Ingeborga                                       Königin der Franken
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    589
      Tours
 

Tochter des N.N.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 1
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

CHARIBERT I.
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561/67 König in PARIS

  I. oo INGOBERGA
          * um 520, geistlich Tours 589

getrennt

  II. oo MEROFLED
               

Tochter eines artifex lanarius

  III. oo THEODEGILD
                  +

Tochter eines Schusters

  IV. oo nach 562
             MARCOVEIFA
                  

Schwester von Merofled



Dahn Felix: Seite 384
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"Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas."

"König Charibert nahm dagegen zu seinem Gemahl die Ingoberga, von der er eine Tochter Aldeberga (oder auch Bertha) hatte, welche nach England an König Ethelbert von Kent vermählt wurde.
Ingoberga hatte damals in ihrem Dienst zwei Mädchen, eines armen Mannes, eines Wollarbeiters, Töchter. Die älteste, Markovefa, trug Nonnenkleider, die andere hieß Meroflede, und der König war diesen Mädchen sehr zugetan. Ingoberga, voll Eifersucht auf sie, weil sie der König liebte, ließ einst deren Vater arbeiten, damit der König ihn sehen sollte und sich der Mädchen schämen Und als der Vater bei der Arbeit war, rief sie den König. Dieser aber hoffte etwas Neues zu sehen, kam und sah jenen von fern, wie er die königliche Wolle zurichtete. Und als er dies sah, wurde er zornig, verließ nicht etwa die beiden Mädchen, sondern Ingoberga und vermählte sich mit Meroflede!

Hartmann Martina: Seite 57,95-97
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"Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger."

Demnach verstieß Charibert seine Gemahlin Ingoberga ( 589) wegen eines Mädchens aus dem Gesinde namens Merofledis, die er stattdessen zur Frau nahm.
Von der Königin Ingoberga ( 589), der von König Charibert I. (561-567) verstoßenen Gemahlin, berichtet Gregor von Tours, sie habe im Jahre 589, also über 20 Jahre nach Chariberts Tod, ein Testament gemacht und darin verschiedene Kirchen zu Erben eingesetzt, außerdem zahlreichen Unfreien die Freiheit geschenkt.
Ingoberga ( 589), die Gemahlin König Chariberts I. (561-567), versuchte durch Hinweis auf die einfache Herkunft von Merofledis und Marcoveifa, ihren Mann von seinen Gefühlen für die beiden zu "kurieren" (Historiuen IV, 26 = I Seite 229).
Dass die Königinnen Anteil am Königsschatz erhielten, wenn sie ihren Gemahl überlebten, ist für die Königin Nanthild 639 ausdrücklich bezeugt - sie erhielt ein Drittel, die beiden Söhne die anderen zwei Drittel - und für andere zu vermuten: Ingoberga ( 589), die Witwe König Chariberts I. (561-567), Radegunde ( 587) und Balthild ( 680/81) hinterließen den Kirchen großzügige Schenkungen, die aus ihrem Erbe stammen dürften.
 
 
 
 

  oo 1. Charibert I. Franken-König
           518/23 Winter 567
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Bertha
       

  oo Ethelbert I. König von Kent
       550 616
 
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 384 - Hartmann Martina: Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger. Primus Verlag 2003 Seite 57,95-97 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 1 -