Sohn des Grafen
Rorico von Maine und der Bilechild
Durch seine Hinrichtung zog sich KARL DER KAHLE neuen Unmut zu.
Werner Karl Ferdinand: Seite 139
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„Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls des Großen“
Die Grafschaft Roricos
begegnet wieder in der Hand eines RORGONIDEN Gauzbert,
eines Neffen
Roricos,
im Jahr 850. Ihm gelang es, den gefährlichen WIDONEN
Lantbert
(II.) zu fangen. Da er ihn tötete, wurde er seinerseits im März
853 auf Befehl KARLS DES KAHLEN
hingerichtet - ein Ereignis, das den großen Aufstand der westfränkischen
Großen gegen ihren König begründen half.
Graf Gauzbert fing
850 schon den Warnerius, Bruder Lamberts II. und lieferte ihm den König
aus. Zu dieser Zeit ist er im Vollbesitz der königlichen Gunst, vergleiche
das Diplom KARLS DES KAHLEN vom 14.
Januar 850, das dem Tausch von Besitzungen Gauzberts
mit
Abt Dido von Saint-Florent (Montglonne an der unteren Loire) bestätigt.
Gauzbert
schenkt
Besitz in den Gauen Anjou und Poitou, den er vom König zu vollen Eigen
erhalten hatte, und läßt sich dafür 15 Mansen in der Grafschaft
Maine (die ihm günstiger lagen) übereignen. Am 1. Mai 852 tötete
Gauzbert
Lambert II., den er durch eine List gefangen hatte. Es dürfte sich
um einen Akt der Blutrache gehandelt haben. 844 war im Kampf gegen Lambert
Bernhard
gefallen, den KARL damals zum Grafen
der bretonischen Mark eingesetzt hatte. Er war der Gemahl von Roricos
Tochter Bilechild, also der Schwager Gauzberts.
Literatur:
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Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen
Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band I Seite 334,360,368
- Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart
Berlin Köln 1992 Seite 151 - Werner Karl Ferdinand: Bedeutende
Adelsfamilien im Reich Karls des Großen. Band I Seite 83-142 in:
Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag
L. Schwann Düsseldorf -