Demetrios der Schöne                     König von Kyrene
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um 286 v.u.Z. 258/46 v.u.Z. ermordet
 

Einziger Sohn von Königs Demetrios I. Poliorketes aus dem Hause der ANTIGONIDEN aus seiner 5. Ehe mit der Ptolemais von Ägypten, Tochter von König Ptolemaios I. Soter
 

Thiele, Andreas: Tafel 241
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

DEMETRIOS "DER SCHÖNE"
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   um 248 v.u.Z. ermordet

Demetrios der Schöne war Feldherr seines königlichen Halbbruders Antigonos II. Gonatas und schlug 263 v.u.Z. Epiros zurück, während Antigonos durch den "Chremonidenischen Krieg" gegen Athen und Sparta in Griechenland gebunden war, durch den Makedonien seine Besatzungen in Athen behauptete. Demetrios wurde vom königlichen Halbbruder und den SELEUKIDEN gegen Ägypten ausgespielt (seine Mutter war eine PTOLEMÄERIN) und wurde gegen 253 v.u.Z. König von Kyrene (= Raum Cyrenaica/Ostlibyen). Er begann ein verhängnisvolles Verhältnis mit seiner Schwiegermutter Apame von Syrien, die die Haupttriebkraft der antiägyptischen Politik war. Er konnte die Herrschaft der PTOLEMÄER nicht gefährden und wurde auf Veranlassung seiner eifersüchtigen Frau im Bett der Schwiegermutter erschlagen. Die Chronologie zu ihm ist nur ungenau greifbar.

  1. oo OLYMPIAS VON LARISA
                 

Tochter des Polykleitas

  2. oo BERENIKE VON KYRENE
                 221 v.u.Z. ermordet

Tochter und Erbin des Königs Magas
Sie ist die Cousine des Königs Ptolemäus III., den sie in 2. Ehe ehelicht: bringt ihm damit Kyrene ein.



Demetrios der Schöne wurde bei einem Aufstand mit seiner Geliebten Apame II., Mutter von Berenike III. und Witwe des Magas von Kyrene, ermordet.

Bengtson Hermann: Seite 66,85,128,151
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"Herrschergestalten des Hellenismus."

Demetrios der Schöne († 258 v.u.Z.) entstammte der 5. Ehe von Demetrios I. und der Ptolemais, Tochter von König Ptolemaios I. von Ägypten.
Demetrios der Schöne kam auf Bitten der Apame, der Witwe des Magas, nach Kyrene, um die Erbtochter Berenikezu heiraten. Ob es hierzu gekommen ist, verschweigen die Quellen. Nur soviel ist sicher, daß Demetrios der Schöne, wahrscheinlich im Jahr 258, in Kyrene ermordet worden ist. Anstifterin des Mordes war aller Wahrscheinlichkeit nach Berenike, die das Verhältnis des Demetrios mit ihrer Mutter Apame nicht dulden wollte. Dieser Demetrios ist übrigens der Vater des Antigonos Doson, der von 230/29 (?) bis 222/21  über Makedonien regierte.
Die Königin Apame von Kyrene erbat sich Hilfe von dem Makedonen Antigonos Gonatas, um die ptolemäische Gruppe an ihrem Hof in Kyrene auszuschalten. Antigonos aber schickte seinen Bruder Demetrios den Schönen nach Kyrene, er war als Gemahl der Berenike vorgesehen. Die Überlieferung berichtet von einer grausigen Mordgeschichte: Berenike habe unter Mithilfe des Volkes von Kyrene den makedonischen Bewerberim Schlafgemach der Mutter Apameumbringen lassen.
Und bei dieser Gelegenehit hat sich der Makedonen-König in die Angelegenheiten Kyrenes eingemischt, sicherlich mit Zustimmung des SELEUKIDEN-Herrschers. Demetrios der Schöne, der Stiefbruder des Antigonos, hatte jedoch kein Glück, er wurde auf Betreiben der Berenike, der späteren Gemahlin des 3. PTOLEMÄERS, in Kyrene umgebracht, ein schwerer Schlag für die Parteigänger der Makedonen, die sich nunmehr aus Kyrene verdrängt sahen.

Droysen Johann Gustav: Band II Seite 409/Band III Seite 154,210,213,225
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"Geschichte des Hellenismus."

Demetrios, der ja des ägyptischen Königs Feind war, fand die beste Aufnahme; er feierte mit Ptolemais sein Beilager [193 Ptolemais gebar dem Demetrios den sogenannten schönen Demetrios; Plut. Demetr. 53.].
Der elende Bericht, der hierüber vorhanden ist, lautet: "Gegen ihn verlor Antigonos, da er aus Griechenland zurückgekehrt war, durch den / Übertritt seiner Soldaten verlassen, Reich und Heer;  aber Demetrios [149 Justin. XXVI 2 nennt ihn: huius (Antigoni) filius Demetrius, puer admodum; ebenso bezeichnet ihn der armenische Eusebius. Und doch ist dies falsch. Denn Demetrios, Antigonos' Sohn, ist von jener syrischen Phila geboren, die, wie oben erwiesen, erst nach 278 (279, siehe oben Seite 125,128) sich mit Antigonos vermählt hat, und da jener Krieg vor 265 gekämpft wurde, müßte der junge Sieger unter 12 Jahre alt gewesen sein. Der Fehler in beiden voneinander unabhängigen Schriftstellern wird schon von Phylarch gemacht sein. Im Namen den Irrtum zu finden und filius für richtig zu halten, somit Halcyoneus zu schreiben, geht, abgesehen von der Gewaltsamkeit solcher Veränderung, schon darum nicht, weil dieser, des Vaters Liebling, in einem Gefecht fiel, bei dem Antigonos selbst zugegen war, und derselbe, schon 272 Anführer in Argos, nicht in diesem Kriege noch admodum puer genannt werden konnnte. Es war Demetrios, der über Alexandros siegte, des Königs Bruder, entweder der Hagere, über dessen Alter wir nichts wissen, oder, was entschieden wahrscheinlich ist, der Schöne, der Sohn der Ptolemais, mit der sich der Vater 287 in Milet vermählt hatte; dieser Demetrios konnte jetzt  etwa 20 Jahre alt sein, und da paßt das admodum puer. (Andernfalls bliebe, den Krieg mit W.W. Tarn, CAH VII, Seite 708, nach 264 oder mit K.J. Beloch, Griechische Geschichte IV 2², Seite 502f, kurz vor 255 zu setzen).] gewann in Abwesenheit des Königs Antigonos, nachdem er ein Heer zusammengebracht, nicht bloß das verlorene Makedonien wieder, sondern bearubte auch Alexandros seines Reiches."
Früher ist die Lage Kyrenes nach dem Tode des Magas dargestellt worden, dessen kleine Tochter Berenike mit dem ägyptischen Thronerben verlobt worden war. Jetzt, so heißt es in dem allein noch vorliegenden Bericht, sandte die königliche Witwe, eben jene syrische Apame, nach Makedonien, um Demetrios dem Schönen, dem Bruder des Königs Antigonos, ihrer Tochter Hand und das Reich von Kyrene anzubieten [208 Wann dies geschehen, läßt sich aus dem unverständlichen Florilegium, das Justin aus dem Trogus gemacht hat (XXVI 3), ebensowenig wie aus dem Prolog des Trogus entnehmen; ja jener führt dadurch irre, daß er von Berenike als einem schon erwachsenen Mädchen spricht, was sie entschieden nicht war. Aber einen Anhalt gibt es, daß Phylarch in seinem siebenten Buche von den Anfängen Kyrenes gesprochen hat; unzweifelhaft hatte er von Kyrene schon in früheren Büchern zu handeln, namentlich im III.-V., in denen der Krieg des Magas gegen Ägypten vorkommen mußte; die frühere Geschichte des Landes nachholen konnte nur da Anlaß sein, wo das Land und das Recht auf dieses Land mit entschiedener Wichtigkeit in dem geschichtlichen Verlauf hervortrat, und dies war eben nanch dem Tod des Magas (258), als Apame den geschlossenen Vertrag wegen der Verlobung brach. Daß  andererseits dies Okkupation von Kyrene vor dem theokritischen Gedicht geschah, wird sich sogleich ergeben.]. Es war derselbe Demetrios, der, wie früher wahrscheinlich gemacht worden war, vor wenigen Jahren im Kampf gegen den Epeiroten Alexandros Makedonien gerettet hatte [209 Vgl. oben Seite 238, Anmerkung 1.]; seine Mutter war jene ägyptische Ptolemais, welche in Sardes wie im Exil gelebt hatte, gleich ihrem Bruder Keraunos vom Vater um des geliebteren Philadelphos willen zurückgesetzt. Jetzt kam dieser junge Demetrios, gewiß nicht in abenteuerlicher Brautfahrt; eben daß er kam, ehe Berenike erwachsen war, zeigt, daß nur politische Motive sein so frühes Erscheinen veranlaßten. Daß ihn Antigonos entließ oder sandte, während doch nach dem Frieden des Magas über die Zukunft Berenikes und Kyrenes Hinreichendes bestimmt war, zeigt, daß die Brautfahrt selbst in feindseligem Sinn gegen Ägypten unternommen wurde. Die Sendung des Demetrios war die kühnste Diversion, welche Antigonos gegen Ägypten machen konnte, und sie gelang vollständig. Ganz anders als der alternde Magas im früheren Kriege mußte dieser junge unnd kühne Demetrios, den keine Erinnerungen, wenn nicht die kränkenden seiner Mutter, an Ägypten knüpften, dessen Hoffnungen nur soweit gesichert waren, als er die Ägyptens zu vernichten verstand, den LAGIDEN beunruhigen
Wohl gab es in Thessalien Gegner des Antigonos - Theodoros von Larissa wird als solcher erwähnt -, aber eben in Larissa selbst mußte der makedonische Einfluß gesichert sein durch die Verschwägerung des Polykletos mit dem königlichen Hause; denn dessen Tochter Olympias war mit jenem schönen Demetrios vermählt gewesen, und ein Kind dieser Ehe, der spätere König Antigonos Doson, um 263 geboren, war ein Band mehr, das die Stadt und Landschaft an Makedonien knüpfte.
Leider haben wir über Kyrene nur den gespreizten Auszug aus einem Geschichtswerk, das den schönrednerischen Phylarch zur Quelle gehabt hat; da heißt es denn: Demetrios habe, sich auf seine Schönheit verlassend, die seiner Schwiegermutter zu sehr zu gefallen begonnen, sich von Anfang her stolz, rücksichtslos gegen die königliche Familie und gegen die Soldaten benommen, habe mit der Mutter ein Verhältnis angeknüpft; dadurch sei er der königlichen Jungfrau verdächtig, den Bürgern und Soldaten verhaßt geworden; allgemein habe man den Blick auf den Sohn des Königs Ptolemaios gewandt; der Untergang des Demetrios sei beschlossen worden: in das Schlafgemach der Mutter seien Mörder gesandt worden; da sie draußen die Stimme der Tochter gehört, habe sie um ihr Leben gefleht, versucht, den Geliebten mit ihrem Leibe zu schützen; aber er sei ermordet worden, und Berenike habe sich dem vermäählt, welchem der Vater die einst bestimmt habe, dem Sohn des Ptolemaios. Eine Kritik des Berichtes ist nicht mehr möglich; bezeugt ist Berenikes Tat durch die Verse eines gleichzeitigen Dichters; kaum den Kinderjahren enntwachsen, sagt er, habe sie schon hochherzigen Mut bewährt. Sie war hherangewachsen unter der Buhlschaft ihrer Mutter mit ihrem Bräutigam; ihren Abscheu mochte sich gern die Partei anschließen, welche die Rückkehr zur Verbindung mit Ägypten wünschten.
 
 
 
 

  1. oo Olympias, Tochter des Polykletos aus Larissa
                

  2. oo Berenike III. von Kyrene, Tochter des Königs Magas
           um 265 v.u.Z. 221 v.u.Z. ermordet
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Antigonos III. Doson
  263 221 v.u.Z.

  Apame III.
      

  oo N.N. König von Bithynien
        

  Echekrates Prinz von Makedonien
      
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 66, 85,128,151 - Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 27 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 409/Band III Seite 154,157,210,213,225,488 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 152,171 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 371 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 412,432 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 241 -