Gunderich                                      König der Wandalen (406-428)
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     428 gefallen
     vor Sevilla
 

Sohn des Königs Godegisel
Nach H. Schreiber Schwiegersohn des Königs Godegisel
 

Thiele, Andreas: Tafel 221
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

GUNDERICH
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     428 ermordet

Gunderich wurde nach dem Tode seines Vaters König der Vandalen und Alanen, zog jahrelang plündernd durch Gallien und dann nach Nord-Spanien weiter und wurde dort als Föderat angesiedelt. Er drängte die Sueben nach Nordwest-Spanien ab und wurde von den nachfolgenden Westgoten nach Süd-Spanien abgedrängt. Er besetzte Andalusien (der Name leitet sich von den Vandalen ab), besiegte 422 ein römisches Heer, plünderte im Mittelmeerraum und wurde von seinem Bruder Geiserich samt seiner Familie ermordet.



Gunderich führte 409 die Wandalen nach Spanien, wo 416 Auseinandersetzungen mit den Westgoten stattfanden, die besonders die Alanen zermürbten. Er fiel vor Sevilla gegen die Franken. Seine beiden minderjährigen Söhne wurden in der Thronfolge übergangen und 442 ermordet.
 
 
 
 

Literatur:
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Gregor von Tours: Fränkische Geschichte. Phaidon Verlag, Essen und Stuttgart 1988 Buch II Kapitel 2 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 106-108,111,114 - Schreiber Hermann: Die Vandalen. Siegeszug und Untergang eines germanischen Volkes. Gondrom Verlag Bindlach 1993 Seite 87,94,101,109,111, 114,117 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 221 -