Illegitime Tochter des Königs
Heinrich II. von Frankreich und der Piemonteserin Philippine
Duc
1547 legitimiert
1588 half sie zu dem Ausgleich zwischen Heinrich
III. und Heinrich von Navarra,
dem sie auch nach seiner Thronbesteigung nahestand.
Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Seite 210,414,418
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"Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen
und Mätressen um den Lilienthron."
Da versetzt ein unerhörtes Ereignis sie in eisigen
Schrecken und den Hof in helle Aufregung: Henri
hat zwar auch bei seinem zweiten Zug gegen Mailand seine militärischen
Ziele verfehlt, dafür aber einen Sieg ganz anderer Art errungen. In
bester Kriegsmannsmanier hat er sich die junge Italienerin Philippa
Ducca unterworfen, ohne sich lange mit Präliminarien aufzuhalten
- und nun ist die Gute schwanger! Überraschung und Interesse sind
gleichermaßen groß, und ohne weiters läßt man die
Schwangere an den Hof bringen, um ihrer Niederkunft in gespannter Erwartung
entgegenzusehen. Es ist ein gesundes Mädchen und wird, wen wunderts,
auf den Namen Diane
getauft.
Die Überführung Catherines
nach St. Denis sollte erst 21 Jahre von Diane
de France, der italiensichen Tochter
Henris II., erfüllt werden. Sie war zur Zeit von
Catherines Tod bereits 50 Jahre alt, und es gelang ihr erst
nach der Ermordung Henris IV. im Jahre
1610, den Leichnam der MEDICI nach St. Denis überführen zu lassen.
Am 4. März redigiert Mornay im Namen
Henri de Navarres ein pathetisches Manifest, voller Beteuerungen
der Loyalität, eine Einladung zum Frieden. Henri,
für Sentiment immer empfänglich, willigt ein, einen Unterhändler
des Schwagers zu empfangen, der schon öfter im Sinne Catherines
die Verbindung zwischen der Krone und Navarra aufrecht erhalten hat: seine
Halbschwester Diane de France, Tochter
der Filippa Ducca, in erster Ehe mit einem FARNESE, in zweiter
mit Francois de Montmorency verheiratet, inzwischen Witwe.
Hartmann Peter Claus: Seite 79
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"Französische Könige und Kaiser der Neuzeit.
Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870."
Diese Situation gedachte Heinrich zu einer Stärkung seines eigenen Einflusses in Italien auszunutzen. Er vermählte im Mai des Jahres 1551 seine natürliche Tochter Diana mit Horatio Farnese und nahm das Herzogtum Parma unter seinen Schutz.
Thoma Helga: Seite 34
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"Madame, meine teure Geliebte. Die Mätressen der
französischen Könige."
Bereits 1538, als Heinrich
noch Dauphin war, hatte er während eines Feldzuges eine Affäre
mit der schönen Piemonteserin Filippa Duci, die ihm 1539 eine
Tochter gebar und gleich darauf für immer in einem Kloster verschwand.
Das Kind wurde legitimiert und auf den Namen Diane
getauft, was anfänglich für einige Spekulationen über die
Person der Mutter sorgte.
13.2.1553
1. oo Horazio Farnese, Herzog von Castro
x 1523-18.7.1553
1557
2. oo Franz von Montmorency
x 17.7.1530-15.5.1579
Literatur:
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Hartmann Peter Claus: Französische Könige
und Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870. Verlag
C. H. Beck München 1994 Seite 71,79,91,99 - Jurewitz-Freischmidt
Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen
um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 210,414,418
- Thoma Helga: Madame, meine teure Geliebte. Die Mätressen
der französischen Könige. Piper Verlag GmbH München 1998
Seite 34 -