Sohn des Grafen
Sieghard IV. vom Chiemgau
Nach Werner Trillmich Sohn des Grafen Sigehard (+
987) aus der Familie der SIEGHARDINGER
Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 342
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"Die Zeit der Staufer"
I.-III. GENERATION
4 FRIEDRICH
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* um 960/965 bis spätestens 969, + nach Sommer
1027
vielleicht in Melk
Schwaben
987 als noch sehr junger Graf - Lage seiner Grafschaft unbekannt, vielleicht der Riesgau! - in Angelegenheiten des Klosters Ellwangen bei OTTO III. in Frankfurt am Main zusammen mit Sieghard IV. genannt; urkundet um 990 in Maria-Saal in Kärnten, um 1000 in Salzburg, 1003 Graf im Sundergau (um 1018 Ratgeber Kaiser HEINRICHS II.?), 1025 von Kaiser KONRAD II. mit Gütern ausgestattet. Wird durch seine Heirat mit der Tochter des mächtigen Grafen Kuno von Öhningen auch in Schwaben begütert; Juli 1027 bei einem Hoftag in Augsburg entschiedener Gegner Herzog Ernsts von Schwaben, wahrscheinlich schon damals Pfalzgraf in Schwaben.
oo ab 987
N VON ÖHNINGEN
(nach Armin Wolf: Kunigunde)
* um 980, + nach
etwa 1005
vierte Tochter des "nobilissimus comes" Kuno von Öhningen (bei Stein am Rhein) und der Richlint aus dem ottonischen Kaiserhause. Durch sie kommen die Namen Otto und Kuno zu den späteren STAUFERN.
Kinder: ? 7 (Kuno), ? 8 (Richlind),
9 (Otto), 10 (Friedrich), 11 (Berthold), ? 12 (Sieghhard)
Bühler Heinz: Seite 18
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"Zur Geschichte der frühen Staufer"
Amtsvorgänger des ersten Riesgrafen und Pfalzgrafen
Friedrich (1027-1053) war Sigehard, 1007 und 1016 ausdrücklich
als Riesgraf bezeugt und beidesmal für Deggingen im Ries zuständig.
Gewiß derselbe Sigehard erscheint neben einem Grafen
Friedrich auch in einem Diplom König
OTTOS III. für die Abtei Ellwangen, das 987 in Frankfurt
ausgestellt wurde. Die Urkunde war zwar interpoliert, und einer ihrer Bearbeiter
meinte, die Namen der beiden Grafen seien willkürlich eingeschoben.
Ein solches Urteil geht doch wohl zu weit. Abgesehen davon, dass Graf
Sigehard anderweitig einwandfrei bezeugt ist, kann Graf
Friedrich sehr wohl der Vater des bekannten Riesgrafen und Pfalzgrafen
Friedrich (1027-1053) und seiner Schwester Berta sein, und dies
umso eher, als nach den Regeln der Namensvererbung im STAUFER-Haus
ein Friedrich als Vater dieses Geschwisterpaares zu erwarten ist.
Die Beziehung zu Ellwangen besagt, dass der Amtsbereich
dieses Friedrichin O-Schwaben lag.
Stälin hat vermutlich recht, wenn er auch Friedrichals
Riesgrafen betrachtet. Das könnte bedeuten, dass das Ries zu
dieser Zeit unter zwei Grafen aufgeteilt war und dass der Amtsbereich der
späteren Riesgrafen aus diesen beiden Teilbereichen zusammengewachsen
ist. Am einfachsten würde sich dies erklären, wenn die Grafen
Sigehard und FriedrichBrüder
waren, oder wenn Graf Friedrich mit der Schwester des benachbarten Grafen
Sigehard verheiratet war. Während Graf Friedrich
den uns bekannten Sohn Friedrich (1027-1053) und die Tochter
Berta hinterließ, wäre Sigehard ohne männliche Erben
gestorben. Der Sohn Friedrichs
(987) hätte sodann zu der Grafschaft seines Vaters auch
die seines Vater-Bruders bzw. Mutter-Bruders geerbt und beide gemeinsam
verwaltet. Die Stichhaltigkeit dieser Überlegungen vorausgesetzt,
wäre der Mannesstamm der STAUFER schon
im letzten Viertel des 10. Jh. im Ries tätig gewesen. Es gibt keinen
Zweifel mehr: die Heimat der STAUFER ist
das Ries.
Engels Odilo: Seite 100
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"Stauferstudien"
Für den in der Briefsammlung Wibalds genannten Friedrich
ohne
Ortsnamen hat man ein Geburtsdatum um 950/75 und ein Heiratsdatum um 1000/10
errechnet.
oo NN, Schwester des Riesgrafen Sigehard
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X von Öhringen (Werner
Trillmich)
Kinder:
Friedrich Pfalz- und Riesgraf
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1075
Berta
-
oo Bertold Graf im Thur-und Breisgau
- um 1005 (Haus Zähringen)
Tochter
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oo Adalbert (Haus Truhendingen)
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Kuno Graf im Sualafeld
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Literatur:
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Bühler, Heinz: Zur Geschichte der frühen
Staufer – Herkunft und sozialer Rang unbekannter Staufer, in Hohenstaufen
Veröffentlichungen des Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen
10. Folge 1977 Seite 18 - Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer.
Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band
III Seite 342 - Engels, Odilo: Stauferstudien, Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1996 Seite 100 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa.
Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 32 -