Telesphoros                                     Satrap des Antigonos I.
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    um 300 v.u.Z. ermordet
 

Sohn eines Sohnes oder einer Tochter des makedonischen Edelmannes Philipp; Neffe des Königs Antigonos I. Monophthalmos und Cousin des Polemaios (Ptolemaios)
 

Thiele, Andreas: Tafel 240
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

TELESPHOROS
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     um 300 v.u.Z. ermordet

Neffe des Antigonos, Cousin des Polemaios

Telesphoros kämpfte jahrelang mit seinem Cousin Polemaios im Dienste seines Onkels Antigonos I. in Griechenland, bekriegte den Reichsverweser Polyperchon und eroberte Elis. Er fiel 312 v.u.Z. von Antigonos ab, da er sich benachteiligt fühlte und wurde von Polemaios verjagt. Er war eventuell identisch mit dem später genannten Hipparchen Telesphoros des Königs Lysimachos, der ihn um 300 v.u.Z. grausam ermordete.



Droysen Johann Gustav: Band II Seite 229,235
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"Geschichte des Hellenismus."

Während dieser Begebenheiten in Asien scheint sich die Sache des Antigonos inn der Peloponnes sehr umgestaltet zu haben; er sandte dorthin eine neue Expedition unter Telesphoros, bestehend aus 50 Schiffen und einer bedeutenden Zahl Truppen, mit dem Auftrag, die griechischen Städte zu befreien, in der Hoffnung, durch seine immer neuen Bemühungen dieser Art die Griechen zu überzeugen, daß er es ernstlich mit ihrer Freiheit meinte. Telesphoros landet in der Peloponnes, von Aristodemos und seiner Streitmmacht ist nicht weiter die Rede. Polyperchon scheint sich mit seines Sohnes Witwe verbunden zu haben, um eine selbständige Herrschaft in der Peloponnes zu gründen; wenigstens kämpfte Telesphoros gegen mehrere von Alexanndros' Truppen besetzte Städte und befreite sie, mit Anschluß von Sikyon und Korinth, in denen sich Polyperchon mit zahlreichen Truppen hält.
Der Nauarch Telesphoros, der bei Korinth stand, glaubte sich durch diese Mission des Polemaios zurückgesetzt; er gab seine Flotte ab, er gab seinen Söldnern die Wahl, den Dienst des Antigonos aufgebend, entweder zu gehen, wohin sie wollten, oder in seinen Dienst zu tzreten; es war seine Absicht, auf eigene Hand und zu eigenem Gewinn in der Peloponnes den Krieg zu führen. In solchem Sinne zog er gegen die Stadt Elis, welche der Sache des Antigonos treu war, besetzte die Akropolis, unterwarf sich die Stadt, plünderte das olympische Heiligtum, brachte 50 Talente Silber zusammen und warb nun Söldner, so viel er konnte. Es war Gefahr, daß die Peloponnes gänzlich für Antigonos verloren ging. Darum eilte Polemaios, die Belagerung von Opus aufzugeben und nach der Peloponnes zu marschieren; er kam nach Elis, nahm in nicht langer Zeit die Akropolis ein, gab den Eleiern die Freiheit, dem Tempel seinne Schätze zurück; bald danach gelang es ihm, Telesphoros auch zur Übergabe von Kyllene zu nötigen.

Bengtson Hermann: Seite 49,81
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."

Aristodemos war übrigens einer der engsten Freunde des Antigonos; er stammte aus Milet und hat mehrfach in diplomatischen Missionen seinem Herrn gedient. Doch hat er seinen Auftrag, die Hellenen von der Herrschaft des Kassanders zu befrien, nicht durchführen können. Sein Nachfolgger war Telesphoros, ein Neffe des Antigonos. Seine Erfolge bestanden darin, daß er die Besatzungen Alexanders, der nunmehr als Stratege Kassanders agierte, aus fast allen Städten der Peloponnnes vertreiben konnte; allein Sikyon und Korinth mit der Feste Akrokorinth vermochte er nicht zu gewinnen. Telesphoros hat die Schatzkammern von Olympia geplündert, doch ist der Schaden durch einen anderen Neffen des Antigonos, wiedergutgemacht worden. Dieser war mit einem beachtlichen Kontingent von Soldaten und mit einer großen Flotte von 150 Segeln in Hellas erschienen, und Telesphoros hatte sich ihm unterstellen müssen.
Nur wenige Namen von Mitarbeitern und Freunden der Diadochen sind überliefert. Zu ihnen gehören Prepelaos, der Freund Kassanders, Patrikles, der Stratege Seleukos' I., Killes, General des ersten PTOLEMÄERS. Antigonos hat sich seiner Verwandten bedient, aber er hatte mit seinen Neffen Telesphoros und Polemaios, die er nach Hellas entsandt hatte, wenig Glück gehabt, denn beide haben sich von ihm abgewandt, und Polemaios ist auf die Seite des ersten PTOLEMÄERS übergegangen, der ihn schließlich hinrichten ließ.

Errington Malcolm: Seite 130
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"Geschichte Makedoniens."

Im Jahr 312 ging Antigonos endlich zur Offfensive über: er entsandte Hilfe zu Seuthes, Lysimachos' Hauptgegner in Thrakien; nach Griechenland schickte er doch eigenen Streitkräfte unter Telesphoros und seinem Neffen Polemaios.
Aber die Bewegung verlief sich schnelll: Telesphoros sagte sich von Antigonos los und plünderte sogar den Tempelbezirk von Olympia; Polemaios, um weitere Schäden zu verhindern, mußte in die Peloponnes eilen und sich mit Telesphoros beschäftigen.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 49,81 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 229,235 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 130 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 240 -