Ptolemaios                                     Prinz von Thrakien-Makedonien
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297 v.u.Z. nach 280 v.u.Z.
 

Ältester Sohn des Diadochen Lysimachos von Thrakien aus seiner 3. Ehe mit der Arsinoe II. Philadelphos von Ägypten, Tochter von König Ptolemaios I. Soter
 

Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PTOLEMÄUS
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Ptolemaios entging dem Mordanschlag seines Onkels und Stiefvaters Ptolemaios Keraunos von Makedonien, scheiterte gegen ihn mit Thronansprüchen in Makedonien, wurde Dynast in Lykien mit Telmessos und begründete dort eine eigene Dynastie, die um 180 v.u.Z. erlosch.



Bengtson Hermann: Seite 114,116,138
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"Herrschergestalten des Hellenismus."

Arsinoe II. hatte dem Lysimachos drei Söhne geboren, sie hießen Ptolemaios, Lysimachos und Philippos. Arsinoe II. aber vermochte den bejahrten Herrscher dazu zu bringen, seinen Sohn Agathokles hinrichten zu lassen. Die Tat wurde, wie es heißt, von Ptolemaios Keraunos [1 Nach H. Heinen, Untersuchung zur hellenistischen Geschichte des 3. Jahrhunderts v.u.Z. (1972) ist nicht Ptolemaios Keraunos, sondern Ptolemaios, der älteste Sohn des Lysimachos und der Arsinoe II., der Mörder gewesen. Man muß zugeben, daß sich hierfür einige Gründe anführen lassen.] im Kerker ausgeführt.
Nach dem Tode des Lysimachos stand die Herrschaft der Arsinoe II. über die europäischen Gebiete auf ganz schwachen Füßen, an die Krönung ihres ältesten Sohnes Ptolemaios konnte im Ernst nicht gedacht werden, da er zu jung war, um mit den Schwierigkeiten der Nachfolge fertig zu werden. Während seine Brüder von ihrem Onkel und Stiefvater Ptolemaios Keraunos bei dessen Einzug in Kassandreia ermordet wurden, floh Ptolemaios zu den Illyrern.

Bengtson Hermann: Seite 134,152
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."

Nach der Ermordung seiner Brüder Lysimachosund Philippos in Kassandreia durch seinen Onkel und Stiefvater Ptolemaios Keraunos war nur Ptolemaios übriggeblieben, den manche für den Mörder seines Stiefbruders Agathokles halten. Er hatte es vorgezogen, sich nach Illyrien zu König Monuniosins selbstgewählte Exil zu begeben. Er rettete dadurch sein Leben und erscheint ein Jahrzehnt später als Dynast in Telmessos in Lykien.

Errington Malcolm: Seite 145,147,149
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"Geschichte Makedoniens."

Nach Seleukos' Tod stritten sich mindestens drei Personen um die Herrschaft in Makedonien:
   Ptolamaios Keraunos, der das königliche Zeichen, das Diadem, in Lysimacheia annahm;
   Demetrios' Sohn Antigonos ('Gonatas'), der in den griechischen Festungen seines Vaters ausharrte
   und, um seinen Anspruch billig zu untermauern, sich schon Basileus nannte;
   und der älteste Sohn des Lysimachos von Arsinoe, der etwa 17-jährige Ptolemaios, der nach Kuruperdion mit seiner Mutter nach Kassandreia gelangte und dort seinen königlichen Anspruch vertrat.
Zuverlässige Details fehlen weitgehend. Überliefert werden:
   eine Seeschlacht zwischen Keraunos und Gonatas;
   ein Frieden zwischen Keraunos und Antiochos;
   ein Krieg zwischen Keraunos und Ptolemaios, Sohn des Lysimachos, dem der illyrische Fürst
   Monouios half;
   ein Abkommen zwischen Keraunos und Pyrrhos, der gerade nach Italien aufbrechen wollte;
   und die Ehe der Arsinoe und des Keraunos, die in dem Mord ihrer zwei übrigen Söhne und der
   Vertreibung der Arsinoe selbst kulminierte. Das geschah ungefähr zwischen September 281 und
   Februar 279.
Man kann lediglich feststellen, daß unter denjenigen, die meinten, Herrschaftsansprüche in Makedonien anmelden zu dürfen, Keraunos zumnächst am erfolgreichsten war. Warum das so war, läßt sich nur spekulativ beantworten: Wichtig in dieser Zeit, als sich Herrschaftsansprüche nur mit militärischer Gewalt Anerkennung verschaffen konnten, dürfte gewesen sein, daß er das europäische Invasionsheer des Seleukos sowie lysimachos-treue  Kontingente in Thrakien übernehmen konnte; und indem er Arsinoe für sich gewann, brach er die wichtigste Stütze seines Hauptrivalen, ihre Sohnes Ptolemaios.
Aber auch Sosthenes starb, und sein Tod leitete eine so chaotische Periode der makedonischen Geschichte ein, daß die äußerst mageren Quellen von einer Anarchie, einer führerlosen Zeit, sprechen. Erwähnt werden zwar drei Namen - Antipatros, wohl jener Kassandros-Neffe, der 'Etesias', Ptolemaios, wahrscheinlich der älteste Sohn des Lysimachos und der Arsinoe, und ein sonst unbekannter Arrhidaios -  aber es wird auch gleich mitgeteilt, daß sich keiner von ihnen durchsetzen konnte.
Die Flucht der Arsinoe nach Ägypten (279) und das Verschwinden ihres Sohnes Ptolemaios, Sohn des Lysimachos, aus dem makedonischen Raum, dürften die dynastische Lage in Makedonien entspannt haben.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 134,152 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 114,116,138 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 430,434,440/Band III Seite 122,126, 172,208,210 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 145,147,149 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238 -