Sohn des Gundahar ?
Lexikon des Mittelalters:
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Gundiok (Gundovechus), König der Burgunden
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† 469 oder 470
Wohl aus dem Geschlecht des Gibica, nach Gregor von Tours aber Nachkomme des Westgoten-Königs Athanarich. Gemeinsam mit seinem Bruder Chilperich I. kämpfte er als Bundesgenosse der Westgoten in Spanien, kam aber 457 nach Lyon auf Ersuchen der aufständischen Bewohner; Kaiser Maiorianus überließ ihm die Stadt, die er zu seinem Herrschaftssitz machte. Gundiok dehnte seine Macht auf Lugdunensis I und Viennensis aus.
oo Schwester des Ricimer,
der ihn 463 zum
Magister militum Galliarum machte.
Obwohl Arianer, unterhielt Gundiok
Verbindungen zum Papst.
J. Richard
GUNDARICH
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†
um 473
Gundarich herrschte im Gebiet Freiburgund und der Südwest-Schweiz. Er trat erstmals 451 als römischer Föderat aus dem Dunkel hervor; Herkunft und Jugend sind nicht greifbar, die Abstammung von Gundahar ist nahe, aber nicht nachweisbar. Er nahm 451 an der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern gegen Attila teil, hielt lange am Föderatenverhältnis fest und kämpfte ständig gegen Sueben und Westgoten im weströmischen Auftrag. Gundarich zog soagr bis Spanien und drang ab 457 unter Bruch des Föderatenverhältnisses ins Rhonetal ein und wurde von Kaiser Maiorian zurückgedrängt und ins Föderatenverhältnis zurückgezwungen. Er begann nach dessen Ermordung erneut vorzudringen und eroberte unter anderem Lyon. Er betrieb später eine ähnliche Trennungspolitik zwischen Einheimischen und Burgundern, wie später Theoderich der Große in Italien. Keine Vermischung von Burgundern, die die Militärlasten trugen und Einheimischen, denen man die Zivilverwaltung beließ. Er gewann ganz Burgund-Dijon mit Langres-Autun. Gundarich wurde sehr durch seinen Schwager begünstigt und hatte durch ihn großen Einfluß in Rom.
oo N. DER SUEBEN
†
Schwester des Reichsregenten Ricimer
oo N.N., Schwester des Reichsregenten Ricimer
†
Kinder:
Gundobald
†
516
Godegisel
†
500
Chilperich II.
†
493
Literatur:
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Gregor von Tours: Fränkische Geschichte.
Phaidon Verlag, Essen und Stuttgart 1988 Buch II Kapitel 28 - Offergeld
Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen
Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 122-124 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 222 -