Ältester Sohn des Diadochen Lysimachos
von Thrakien aus seiner 3. Ehe mit der Arsinoe
II. Philadelphos von Ägypten, Tochter von König
Ptolemaios
I. Soter
Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
PTOLEMÄUS
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Ptolemaios entging
dem Mordanschlag seines Onkels und Stiefvaters Ptolemaios
Keraunos von Makedonien, scheiterte gegen ihn mit Thronansprüchen
in Makedonien, wurde Dynast in Lykien mit Telmessos und begründete
dort eine eigene Dynastie, die um 180 v.u.Z. erlosch.
Arsinoe II. hatte
dem Lysimachos drei Söhne geboren,
sie hießen Ptolemaios, Lysimachos
und Philippos. Arsinoe
II. aber vermochte den bejahrten
Herrscher dazu zu bringen, seinen Sohn Agathokles
hinrichten zu lassen. Die Tat wurde, wie es heißt, von Ptolemaios
Keraunos [1 Nach H. Heinen, Untersuchung zur hellenistischen
Geschichte des 3. Jahrhunderts v.u.Z. (1972) ist nicht Ptolemaios
Keraunos, sondern Ptolemaios,
der älteste Sohn des Lysimachos und
der Arsinoe II., der Mörder gewesen.
Man muß zugeben, daß sich hierfür einige Gründe anführen
lassen.] im Kerker ausgeführt.
Nach dem Tode des Lysimachos
stand die Herrschaft der Arsinoe II.
über die europäischen Gebiete auf ganz schwachen Füßen,
an die Krönung ihres ältesten Sohnes Ptolemaios
konnte im Ernst nicht gedacht werden, da er zu jung war, um mit den Schwierigkeiten
der Nachfolge fertig zu werden. Während seine Brüder von ihrem
Onkel
und Stiefvater Ptolemaios Keraunos
bei dessen Einzug in Kassandreia ermordet wurden, floh Ptolemaios
zu
den Illyrern.
Bengtson Hermann: Seite 134,152
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."
Nach der Ermordung seiner Brüder Lysimachosund Philippos in Kassandreia durch seinen Onkel und Stiefvater Ptolemaios Keraunos war nur Ptolemaios übriggeblieben, den manche für den Mörder seines Stiefbruders Agathokles halten. Er hatte es vorgezogen, sich nach Illyrien zu König Monuniosins selbstgewählte Exil zu begeben. Er rettete dadurch sein Leben und erscheint ein Jahrzehnt später als Dynast in Telmessos in Lykien.
Errington Malcolm: Seite 145,147,149
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"Geschichte Makedoniens."
Nach Seleukos' Tod
stritten sich mindestens drei Personen um die Herrschaft in Makedonien:
Ptolamaios Keraunos,
der das königliche Zeichen, das Diadem, in Lysimacheia annahm;
Demetrios'
Sohn Antigonos ('Gonatas'),
der in den griechischen Festungen seines Vaters ausharrte
und, um seinen Anspruch billig zu untermauern,
sich schon Basileus nannte;
und der älteste Sohn des Lysimachos
von Arsinoe, der etwa 17-jährige
Ptolemaios,
der nach Kuruperdion mit seiner Mutter nach Kassandreia gelangte und dort
seinen königlichen Anspruch vertrat.
Zuverlässige Details fehlen weitgehend. Überliefert
werden:
eine Seeschlacht zwischen Keraunos
und Gonatas;
ein Frieden zwischen Keraunos
und Antiochos;
ein Krieg zwischen Keraunos
und Ptolemaios, Sohn des Lysimachos,
dem der illyrische Fürst
Monouios half;
ein Abkommen zwischen Keraunos
und Pyrrhos, der gerade nach Italien
aufbrechen wollte;
und die Ehe der Arsinoe
und des Keraunos, die in dem Mord ihrer zwei übrigen Söhne und
der
Vertreibung der Arsinoe
selbst kulminierte. Das geschah ungefähr zwischen September 281 und
Februar 279.
Man kann lediglich feststellen, daß unter denjenigen,
die meinten, Herrschaftsansprüche in Makedonien anmelden zu dürfen,
Keraunos
zumnächst am erfolgreichsten war. Warum das so war, läßt
sich nur spekulativ beantworten: Wichtig in dieser Zeit, als sich Herrschaftsansprüche
nur mit militärischer Gewalt Anerkennung verschaffen konnten, dürfte
gewesen sein, daß er das europäische Invasionsheer des Seleukos
sowie lysimachos-treue Kontingente
in Thrakien übernehmen konnte; und indem er Arsinoe
für sich gewann, brach er die wichtigste Stütze seines Hauptrivalen,
ihre Sohnes Ptolemaios.
Aber auch Sosthenes starb, und sein Tod leitete
eine so chaotische Periode der makedonischen Geschichte ein, daß
die äußerst mageren Quellen von einer Anarchie, einer führerlosen
Zeit, sprechen. Erwähnt werden zwar drei Namen - Antipatros,
wohl jener Kassandros-Neffe, der 'Etesias',
Ptolemaios,
wahrscheinlich der älteste Sohn des Lysimachos
und der Arsinoe, und ein sonst unbekannter
Arrhidaios - aber es wird auch gleich mitgeteilt, daß
sich keiner von ihnen durchsetzen konnte.
Die Flucht der Arsinoe
nach Ägypten (279) und das Verschwinden ihres Sohnes Ptolemaios,
Sohn
des Lysimachos, aus dem makedonischen
Raum, dürften die dynastische Lage in Makedonien entspannt haben.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger
Alexanders des Großen. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
München 1987 Seite 134,152 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten
des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 114,116,138 -
Droysen
Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite
430,434,440/Band III Seite 122,126, 172,208,210 - Errington Malcolm:
Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 145,147,149
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 238 -