Sohn des makedonischen Offiziers Demetrios; Neffe
des Königs Antigonos
I. Monophthalmos und Cousin des Telesphoros
Thiele, Andreas: Tafel 240
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
POLEMAIOS (PTOLEMÄUS)
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Polemaios ist seit 320 v.u.Z. greifbar als Offizier des Antigonos I., wurde Stratege und Satrap von Phrygien, bekriegte Seleukos I. und später Kassandros. Er eroberte Chalkis und Oropos und befreite 312/11 v.u.Z. Elis vom Vetter und fiel 309 v.u.Z. auch vom Onkel ab und ging zu Kassandros über, floh dann zu Ptolemaios I. von Ägypten, der ihn um 308 v.u.Z. zwang, den Giftbecher zu trinken.
oo N. VON HERAKLEIA
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Tochter des Tyrannen Dionysius von Pontos
Eumenes darauf: er werde niemandes Oberhand anerkennen,
solange er noch sein Schwert in den Händen habe; wenn Antigonos
seinen
Neffen Polemaios als Geisel in die Burg stellen wolle, so sei er bereit,
zu ihm ins Lager zu kommen und zu unterhandeln. So geschah es.
Nach Kleinasien sollte sein Neffe Polemaios mit
einem bedeutenden Korps marschieren, schnell aus Kappadokien die Truppen
des Kassandros verdrängen, sich
mit dem Tyrannen von Herakleia in Verbindung setzen, sich dann nach Hellespont
wenden, um dort den karischen Satrapen in der Seite zu bedrohen.
So blieb er selbst vor Tyros, während sein Neffe
Polemaios, zum Strategen der Länder am Hellespont ernannt,
mit bedeutender Heeresmacht nach Kleinasien marschiert war und dort mit
bestem Erfolg kämpfte. Er hatte sich zunächst nach Kappadokien
gewandt. Mit Dionysios von Herakleia schloß er die von Antigonos
gewünschte Verbindung, die von dieser Zeit an dauernd und für
das beiderseitige Interesses vielfach förderlich war [89 In
diese Zeit fällt wohl die Vermählung des Polemaios mit
einer Tochter des Dionysios aus erster
Ehe, Memnon c. 4,7. Dionysios hatte die bedeutende Herrschaft Herakleia
von
seinem Vater Klearchos geerbt; als die landesflüchtigen
HERAKLEIOTEN den König Alexander
um Wiederherstellung der Demokratie baten, wußte er sich durch Vermittlung
Kleopatras,
die später in Sardeis residierte, zu halten; dieselben Anträge
wiederholten die Landesflüchtigen bei Perdikkas, Dionysios
schloß sich seinen Gegnern an, und Krateros gab ihm, der verwitwet
war,
seine frühere Gemahlin Amastris zur Ehe, wodurch der Tyrann
außerordentlich, namentlich auch viel Geld gewann, so daß er
den ganzen fürstlichen Apparat des Dionys von Syrakus an sich
kaufen konnte (?)]
Nach dem Abfall des Alexandros in der Peloponnes,
dem Verlust von Kypros der dritte harte Schlag, der Antigonos
traf. Auch sein Stratege Polemaios wagte nicht, nach der bedeutenden
Verstärkung, die Asandros durch Myrmidon erhalten, Karien
anzugreifen.
In Kleinasien scheint seit dem Herbst 315, seit der Stratege
Polemaios in Lydien eingerückt war und Karien bedrohte, nichts
Bedeutendes vorgegangen zu sein; mindestens wird nichts überliefert,
als daß er die karischen Städte bedrohte.
Dann sandte Antigonos
eine neue Flotte von 150 Segeln, 5.000 Mann Fußvolk und 500 Reiter
auf derselben, unter Befehl seines Neffen Polemaios nach Europa;
ihre Aufgabe war, die Befreiung der griechsichen Städte durchzusetzen.
Das neue Jahr, das vierte des Krieges, sollte die Entscheidung
bringen. Gleich nach Kassandros' Abzug
hatte sich der Stratege Polemaios auf Chalkis geworfen, die Besatzung
vertrieben, die Stadt für frei erklärt. Sodann griff er Oropos
an, bemächtiget sich der dortigen Beastzung, gab die Stadt den Boiotern
zurück. Nachdem noch Eretria und Karystos auf Euboia gewonnen waren,
zog er gegen das attische Gebiet. Ohne weiteren Aufenthalt hier wandte
sich der Stratege nach Boiotien, nahm die Kadmeia, trieb Kassandros'
Besatzung von dannen, befreite Theben.
Wie sich nach diesem Vertrag zwischen Polyperchon
und Kassandros der Stratege Polemaios,
der die Sache seines Oheims verraten und sich an Kassandros
angeschlossen hatte, verhalten, wird nicht überliefert; jedenfalls
war es mit seinen Hoffnungen auf ein hellenisches Fürstentum übel
bestellt. Er ging mit seinen Truppen von Chalkis aus in See, zum LAGIDEN
nach Kos; dieser nahm ihn mit besonderen Ehren auf. Bald aber mißfiel
ihm des Strategen große Leutseligkeit gegen die Truppen, seine Geschenke
an die Hauptleute, sein sichtliches Bemühen, sich die Gunst der Menge
zu gewinnen; er glaubte, gefährlicheren Umtrieben zuvorkommen zu müssen;
er ließ den Satrapen festnehmen und zwang ihn, den Giftbecher
zu trinken; seine Truppen wurden durch Geschenke beruhigt und unter
die ägyptischen gesteckt. Man wird annehmen dürfen, daß
der LAGIDE im besten Einverständnis
mit Kassandros handelte; beiden hatte
der Neffe des Antigonos hinreichend
genützt, als er seines Oheims Sache verriet; fortan konnte er nur
hindern.
Bengtson Hermann: Seite 43,46,50,81
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."
Antigonos ließ
seine Sache in Hellas durch Strategen vertreten, von denen sich vor allem
sein
Neffe Polemaios auszeichnete.
Während die Gouverneure der östlichen Satrapien
nach wie vor den Satrapen-Titel geführt haben, hießen die Statthalter
in Kleinasien Strategen. Dies gilt nicht nur für Dokimos, den
Statthalter
Großphrygiens, sondern auch für Phoinix in Lydien
und Polemaios in der hellespontischen Satrapie.
Telephoros hat die Schatzkammern von Olympia geplündert,
doch ist der Schaden durch einen anderen Neffen des Antigonos,
wiedergutgemacht worden. Dieser war mit einem beachtlichen Kontingent von
Soldaten und mit einer großen Flotte von 150 Segeln in Hellas erschienen,
und Telesphoros hatte sich ihm unterstellen müssen. Dem Polemaios
blieb
im übrigen der Besitz der hellespontischen Satrapie in Kleinasien
erhalten; er hat sie während seiner Abbwesenheit durch einen Beauftragten
verwalten lassen. Im Jahre 310/09 ist Polemaios schließlich
zu Kassander übergegangen. Dies
mag damit zusammenhängen, daß Antigonos
in schwere Kämpfe um Babylonien mit Seleukos
verwickelt
war.
Antigonos hat sich
seiner Verwandten bedient, aber er hatte mit seinen Neffen Telesphoros
und Polemaios, die er nach Hellas entsandt hatte, wenig Glück
gehabt, denn beide haben sich von ihm abgewandt, und Polemaios ist
auf die Seite des
ersten PTOLEMÄERSübergegangen,
der ihn schließlich hinrichten ließ.
Errington Malcolm: Seite 128,130,131
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"Geschichte Makedoniens."
Antigonos sah nach
wie vor seine erste Priorität in Phoenikien; seinen Neffen Polemaios
schickte er nach Kappadokien und Bithynien, um Kassandros'
und unter Umständen Lysimachos' Störaktionen
inn Asien zu begegnen.
Nach Griechenland schickte Antigonos
doch eigene Streitkräfte unter Telesphoros und seinem Neffen
Polemaios. Aber die Bewegung verlief sich schnell: Telesphoros
sagte sich von Antigonos los und plünderte
sogar den Tempelbezirk von Olympia; Polemaios, um weitere Schäden
zu verhindern, mußte in die Peloponnes eilen und sich mit Telesphoros
beschäftigen.
In Europa blieben Antigonos
lediglich die peloponnesischen Orte, welche sein Neffe Polemaios gewonnen
hatte, erhalten; den enttäuschten Polemaios gewann Kassandros
alsbald für sich.
oo N.N. von Herakleia, Tochter des Tyrannen Dionysios
von Pontos
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Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger
Alexanders des Großen. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
München 1987 Seite 43,46,50,81 - Droysen Johann Gustav: Geschichte
des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 100,214,218,219,222,225,229,231,233,235,261,262,
265,284 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag
München 1986 Seite 128, 130,131 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band
6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum
II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 54 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 240 -