Diane de France                                   Herzogin von Castro
---------------------
1538-3.1.1619
Piemont

Illegitime Tochter des Königs Heinrich II. von Frankreich und der Piemonteserin Philippine Duc
 

1547 legitimiert
1588 half sie zu dem Ausgleich zwischen Heinrich III. und Heinrich von Navarra, dem sie auch nach seiner Thronbesteigung nahestand.

Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Seite 210,414,418
***********************
"Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron."

Da versetzt ein unerhörtes Ereignis sie in eisigen Schrecken und den Hof in helle Aufregung: Henri hat zwar auch bei seinem zweiten Zug gegen Mailand seine militärischen Ziele verfehlt, dafür aber einen Sieg ganz anderer Art errungen. In bester Kriegsmannsmanier hat er sich die junge Italienerin Philippa Ducca unterworfen, ohne sich lange mit Präliminarien aufzuhalten - und nun ist die Gute schwanger! Überraschung und Interesse sind gleichermaßen groß, und ohne weiters läßt man die Schwangere an den Hof bringen, um ihrer Niederkunft in gespannter Erwartung entgegenzusehen. Es ist ein gesundes Mädchen und wird, wen wunderts, auf den Namen Diane
getauft.
Die Überführung Catherines nach St. Denis sollte erst 21 Jahre von Diane de France, der italiensichen Tochter Henris II., erfüllt werden. Sie war zur Zeit von Catherines Tod bereits 50 Jahre alt, und es gelang ihr erst nach der Ermordung Henris IV. im Jahre 1610, den Leichnam der MEDICI nach St. Denis überführen zu lassen.
Am 4. März redigiert Mornay im Namen Henri de Navarres ein pathetisches Manifest, voller Beteuerungen der Loyalität, eine Einladung zum Frieden. Henri, für Sentiment immer empfänglich, willigt ein, einen Unterhändler des Schwagers zu empfangen, der schon öfter im Sinne Catherines die Verbindung zwischen der Krone und Navarra aufrecht erhalten hat: seine Halbschwester Diane de France, Tochter der Filippa Ducca, in erster Ehe mit einem FARNESE, in zweiter mit Francois de Montmorency verheiratet, inzwischen Witwe.

Hartmann Peter Claus: Seite 79
*******************
"Französische Könige und Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870."

Diese Situation gedachte Heinrich zu einer Stärkung seines eigenen Einflusses in Italien auszunutzen. Er vermählte im Mai des Jahres 1551 seine natürliche Tochter Diana mit Horatio Farnese und nahm das Herzogtum Parma unter seinen Schutz.

Thoma Helga: Seite 34
************
"Madame, meine teure Geliebte. Die Mätressen der französischen Könige."

Bereits 1538, als Heinrich noch Dauphin war, hatte er während eines Feldzuges eine Affäre mit der schönen Piemonteserin Filippa Duci, die ihm 1539 eine Tochter gebar und gleich darauf für immer in einem Kloster verschwand. Das Kind wurde legitimiert und auf den Namen Diane getauft, was anfänglich für einige Spekulationen über die Person der Mutter sorgte.
 
 
 

    13.2.1553
  1. oo Horazio Farnese, Herzog von Castro
     x  1523-18.7.1553

    1557
  2. oo Franz von Montmorency
     x    17.7.1530-15.5.1579
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Hartmann Peter Claus: Französische Könige und Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870. Verlag C. H. Beck München 1994 Seite 71,79,91,99 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 210,414,418 - Thoma Helga: Madame, meine teure Geliebte. Die Mätressen der französischen Könige. Piper Verlag GmbH München 1998 Seite 34 -