Sohn des 987 bezeugten Grafen
Friedrich
Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 343
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"Die Zeit der Staufer"
IV. GENERATION
10 (4) FRIEDRICH
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* um 997/99, + um 1070/75
Graf im Riesgau 1030; Pfalzgraf in Schwaben 1053, vielleicht
bis gegen 1069, faßt durch seine um 1015/20 geschlossene Ehe mit
der Erbtochter des Grafen Walther vom Filsgau in dem Gebiet um Fils und
Rems, Göppigen, Staufen, Lorch und Gmünd Fuß, behält
daneben ausgedehnten Altbesitz seines Geschlechts zwischen Alpen und Donau.
Stiftet nach 1055 und vor etwa 1070 (zum Gedächtnis für seinen
vor ihm verstorbenen Sohn Friedrich
von Büren) das Augustinerchorherrenstift im Dorf Lorch, wird
vielleicht um 1070 (Laien?-)Mönch in einem süddeutschen Benediktinerkloster,
begraben in seiner Stiftung, Stift Lorch ("in pago"), später übertragen
in das Kloster Lorch ("in monte").
(Translationsverzeichnis/Fragment der um 1140 aus dem
Stift im Dorf in das Kloster auf dem Berg Umgebetteten: "Fridericus palatinus
Frid. junioris pater, Frid. ducis avus, Cuonr. regis proavus, fundator
necnon monachus, in pago, deinde in monte sepultus").
I oo um 1015-1020
N
(vielleicht Adelheid) VOM FILSGAU
* um 995/1000, + bald nach 1020/25
nach Heinz Bühler Erbtochter des Grafen Walther vom Filsgau (998) (? und einer Schwester des Grafen Manegold im Duriagau)
Friedrichheiratete nach dem Tode der ersten Frau noch mehrfach, die Nachkommen aus diesen Ehen bleiben hier unberücksichtigt.
Kinder erster Ehe: ? 13 (Walther), 14 (Friedrich), ? 15 (Manegold), ? 16 (Tochter)
In der Briefsammlung Wibalds wird der staufische Stammbaum noch zwei Generationen über Friedrich I. von Schwaben hinaus verfolgt: Vater des ersten staufischen Herzogs war ein Fridericus de Buren und dessen Vater ein Fridericus. Für diesen Friedrich ohne Ortsnamen hat man ein Geburtsdatum um 950/75 und ein Heiratsdatum um 1000/10 errechnet, für dessen Sohn Friedrich von Büren ein Geburtsdatum entsprechend um 1005/10 und ein Hochzeitsdatum um 1040, und für den Enkel ein Geburtsdatum um 1050. Diese Daten und Angaben stimmen mit dem überein, was wir vom Verherrschaftlichungsprozeß im 11. und 12. Jahrhundert wissen. Es sind ernsthafte Gründe vorgebracht worden, in Friedrich von Büren den schwäbischen Pfalzgrafen sehen zu müssen, dessen Würde auf seinen Sohn und mit dessen Erhebung zum Herzog auf den zweiten Ehegatten der Mutter Hildegard, einem Grafen Chuno im Breisgau, und schließlich auf den Sohn Ludwig aus dieser Ehe überging. Der Titel war also, wenn er für die frühen STAUFER zutrifft, an eine Seitenlinie abgegangen und deshalb für den Schreiber der Tabula uninteressant. Man könnte meinen, Büren, das heutige Wäschenbeuren bei Göppingen, sei in der Tabula nur vermerkt, um die gleiche Generationenstufe mit Bezelinus de Villingen aus dem Stammbaum Adelas anschaulich zu machen, weil Adela um ein Glied vom gemeinsamen Ahnen weiter entfernt war als ihr Ehegatte. Daneben muß offen bleiben, ob Büren wirklich Hauptsitz derSTAUFER gewesen ist und nicht nur ein Besitz neben anderen, der vom Schreiber der Tabula in Verbindung mit dem Namen Friedrich zufällig in einer Urkunde gefunden wurde. Immerhin war Friedrich von Büren der Gründer des staufischen Hausklosters Lorch im Remstal, das der Familie als Grablege dienen sollte.
Bühler Heinz: Seite 7
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"Zur Geschichte der frühen Staufer"
Riesgraf Friedrich
wird 1030 im Diplom Kaiser KONRADS II.
für Donauwörth erwähnt. Er ist wahrscheinlich personengleich
mit dem Grafen Friedrich,
der 1027 auf dem Hoftag KONRADS II.
in Ulm sich von Herzog Ernst II. lossagte und auf die Seite des Königs
stellte.
1015/20
oo Adelheit, Erb-Tochter des Grafen Walther vom
Filsgau
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Kinder:
Friedrich Graf von Büren
- 1054
Adelheid
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oo Magenold der Ältere Pfalzgraf
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Literatur:
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Bühler, Heinz: Zur Geschichte der frühen
Staufer - Herkunft und sozialer Rang unbekannter Staufer, in Hohenstaufen
Veröffentlichungen des Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen
10. Folge 1977 Seite 7 - Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer.
Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band
III Seite 343 - Engels, Odilo: Stauferstudien, Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1996 - Schwarzmaier, Hansmartin: Die Heimat der Staufer.
Bilder und Dokumente aus einhundert Jahren staufischer Geschichte in Südwestdeutschland,
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1976 Seite 16-18 - Wies, Ernst
W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen
1999, Seite 32 -