454-5.10.1523
 
  Kasimir VI.
  um 1455-8.15.9.1474
 
  Wartislaw XI.
  nach 1465-   1475

  Barnim
         -   1474
 
  Elisabeth Priorin zu Verchen
       -   1516
 
  Sophie
         -26.4.1504
 
31.5.1478
  oo Magnus II. Herzog von Mecklenburg-Schwerin
      1441-20.11.1503
 
  Margarete
          -27.3.1526
 
13.1.1482
  oo Balthasar Herzog von Mecklenburg-Schwerin
      1451-16.3.1507
 
  Katharina
         -   1526

 1487
  oo Heinrich I. Herzog von Braunschweig
      1463-23.6.1514
 
  Marie Äbtissin von Wollin
         -   1512