Gerlach I.                                       Graf von Nassau (1298-1355)
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vor 1288-7.1.1361
 

Begraben: Kloster Liebenau
 

Jüngerer Sohn des Königs ADOLF I. VON NASSAU und der Imagina von Limburg, Tochter von Graf Gerlach I.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 61
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

GERLACH I.
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    +

1304 imm Bologna
Can zu Lüttich
1305 Graf von NASSAU in WIESBADEN, IDSTEIN und WEILBURG
1326 in 1/2 WEILNAU

Begraben: Kloster Liebenau

  I. oo 12.I./13.V.1307
           AGNES VON HESSEN
                      + 13.I.1322

Begraben: Klarenthal

Tochter von Landgraf Heinrich dem Jüngeren

  II. oo vor 4.I.1337
            IRMGARD VON HOHENLOHE
                    + 11.V.1372

Witwe von Konrad  III., Burggraf von Nürnberg, Tochter von Kraft II. und Adelheid von Württemberg



Thiele, Andreas: Tafel 308
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

GERLACH I.
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* vor 1288, + 1361

Gerlach I. söhnte sich mit König ALBRECHT I. aus, stand 1312-1322 im Thronkrieg gegen LUDWIG IV. VON BAYERN, anerkannte ihn erst 1322 und erhielt eine eigene Münze in Wiesbaden, wo er 1318 belagert worden war. Er geleitete 1310 König Johann von Luxemburg nach Prag, zog 1312/13 mit Kaiser HEINRICH VII. nach Italien und war 1327-1330 mit Kaiser LUDWIG IV. in Italien. Er hatte im bayerischen Bruderkrieg zugunsten Rudolfs I. zu vermitteln versucht und setzte sich in seinem Gebiet energisch für den Landfrieden ein, erreichte aber nur erfolglose Friedensabschlüsse mit den Nachbarn. Er konnte schon 1309 die Beisetzung seines königlichen Vaters im Kaiserdom Speyer erreichen und war 1314 bei der Krönung von König FRIEDRICH (III.) VON HABSBURG in Bonn Erzmarschall. Er wurde 1326 kaiserlicher Vogt von der Wetterau, erhielt 1336 die Biebricher Fährte als Reichslehen und war 1338 kaiserlicher Gesandter in Avignion. Er erwarb unter anderem Neu-Weilnau mit Usingen, die Grafschaft Merenberg mit Gleiberg, Londorf, Freienfels und anderen Orten, war Gegner besonders von Katzenelnbogen, Kurmainz, Kurtrier und Hessen, dankte ab und tauchte danach noch mehrmals im kaiserlichen Gefolge KARLS IV. auf. Er hielt sich vorwiegend auf Sonnenberg auf.

  I. oo AGNES VON HESSEN
                     + 1322

Tochter des Erbprinzen Heinrich

  II. oo IRMGARD VON HOHENLOHE
 

Tochter des Grafen Kraft II. zu Weikersheim  und Witwe des Burggrafen Konrad III. von Nürnberg
(insgesamt 9 Kinder)



    1307
  1. oo Agnes von Hessen, Tochter des Erb-Prinzen Heinrich
                   -13.1.1332

    1337
  2. oo 2. Irmengard von Hohenlohe, Tochter des Grafen Kraft II.
                      -13.1.1371
 
 
 
 

9 Kinder:
1. Ehe

  Adolf I. Graf von Nassau-Wiesbaden
  1307-17.1.1370

  Johann I. Graf von Nassau-Weilburg
  1309-20.9.1371

  Adelheid
         -4.8. um 1345

 1329
  oo Ulrich III. Graf von Hanau
            - um 1370

  Agnes Äbtissin von Clarental (1355-1358)
          -17.5.1358

  Elisabeth
       - nach 18.4.1359

vor 1326
  oo Ludwig Graf von Hohenlohe-Uffenheim
              -   1356

  Gerlach Erzbischof von Mainz
  um 1322-12.2.1371

  Marie
         -1.10. nach 1361

 vor 1336
  oo Konrad von Weinsberg
              -

2. Ehe

  Kraft Graf zu Sonnenberg
         -1.10. nach 1361

  Ruprecht VII. der Streitbare
  um 1340-4.9.1390
 
 
 

Literatur:
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Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 61 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 308 -