Lysimachos                                     Prinz von Thrakien
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296 v.u.Z. 280 v.u.Z. ermordet
                     Kassandreia
 

Sohn des Königs Lysimachos von Thrakien aus seiner 3. Ehe mit der Arsinoe II. von Ägypten, Tochter von König Ptolemaios I. Soter
 

Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

LYSIMACHOS
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    280  v.u.Z. ermordet

Lysimachos wurde mit seinem Bruder Philipp vom Stiefvater adoptiert und ermordet.



Droysen Johann Gustav: Band II Seite 431
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"Geschichte des Hellenismus."

Ptolemaios Keraunos hatte durch seine Erfolge über Antigonos und den Frieden mit Antiochos seine makedonisch-thrakische Macht schnell genug gefestigt. Aber noch blieben die Ansprüche der Kinder seiner Halbschwester Arsinoe und des Lysimachos. Der älteste von ihnen, Ptolemaios, war mit dem illyrischen Fürsten Monunios in Bündnis getreten, in Makedonien eingefallen; den Ausgang des Kampfes kennen wir nicht. Keraunos suchte geheimere Wege, um den Prätendenten los zu werden und in den Besitz Kassandreias zu kommen, wo sich Arsinoe aufhielt. Er ließ der Königin eine Verbindung antragen, wie sie nach ägyptischer Sitte unanstößig war. Der ränkesüchtigen Frau konnte die Absicht ihres Bruders nicht entgehen; für ihre Söhne hatte sie bisher alles und das Entsetzlichste gewagt, sollte sie sich nun in ein Ehebündnis einlassen, das ihren Söhnen gewiß die letzte Hoffnung auf des Vaters Reich entzog? Ptolemaios ließ ihr berichten: er wolle mit ihren Söhnen gemeinschaftlich das Reich regieren; er habe nicht gegen sie gekämpft, um ihnen das Reich zu entreißen, sondern es ihnen zurückzugeben; sie möge einen Getreuen senden,, in dessen Gegenwart er dies alles mit den heiligsten Eiden beschwören werde. Lange schwankte die Königin; vor des Bruders rachewildem Gemüt bang und zu ernstlichem Widerstand zu schwach, entschloß sie sich endlich, auf den Antrag einzugehen.
Die Königin kommt; mit ausgesuchter Zärtlichkeit empfängt sie Ptolemaios, ein festliches Beilager wird veranstaltet, in allgemeiner Versammlung schmückt er sie mit dem Diadem, läßt verkünden, sie sei die Königin vonn Makedonien. Dann wieder lädt sie ihn in ihre Stadt Kassandreia, eilt selbst voraus, um alles zu ordnen; Tempel uund Straßen sind mit Kränzen geschmückt, überall an den Tempeln stehen die Opfertiere; ihre beiden Knaben, Philippos und Lysimachos, gekränzt und im Festschmuck, eilen zum Empfang dem König entgegen; er umarmt die Knaben und küßt sie; sobald er an das Schloßtor kommt, läßt er seine Trabanten den Hof, die Zugänge, die Mauer besetzen, die Knaben befiehlt er zu töten; sie fliehen in das Innere des Schlosses zur Mutter, sie bergen sich in ihrem Schoß; schon sind die Mörder da, unter den Küssen, dem Jammerruf der Mutter, die umsonst ihren Leib den Dolchen bietet, werden sie ermordet. Sie selbst entflieht mit zwei Dienerinnen nach der heiligen Insel Samothrake.

Bengtson Hermann: Seite 133,152
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"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."

Das Unglück in seinem Hause nahm von Arsinoe seinen Ausgang. Sie hat ihm drei Söhne geboren, Ptolemaios, Lysimachos und Philippos.
Wir müssen hier noch einmal auf Ptolemaios Keraunos zurückkommen, und zwar wegen seiner Stiefschwester Arsinoe II. Als Witwe des Lysimachos hatte sie sich mit ihren Kindern aus Ephesos nach Kassandreia geflüchtet (siehe oben Seite 146). Keraunos hat seiner Schwester versprochen, sie zu heiraten, ja er hat sogar die Absicht geäußert, die Herrschaft mit ihren Söhnen teilen zu wollen. Als er aber unter großen Feierlichkeiten in Kassandreia eingezogen war, ließ er die beiden Söhne -  sie hießen Lysimachos und Philippos -  umbringen; sie waren sechzehn beziehungsweise dreizehn Jahre alt. Arsinoe hat versucht, ihre Söhne zu schützen; nach den Quellen ist es zu einer grausamen Szene gekommen, da die Mörder sie den Armen der Mutter entrissen und dem Tode überlieferten.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 133,152 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 431 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 91 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238 -