Katharina von Burgund                           Herzogin von Österreich
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1378-26.1.1425
Pontoise Dijon

Begraben: Kartause von Champmol bei Dijon
 

2. Tochter des Herzogs Philipp der Kühne von Burgund und der Margarete II. von Flandern, Erb-Tochter von Graf Ludwig III.
 

Reifenscheid, Richard: Seite 74
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"Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I."

LEOPOLD IV., Herzog von Österreich
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* um 1371, + 3.6.1411
Wien           Wien

Grabstätte: Stephansdom

  oo 15.8.1393 in Wien
      KATHARINA, Prinzessin von Burgund
      * um 1378, + 26.1.1425
       Pontoise     Dijon

Grabstätte: Kartause von Champmol bei Dijon

Eltern: Philipp "der Kühne", Herzog von Burgund, und Margarethe, Gräfin von Flandern, Tochter Ludwigs III., Graf von Flandern


Calmette Joseph: Seite 68,166
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„Die großen Herzöge von Burgund“

Im übrigen wurde die Heiratspolitik zu einer ausgesprochenen Spezialität des Hauses BURGUND, wie es ja schon die des kapetingischen Herzogshauses gewesen war. 1393 verheiratete Philipp der Kühne seine Tochter Katharina mit Leopold IV. von Österreich und seine Tochter Maria mit Amadeus VIII. von Savoyen.
Das Elsaß hatte seit 1420 die Aufmerksamkeit Philipps auf sich gezogen. Seine Tante Katharina, die Tochter Philipps des Kühnen, die er mit Leopold von Österreich verheiratet hatte, war verwitwet. Sie beabsichtigte, sich mit einem elsässischen Seigneur, Maximin de Ribeaupierre, zu vermählen. Der Herzog widersetzte sich. Er brachte nicht nur Katharina dazu, auf diese Heirat zu verzichten, sondern er bewog sie auch zu einem Versprechen, dass ihr ganzes Erbgut, so wie es sich zum Zeitpunkt ihres Todes befände, auf den Chef des Hauses BURGUND übergehen sollte.

Ehlers Joachim: Seite 278
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"Geschichte Frankreichs im Mittelalter."

1378 schloß Philipp für seine damals vierjährige Tochter Margarethe einen Vertrag, wonach sie Leopold von Österreich heiraten sollte, sobald Braut und Bräutigam zehn Jahre alt geworden wären. Leopolds Vater war als Graf von Pfirt und Landgraf des Oberelsaß der Grafschaft Burgund benachbart und Philipp rechnete offenbar mit Gewinn auf Kosten der HABSBURGER. Die Ehe kam aber doch nicht zustande, weil der Herzog von Burgund im Jahre 1384 rasch entschlossen ein Ehebündnis mit dem Hause WITTELSBAACH anstrebte und den Österreicher bat, statt Margarethe ihre damals sechsjährige Schwester Katharina als Schwiegertochter zu akzeptieren. Die Ehe Katharinas mit Leopold von Österreich wurde 1387 geschlossen, aber erst sechs Jahre später ließ Philipp seine inzwischen fünfzehnjährige Tochter zu ihrem Gemahl gehen, der in wiederum zehn Jahren dauernden Verhandlungen bewogen werden mußte, die Grafschaft Pfirt an Katharina zu übertragen, und noch Philipps Nachfolger Johann Ohnefurcht zahlte seit 1404 ratenweise die in barem Geld zu entrichtende Mitgift für seine Schwester.
 
 
 
 

15.8.1393
  oo Leopold IV. Herzog von Österreich
  x  1371-3.6.1411
 
 
 
 

Literatur:
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Calmette, Joseph: Die großen Herzöge von Burgund. Eugen Diederichs Verlag München 1996 Seite 68,166 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 278 - Reifenscheid, Richard: Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1982 Seite 74 -