Eleonore                                                  Gräfin von Vermandois-Valois (1182/83-1214)
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postuma Ende 1152- nach 1221
                                     Kloster Parc-aux-Dames

Begraben: Abtei Longpont (dep. Aisne)
 

Nachgeborene Tochter des Grafen Rudolf I. von Vermandois-Valois aus seiner 3. Ehe mit der Laurette von Flandern, Tochter von Graf Dietrich von Lothringen
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1804
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Eleonore von Vermandois, französische Fürstin, Gräfin von Beaumont und von St-Quentin, “Dame de Valois”
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* nach 14. Oktober 1152, + 19 Juni 1213

Begraben: Abtei Longpont (dep. Aisne)

Tochter des Raoul le Vaillant von Vermandois, Seneschall von Frankreich, und der Alix, genannt Petronilla, von Aquitanien, der Schwester der Eleonore - Schwester von Raoul II. von Vermandois (+ 1163) und Isabelle von Vermandois (+ 26. März 1182), der Gattin Philipps von Elsaß, Grafen von Flandern

1. oo Gottfried (Godefroy) von Hennegau, Graf von Ostrevant

2. oo Wilhelm (Guillaume) IV., Graf von Nevers

3. oo 1171 Matthias von Elsaß

4. oo Matthieu III. von Beaumont-sur-Oise, chambrier (camerarius) de France

Nach dem Tod ihrer Schwester (1182) erhielt Eleonore von ihrem Schwager das Valois und eine Rente aus den Einkünften der Herrschaft Roye. Doch König Philipp II. August intervenierte gegen diese Verfügung, was einen Krieg zur Folge hatte, der mit dem Frieden von Boves bzw. Amiens beendet wurde. Nach diesem Vertrag erhielt der König die Grafschaften Amiens und Montdidier sowie die Kastellaneien Roye und Thourotte; Eleonore wurde das untere Valois und das Vermandois zugesprochen, ausgenommen die Kastellaneien St-Quentin, Peronne und Ham, deren Nießbrauch dem Grafen von Flandern, unter proprietas des Königs von Frankreich, verblieb. Als nach dem Tode Philipps von Elsaß (1. Juni 1191) der König im Namen seines Sohnes Ludwig VIII. das Artois besetzte, trat er Peronne und St-Quentin an Eleonore ab - gegen deren Verzicht auf das restliche Erbe. Später wurde jedoch verfügt, dass Eleonore auf Lebenszeit die Kastellaneien Chaugny, Lassigny, Origny, Resson-sur-Math, Ribemont und St-Quentin erhielt, wohingegen sie dem König Peronne und das Amienois abzutreten hatte. Nach Eleonores Tod bemächtigte sich Philipp August des Vermandois und des Valois (Kastellaneien von Crepy, La Ferte-Milon, Pierrefonds, Villers-Cotteretzs, Vivieres, von der Herrschaft Guise zu Lehen gehende Besitzungen).


Brandenburg Erich: Tafel 6 Seite 13
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 11 b. ELEONORE
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                   * nachgeboren 1152, + nach 1221

Gemahl: a) vor 1167 Wilhelm IV., Graf von Nevers
                                    + 1168 24. X.

             b) ca. 1170 Mattheus von Lothringen, Graf von Boulogne (siehe XIII 340)
                                     + 1173 25. VII.

            c) vor 1177 (ca. 1175) Mattheus III. Graf von Beaumont s. Oise (siehe XIV 920)
                                                    + 1208 oder 1209 XI.

           d) vor 1216 (ca. 1210) Stephan von Sancerre, Herr von Chatillon sur Loing (siehe XIV 93)
                                                   + nach 1219 V.


Eleonore erbte 1182/83 von ihrer Schwester Elisabeth (Mabile)den gesamten Besitz, verzichtete 1214 auf alle Rechte zugunsten Philipps II. August von Frankreich und stiftete 1205 das Kloster Parc-aux-Dames, wo sie starb.

Appleby John T.: Seite 210
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"Heinrich II. König von England. Die Zeit des Thomas Becket."

Seine Gemahlin Mary, die Tochter König Stephens, die von König Heinrich aus dem Kloster geholt und mit Matthewverheiratet worden war, hatte diesem zwei Töchter geboren. Im Jahre 1170 zog sie sich in ein Kloster in Montreuil zurück und ihr Gemahl - es ist nicht bekannt, durch welche Machenschaften er eine Dispens bekam -, heiratete danach Eleonore, die Witwe des Grafen von Nevers. Sie war eine Tochter des Grafen Ralph von Vermandois und der Schwester Königin Eleanors, Petronilla, und ihre Schwester Isabel war mit Matthews Bruder Philipp verheiratet.

Ehlers Joachim: Seite 141
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"Die Kapetinger"

Im April 1192 konnte Philipp II. zudem einen günstigen Vertrag mit Eleonore von Vermandois schließen, der ihm Anwartschaft auf die Grafschaften Valois und Vermandois brachte, sofortige Übernahme der Stadt Peronne und die Bestätigung des Besitzes von Montdidier und Roye (Dep. Somme).

Leo Heinrich Dr.: Seite 57-59
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten"

Kaum war dieses Hindernis beseitigt, als nach dem Tode von Philipps Gemahlin Isabella von Vermandois deren Schwester Eleonore, die Gemahlin des Grafen von Beaumont, die Grafschaft Vermandois für sich forderte. Es kam zu einem Vertrag, durch welchen Philipp seinen Schwager einige von ihm okkupierte Besitzungen herausgab, aber Vermandois nicht. Eleonore wandte sich nun an König Philipp, versprach ihm selbst die Hälfte von Vermandois, wenn sie ohne Kinder sterbe, und die Franzosen unternahmen im Frühjahr 1183 einen neuen Feldzug, ohne etwas auszurichten.
Inzwischen zog aber Philipp von Frankreich im Frühjahr 1186 selbst nach der Grafschaft Vermandois, wo ihm der Graf von Flandern begegnete. Drei Wochen lagen die feindlichen Heere an den Ufern der Somme einander gegenüber; endlich teilte ein Frieden das Land, und Frankreich erhielt an die sechzig ummauerte Ortschaften, unter ihnen Amiens und Montdidier, zurück. Eleonora bekam davon Chaulny, Ressons, einige andere Besitzungen und jährliche Einküfte.
 
 
 

  1. oo Gottfried von Hennegau Graf von Ostervant
                 -7.4.1163

    1167
  2. oo Wilhelm IV. Graf von Nevers
                 -24.10.1168
                  Palästina

    um 1170
  3. oo Matthäus von Flandern, Graf von Boulogne
                  -25.3.1173 gefallen
                   Normandie

   um 1175
  4. oo Matthäus III. Graf von Beaumont-sur-Oise
                   -27.11.1208/09

   um 1210
  5. oo Stephan II. Graf von Blois-Sancerre
                 -   1252
 
 
 
 

Literatur:
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Appleby John T.: Heinrich II. König von England. Die Zeit des Thomas Becket. Dr. Riederer-Verlag Stutggart 1962 Seite 210 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 6 Seite 13 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 141 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten, Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 57-59 -
 
 
 
 
 
 
 


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